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Weitere Kostensteigerungen machen erneute Anpassung des Gaspreises notwendig

Gaspreis in der Grundversorgung steigt zum 1. Dezember 2022 um 38 Prozent / Neue Preise damit nach wie vor im unteren Marktmittelfeld / Teilnahme an der Gassparprämie bis 31. Oktober 2022 möglich
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Karlsruhe. Aufgrund der weiterhin sehr hohen Beschaffungskosten passt die EnBW die Gaspreise an. In der Grundversorgung steigen deshalb die Preise zum 1. Dezember 2022 im Durchschnitt um 38 Prozent bzw. um 3,86 Cent auf 13,54 Cent je Kilowattstunde (kWh)0 Angaben inklusive 7 % Mehrwertsteuer. Auch nach der Preisanpassung bewegt sich der Gaspreis bei der EnBW jedoch nach wie vor unter dem Marktdurchschnitt (siehe Grafik 1). Tarife außerhalb der Grundversorgung ändern sich in ähnlicher Höhe. Die letzte Änderung der Gaspreise hatte die EnBW zum 1. Juli 2022 durchgeführt.

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Grafik 1
Auch mit den ab 1. Dezember 2022 gültigen Preisen liegt der Gaspreis der EnBW unterhalb des aktuellen Marktdurchschnitts in der Gasgrundversorgung.

Durchschnittlicher Gasgrundversorgungspreis in Deutschland

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Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bedeutet die jetzige Preiserhöhung Zusatzkosten von rund 64 Euro brutto im Monat. Die seit dem 1. Oktober 2022 auf sieben Prozent gesunkene Mehrwertsteuer ist darin bereits enthalten und dämpft die Erhöhung ab.

Infolge des Angriffskriegs auf die Ukraine erleben die Energiemärkte in den vergangenen Monaten nie dagewesene Preissteigerungen und dauerhaft hohe Preisniveaus. In den vergangenen Jahren lag der Gaspreis an den Großhandelsmärkten im Schnitt bei etwa 2 ct/kWh. Der bisherige Durchschnittspreis für das laufende Jahr hat sich auf etwa 11ct/kWh verfünffacht. Zeitweise lagen die Preise an den Gasbörsen um ein Zehnfaches höher als in den Vorjahren (siehe Grafik 2). Damit sind nun auch Energieunternehmen, die mit einer vorausschauendenden Strategie Energie beschaffen, dazu gezwungen, sehr hohe Einkaufspreise zu bezahlen.

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Grafik 2
Im Vergleich zu Anfang 2021 haben sich die Beschaffungspreise für das Folgejahr an den Energiebörsen für Gas im Schnitt verfünffacht – zwischenzeitlich lagen die Preise sogar deutlich über dem Zehnfachen.

Entwicklung Großhandelspreise Erdgas seit 2021 für das Lieferjahr 2023

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Auch die Gaspreisanpassung der EnBW geht auf diese weiter massiv gestiegenen Kosten zurück. Zwar kann sie dank ihrer vorausschauenden Beschaffungsstrategie kurzfristige Preisschwankungen für ihre Kund*innen abfedern. Die Entwicklungen der vergangenen Monate mit dauerhaft hohen Beschaffungspreisen kann sie jedoch nicht komplett auffangen.

Zu einem geringen Anteil bedingt auch die von der Bundesregierung neu eingeführte, staatliche Gasspeicherumlage die notwendige Anpassung der Gaspreise. Sie soll einen Mindestfüllstand der deutschen Gasspeicher zu bestimmten Stichtagen garantieren und gilt seit 1. Oktober 2022. Die EnBW gibt sie jedoch erst ab 1. Dezember 2022 an ihre Kund*innen weiter.

Die inzwischen zurückgenommene Gasbeschaffungsumlage hatte die EnBW im Unterschied zu zahlreichen anderen Anbietern noch nicht erhoben. Entsprechend ergeben sich hieraus keine Veränderungen beim Gaspreis. Sobald die Vorschläge der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zur Abfederung der gestiegenen Energiekosten konkret ausgestaltet und gesetzlich verankert sind, wird die EnBW diese in der Preisgestaltung berücksichtigen.

Mit Blick auf die Folgen für Kund*innen erklärt Colette Rückert-Hennen, die als Vorständin der EnBW unter anderem den Bereich Vertrieb verantwortet: „Wir wissen, dass diese Preisanpassung eine Mehrbelastung für unsere Kund*innen bedeutet. Wir ergreifen zwei zentrale Maßnahmen, um ihre Folgen für unsere Kund*innen abzumildern: An erster Stelle steht dabei unsere langfristige Beschaffungsstrategie. Mit der schon im Sommer angekündigten Einführung einer Gassparprämie schaffen wir zudem einen Anreiz für unsere Kund*innen, in der kommenden Heizperiode Gas zu sparen. Das kann auch die Kostensteigerung verringern.“

Die Anmeldefrist für die Gassparprämie hat das Unternehmen aufgrund der jetzigen Preisanpassung bis zum 31. Oktober 2022 verlängert. Die Prämie richtet sich ausschließlich an Gas-Bestandskund*innen der EnBW. Informationen zur Teilnahme bietet das Unternehmen hier: enbw.com/gassparpraemie. Ebenfalls im August hatte die EnBW angekündigt, für Haushalte in finanziellen Schwierigkeiten in der kommenden Heizperiode keine Sperrungen beim Gas und Strom vorzunehmen.

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Grafik 1_Durchschnittlicher Gasgrundversorgungspreis in Deutschland
EnBW_Grafik 2_Entwicklung Großhandelspreise Erdgas seit 2021 für das Lieferjahr 2023

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