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Plüderhausen auf dem Weg ins ‚e-mobile‘ Zeitalter

Kommune und EnBW nehmen Ladestation in Betrieb
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Alexander Weihler, Kommunalberater bei der EnBW Baden-Württemberg AG, erläuterte beim ersten „Boxenstopp“, wie die neue E-Ladestation funktioniert. (Foto: Gemeinde Plüderhausen)

Plüderhausen. Die E-Ladestation, die seit einigen Tagen vor dem Rathaus in Plüderhausen steht, wurde nun von Bürgermeister Andreas Schaffer und Alexander Weihler, Kommunalberater bei der EnBW Baden-Württemberg AG offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Andreas Schaffer begrüßt die neue Gemeindeeinrichtung: „ Damit unterstützen wir die Bemühungen von Bundes- und Landesregierung, die öffentliche Ladeinfrastruktur zu verbessern. Plüderhausen ist jetzt kein weisser Fleck mehr im bundesweiten Netz und unsere Bürgerinnen und Bürger sowie deren e-mobilen Gäste haben jetzt vor Ort die Möglichkeit ihr Fahrzeug aufzutanken.“

Gefertigt und installiert wurde die Station von der EnBW, die auch weiterhin für deren Betrieb zuständig ist. Sie ist eine technische Weiterentwicklung der bislang üblichen Ladesäulen. Die neue Geräte-Generation ist zur besseren Bedienbarkeit mit einem besonders großen 10-Zoll-Farbdisplay ausgestattet, dessen Leuchtintensität sich automatisch dem Umgebungslicht anpasst. An der Ladestationen können bis zu zwei Elektrofahrzeuge gleichzeitig Strom tanken. Bei beiden Ladepunkten kann mit Steckern Typ 2 entsprechend dem europaweiten Standard bis (jeweils) maximal 22 kW Leistung geladen werden. Für alle Fälle bietet die Ladesäule vor dem Rathaus noch zwei Schukosteckdosen bis 3,7 kW, mit denen auch ältere Elektroautos und E-Bikes / Pedelecs geladen werden können. Die tatsächliche Ladeleistung hängt vom Fahrzeugtyp ab und wird durch dessen Batteriemanagement bestimmt. Getankt wird hier übrigens ausschließlich Ökostrom.

Der Energieversorger legt großen Wert darauf, möglichst vielen Interessenten den Zugang zu seiner Ladeinfrastruktur zu bieten. Bezahlen kann man mit allen gängigen Ladekarten. „Die Kooperation mit den Roamingplattformen von Hubject und Smartlab und damit Partnern wie BMW, VW oder Bosch, ermöglicht Elektromobilisten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland die Nutzung der Plüderhausener Station“, versichert Alexander Weihler. „Zudem ist das Bezahlen auch mit dem Smartphone - ganz ohne Ladekarte – über die mobile Website ‚intercharge direct‘ oder über die ‚EnBW mobility+ App‘ möglich.“

Die EnBW kümmere seit vielen Jahren um das Thema Elektromobilität, ergänzt Alexander Weihler: „Bereits 2009 haben wir mit dem Aufbau einer Ladeinfrastruktur begonnen. Das Engagement bezieht sich dabei neben dem AC-Ladestationen-Netz insbesondere auch auf die DC-Schnellladestationen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die EnBW hier im Land führend auf dem Gebiet ist.“ Die EnBW treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos entschlossen voran und betreibt aktuell gut 400 AC-(Normal)Ladestationen mit mehr als 700 Ladepunkten schwerpunktmäßig im Mittleren Neckarraum sowie an der Rheinschiene. Aktuell ist die EnBW Marktführer bei DC Schnellladestationen und betreibt 132 DC-Ladestandorte mit je 50 kW Ladeleistung. Diese DC- Schnellladestationen sind bereits für eine zukünftige Aufrüstung auf 150 kW Ladeleistung vorbereitet. Im Moment befinden sich die meisten Schnellladestationen an Autobahn-Raststätten der Tank&Rast. Als Mitglied eines Konsortiums setzt die EnBW zudem zusammen mit 74 Stadtwerken und Kommunen das Landesprogramm SAFE um. Und gerade erst vor kurzem hat sie den Zuschlag ihres Anteilseigners OEW bekommen, 54 Ladestationen im Süden von Baden-Württemberg zu errichten.

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Hintergrundinformationen:

SAFE: Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge in Baden-Württemberg

Um dem Bedarf an Ladestationen nicht nur in Ballungszentren, sondern im ganzen Land gerecht zu werden, lautet die zentrale Vorgabe des Förderprogramms: In einem Raster von zehn mal zehn Kilometern befindet sich mindestens eine Station mit mindestens 22 Kilowatt Ladeleistung. In einem zweiten Raster von 20 mal 20 Kilometern soll es zudem mindestens eine Schnelladesäule mit 50 Kilowatt Ladeleistung geben. Insgesamt soll das SAFE-Ladenetz aus mehr als 400 Ladestationen bestehen und mindestens sechs Jahre von den Partnern betrieben werden. Da bereits über 300 vorhandene Ladestandorte der teilnehmenden Partner mit in das Netz einbezogen werden, müssen bis zum Stichtag im April 2019 „nur“ 48 Schnellladestationen und 94 „normale“ Ladestationen neu errichtet werden. Hinzu kommt die Ertüchtigung von 12 bestehenden Stationen.

EnBW Mobility+App

Mit der EnBW mobility+ App können Fahrer von Elektroautos derzeit an über 16.000 Ladepunkten in ganz Deutschland und Europa ihr Fahrzeug zum einheitlichen Roaming-Tarif laden und die nächste freie Ladestation in ihrer Nähe finden. Den Weg zur nächsten Ladestation weist die dazugehörige App. Diese kann zudem Nutzern von Verbrennungsfahrzeugen den Einsatz eines E-Mobils simulieren. Ob eine solche Anschaffung sinnvoll wäre, lässt sich anhand des Fahrprofils erkennen.

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Fotos sind für die Berichterstattung zur Pressemitteilung freigegeben (Quelle: Gemeinde Plüderhausen)
Alexander Weihler, Kommunalberater bei der EnBW Baden-Württemberg AG, erläuterte beim ersten „Boxenstopp“, wie die neue E-Ladestation funktioniert. (Foto: Gemeinde Plüderhausen)
Im Kreis von Gemeindevertretern nahmen Bürgermeister Andreas Schaffer (rechts) und Alexander Weihler Kommunalberater bei der EnBW Baden-Württemberg AG (2.v.l.) die E-Ladestation vor dem Rathaus in Plüderhausen offiziell in Betrieb. (Foto: Gemeinde Plüderhausen)
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Dagmar Jordan
Pressesprecherin
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