Der Canoo E-Pick-Up: modular, individualisierbar, kraftvoll

Die Firma Canoo aus Torrance im Südwesten von Los Angeles bringt auf ihrer „Skateboard“-Plattform ein neues Modell heraus: den Canoo E-Pick-Up. Das Design ist futuristisch, die Features absolut zukunftstauglich. Für die private Nutzung oder den beruflichen Einsatz ergeben sich unzählige Möglichkeiten der modularen Nutzung.

Die PS-Zahl des in Zusammenarbeit mit Hyundai produzierten Canoos sorgt auch schwer beladen für Durchsetzungsvermögen am Berg und im Gelände.


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Design aus der Zukunft

Das Design des E-Pick-Ups wirkt, als ob ein Science-Fiction-Ingenieur aus dem Retro-Bulli das Fahrzeug der Zukunft herstellen durfte: Runde Kanten, große Fenster und dünne Säulen sorgen für eine gute Übersicht beim Fahren, selbst die Ladefläche des „Pritschenwagens“ ist weit weg vom rustikalen Image eines Pick-Ups. Er ist aber dennoch robust und stabil genug für den professionellen Einsatz. Abschlepphaken und Unterfahrschutzbleche aus Metall sorgen für Sicherheit im Gelände. Bei den Materialien haben die Ingenieure den Fokus auf Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit gelegt.

Die Front des elektrischen Pick-Ups von Canoo

Der Canoo E-Pick-Up – futuristisch und doch vertrauenswürdig

 

Das Prädikat modular wird neu definiert

Auf der Skateboardplattform ist alles „Drive-By-Wire“: Das bedeutet, Lenkung und Bremsen funktionieren komplett elektrisch, ohne schwere und platzraubende Mechanik. Damit kann Canoo den Fahrraum weit nach vorne verlagern. So bietet der E-Pick-Up enorme Ladekapazität auf kleinstmöglicher Grundfläche.

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Die Skateboardplattform

Alle Modelle von Canoo entstehen auf der sehr flachen sogenannten „Skateboardplattform”. In diese Basis werden alle notwendigen Komponenten integriert, zum Beispiel die Akkus. Das sorgt neben einem tiefen Schwerpunkt und enormer Platzersparnis auch für eine kostengünstige Fertigung und Entwicklung – was wiederum Ressourcen spart und nachhaltig gedacht ist. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in den Aufbauten und Modifikationen: Beim E-Pick-Up sorgen zum Beispiel größere Reifen für die notwendige Wattiefe und Stabilität. Die modulare Bauweise auf ein und derselben Plattform ermöglicht verschiedene Fahrzeuge oder Applikationen für private sowie berufliche Anwendungen. Demnach ist Canoo auch ein Tipp für alle, die an den Aufbau einer eigenen E-Fahrzeugflotte denken.

Die Eigenschaften „praktisch” und „modular” gelten für kein Auto von Canoo so sehr wie für den E-Pick-Up. Die Ladefläche ist 0,5 m hoch, 1,60 m breit und 1,82 m lang, lässt sich aber auf 2,60 m erweitern – und das bei einer Gesamtlänge des Fahrzeugs von 4,67 m. Wahlweise findet in der Fahrerkabine ein dritter Sitz Platz. Zum Viersitzer kann der E-Pick-Up bei geschlossener Ladefläche werden. Zudem soll die modulare Bauweise zukünftig weitere Variationen erlauben.

Der Canoo E-Pick-Up bietet aufgrund seiner flexiblen Bauweise viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel:

  • Die verlängerte Ladefläche lässt sich als Campingmöglichkeit nutzen.
  • Der Laderaum ist über das Heck sowie über seitliche Klappen zugänglich und kann in mehrere Fächer unterteilt werden.
  • Schubladen an der Seite sorgen für einen schnellen Zugriff auf Erste-Hilfe-Kästen, Warnwesten und anderes wichtiges Material. Gleichzeitig dienen sie als Aufstiegshilfe, um eines der vielen geplanten Dachgepäckträgermodule zu erreichen.
  • Ein vorderer Stauraum verlängert die Knautschzone und dient gleichzeitig dem Schutz von Windschutzscheibe und Beleuchtung. Die Klappe ist auch als Ausklapptisch designt.
  • Für das Dach des Canoo sind mehrere Dachzeltmodule geplant, sowie ein Modul, um die Ladefläche dauerhaft fest zu überdachen.

Mobiles Kraftwerk für Handwerker, Camper und Festivalbesucher

Im Innenraum, an der Ladefläche und an den Außenfächern des Fahrzeugs sind mehrere Steckdosenleisten eingebaut, teils auch mit USB-Anschlüssen. Die Firma nennt den Canoo E-Pick-Up daher schon mal „mobiles Kraftwerk”, was bei der Leistung der Batterien tatsächlich keine allzu große Übertreibung darstellen dürfte. Die Energie reicht laut Herstellerangaben aus, um Werkzeuge und Geräte einen Tag lang zu betreiben und beeinflusst die Fahrleistung nur zu 10 Prozent. Ein ähnliches Konzept hat übrigens auch Hyundai mit seinem Ioniq 5 umgesetzt, über den sich zum Beispiel auch ein E-Bike aufladen lässt.

Innenraum und Ladefläche sind gut beleuchtbar, die lange dritte Bremsleuchte sorgt für zusätzliche Sicherheit. Die Umrandungsbeleuchtung der Ladefläche sowie zusätzliche, außergewöhnlich designte Rückleuchten erhöhen die Sichtbarkeit.

Der Canoo mit Dachzelt

Canoos E-Pick-Up ist mit vielen Dachzelten kompatibel

Maße und Leistung des Canoo E-Pick-Up

Der E-Pick-Up ist wahlweise mit Heckmotor oder Doppelmotor erhältlich. Die Nutzlast wird 810 kg betragen, bei bis zu 600 PS und einer Reichweite von 320 km. Durch die maximale Raumausnutzung und die übersichtliche Kabine soll der Canoo – verglichen mit anderen Fahrzeugen mit ähnlicher Nutzfläche – in jedem Gelände einfach zu manövrieren und zu parken sein.

Der große Front Stauraum des E-Pick-Ups Canoo

Der vordere Stauraum erinnert an Kultautos von VW und Porsche.

Bis wir das Fahrverhalten des Canoo dann in der Praxis beurteilen können, wird aber noch etwas Zeit ins Land gehen: Der Marktstart ist für das erste Quartal 2023 geplant. Vorbestellungen sollen aber bereits ab dem zweiten Quartal 2021 möglich sein. Ob und wann der E-Pick-up auch in Deutschland angeboten wird, ist aktuell ebenso wenig bekannt wie der Preis, den Canoo für seine jüngste Entwicklung aufrufen wird.

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Wer steckt hinter dem flexiblen E-Pick-Up?

Canoo inc. wurde 2017 von deutschen Managern gegründet. Angesiedelt ist das Start-Up in Torrance im Südwesten der Metropolregion Los Angeles. Seit kurzem ist Canoo auch im Nasdaq gelistet, der größten elektronischen Börse der USA. Anfang 2020 sorgte das Unternehmen mit der Ankündigung einer Kooperation mit der Hyundai Motor Group für Aufsehen: Die für den Kleinbus Canoo entwickelte Skateboard-Plattform soll demnach zukünftig bei der Produktion von E-Autos für die Marken Kia und Hyundai zum Einsatz kommen, um noch kostengünstigere Elektroautos herstellen zu können.

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