Küchen-Trend Airfryer: 5 spannende Heißluftfritteusen im Test

Airfryer boomen. Millionen Geräte wurden allein in den letzten Jahren verkauft, in vielen Küchen haben sie sich ihren festen Platz erobert. Sie sind schnell, vielseitig einsetzbar und gelten als gesündere Alternative zu herkömmlichen Fritteusen. Zudem ist die Auswahl aktuell so groß wie nie. Wir geben einen Überblick über den Airfryer-Trend und stellen 5 spannende Modelle genauer vor.

Heißluftfritteusen werden nicht ohne Grund so begeistert auf Insta und TikTok gefeiert. Ob knusprige Pommes, saftige Chickenwings oder schnell aufgebackene Brötchen – die Zubereitung vieler Gerichte geht super schnell und garantiert unkompliziert. Und als Bonus verbrauchen sie bei kleineren Portionen oft weniger Strom als ein herkömmlicher Backofen.



Airfryer im Trend: Warum die Heißluftfritteuse boomt

Backofen, Kaffeemaschine, Toaster und Mikrowelle gehören in vielen Haushalten längst zur Grundausstattung – so mittlerweile auch der Airfryer. Eine Erfolgsgeschichte, die sogar die von Thermomix und vergleichbaren Küchenhelfern (fast) überflügelt. So wurden laut dem Marktforscher NIQ allein 2025 in Deutschland 5,8 Millionen Airfryer verkauft. 2019 waren es noch 1,3 Millionen.

Technisch funktioniert ein Airfryer allerdings gar nicht wie eine Fritteuse, sondern wie ein kompakter Umluftofen. Statt Lebensmittel in heißem Fett zu brutzeln, arbeitet das Gerät mit sehr heißer, schnell zirkulierender Luft. Der Name hat sich trotzdem etabliert, weil darin vor allem die typischen Frittier-Klassiker wie Pommes, Nuggets oder Chickenwings zubereitet werden.

Pommes in einem Airfryer

Der Klassiker unter den Airfryer-Gerichten: Knusprige Pommes gehen immer.

TikTok und Instagram feuern den Airfryer-Trend an

Dabei ist die Heißluftfritteuse keineswegs neu. Geräte dieser Art gibt es schon seit den 2000er-Jahren. Ihren großen Durchbruch schafften sie aber erst deutlich später. Ein wichtiger Schub kam während der Corona-Pandemie: Viele Menschen kochten häufiger zu Hause, probierten neue Küchengeräte aus und suchten nach Lösungen, mit denen sich einfache Gerichte schnell und unkompliziert zubereiten lassen.

Zum Boom beigetragen hat außerdem die starke Präsenz auf Social Media. Auf TikTok, Instagram oder YouTube tauchen seit Jahren unzählige Airfryer-Videos auf – von knusprigen Kartoffeln und mit Käse überbackenem Brokkoli über selbstgemachte Chips bis hin zu One-Pot-Nudelgerichten. Dazu kommen ungewöhnliche Ideen wie z.B. Frühstückseier kochen, Spiegeleier braten und lustige Hacks wie z.B. alte Krapfen oder weiche Pizzastücke auffrischen.

Auch der Handel hat das boomende Geschäft rund um den Airfryer längst für sich entdeckt. So gibt es inzwischen nicht nur immer mehr Geräte, sondern auch ein wachsendes Sortiment an Zubehör: von passenden Backpapier-Einlagen über spezielle Einsätze bis hin zu Gewürzmischungen, die gezielt auf die Zubereitung im Airfryer ausgerichtet sind. Selbst Extra-Anleitungen, Kennzeichnungen wie „Airfryer-approved“ oder ähnliche Hinweise auf Verpackungen zeigen, wie stark sich das Gerät inzwischen als eigene Kategorie im Küchenalltag etabliert hat.

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Vor- und Nachteile von Airfryern

Wer kurz vor der Entscheidung steht, ob ein Airfryer zum eigenen Haushalt passt, wirft natürlich auch einen Blick auf die Vor- und Nachteile der Geräte. Was macht einen Airfryer zu einer lohnenswerten Anschaffung? Und was sind ggf. Nachteile gegenüber Konkurrenzprodukten wie der klassischen Fritteuse oder dem Backofen?

In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengestellt:

Vorteile
Nachteile
  • Gerichte können bis zu 80% weniger Fett enthalten und sind entsprechend gesünder
  • Schnelles Aufheizen bedeutet einen geringeren Stromverbrauch als im Backofen
  • Gerichte werden knusprig – ähnlich wie mit der Fritteuse
  • Vielseitigkeit: Frittieren, Backen, Grillen, Rösten, Aufwärmen in einem Gerät
  • Oft spülmaschinenfeste Teile
  • Geringere Geruchsentwicklung als bei der klassischen Fritteuse
  • Geringere Kapazität als im Backofen, deswegen für Familien zum Teil zu klein
  • Zusätzliches Küchengerät, das Platz auf der Arbeitsplatte benötigt
  • Abhängig vom gewählten Gerät zum Teil hohe Anschaffungskosten

 

 

 

Welche Airfryer-Typen gibt es?

Airfryer sind heute in sehr vielen Varianten erhältlich. Es gibt einfache Einstiegsmodelle bereits für unter 100 Euro. Daneben sind auch größere (und entsprechend teurere) Geräte mit zwei Garkammern, Automatikprogrammen oder Zusatzfunktionen wie Grillen, Backen und Warmhalten erhältlich. Bei den Maßen hat sich weitgehend ein klarer Standard etabliert: Viele kleinere Modelle sind etwa 35 Zentimeter breit und hoch und passen damit noch gut auf die Küchenarbeitsplatte.

  • Klassischer Airfryer: Der Standard mit einem Korb oder einer Schublade reicht für 5 bis 7 Liter. Diese Geräte sind meist kompakt, schnell aufgeheizt und gut geeignet für Pommes, Gemüse, Brötchen oder kleinere Portionen Fleisch.
  • Dual-Basket-Airfryer: Diese Modelle haben zwei getrennte Garkammern. Das ist praktisch, wenn Hauptgericht und Beilage parallel zubereitet werden sollen oder unterschiedliche Garzeiten zusammenpassen müssen.
  • XXL-Airfryer: Diese Geräte bieten meist 8 bis 11 Liter Fassungsvermögen und eignen sich für Familien, größere Portionen oder komplette Mahlzeiten in einem Durchgang.
  • Airfryer-Backofen-Kombis: Diese Geräte funktionieren eher wie kleine Umluftöfen mit Einschüben, Rosten oder Drehkorb. Sie sind vielseitig, brauchen aber mehr Platz auf der Arbeitsfläche.
Moderner, schwarzer Dual-Basket-Airfryer

Dual-Basket-Airfryer haben zwei getrennte Garkammern, damit Hauptgericht und Beilage parallel zubereitet werden können.

Airfryer im Test: 5 spannende Modelle im Überblick

Wer nach dem passenden Airfryer sucht, landet schnell bei denselben Namen: Philips, Ninja, Cosori und Tefal gehören aktuell zu den bekanntesten Marken im Markt. Aber: Nicht jede*r braucht automatisch das teuerste oder größte Gerät. Wer vor allem für ein bis zwei Personen kocht, ist mit einem kompakten oder mittelgroßen Einzelkorb-Modell oft schon gut bedient. Für Familien oder für komplette Mahlzeiten in einem Durchgang werden dagegen größere Geräte und Modelle mit zwei Garräumen deutlich interessanter.

Cosori CP158-AF

Cosori ist eine der Marken, die den Airfryer-Boom über ihre Online-Kanäle stark (mit-)geprägt hat. Das Modell CP158-AF ist dafür ein gutes Beispiel: ein klassischer Einzelkorb-Airfryer, der im Alltag vor allem mit seiner digitalen Bedienung und seiner klaren Ausrichtung auf unkompliziertes Kochen punktet. Gerade darin dürfte für viele der Reiz liegen. Das Modell lässt sich ohne viel Einarbeitung nutzen und passt gut zu dem, was im Alltag tatsächlich im Airfryer landet – von der halben Tüte Pommes über Hähnchenteile bis hin zu Aufback-Brötchen.

Preis: ab 159 Euro.

Philips HD9880/90 Airfryer Combi XXL

Der Philips HD9880/90 Airfryer Combi XXL wurde für größere Haushalte entwickelt. Beziehungsweise für alle, die im Airfryer regelmäßig mehr als nur Beilagen zubereiten möchten. Mit 8,3 Litern Fassungsvermögen gehört das Modell in die XXL-Klasse und bietet genug Platz für größere Mengen – etwa Pommes oder Kartoffel-Wedges für vier Personen oder ein ganzes Hähnchen. Der Airfryer arbeitet mit Rapid CombiAir-Technologie, bei der sich je nach Gericht ein hoher, niedriger oder dynamischer Luftstrom auswählen lässt. Und dank Connected-Funktion lässt sich der Airfryer mit der HomeID-App verbinden, über die Rezepte aufs Smartphone kommen, Lieblingsgerichte gespeichert werden und die Zubereitung auch per App begleitet werden kann.

Preis: ab 335 Euro.

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Ninja AF180EU

Der Ninja AF180EU richtet sich an alle, denen ein kleiner Standard-Airfryer schnell zu wenig bietet. Mit 6,2 Litern Kapazität verfügt er über ähnlich viel Platz wie das Philips-Modell, setzt aber stärker auf Vielseitigkeit: Laut Hersteller sind sechs Funktionen an Bord, darunter Max Crisp, Air Fry, Roast, Bake, Reheat und Dehydrate. Dadurch kann man nicht nur knusprige Snacks zubereiten, sondern den Airfryer auch problemlos zum Aufwärmen, Backen oder Trocknen einsetzen. Für größere Portionen, Ofengemüse oder ein schnelles Abendessen für mehrere Personen ist das Modell ebenfalls gut aufgestellt.

Preis: ab 110 Euro.

Tefal EY905D

Der Tefal EY905D gehört zu den Dual-Basket-Modelle, die derzeit immer beliebter werden. Statt nur eines Korbs gibt es hier zwei getrennte Schubladen, was vor allem für Familien und alle praktisch ist, die mehrere Komponenten eines Essens parallel zubereiten möchten – etwa Gemüse und Kartoffeln oder Fisch und Beilage. Dazu kommen voreingestellte Programme sowie Funktionen zum synchronen Garen, sodass beide Fächer trotz unterschiedlicher Garzeiten möglichst gleichzeitig fertig werden.

Preis: ab 129 Euro.

Russell Hobbs Satisfry Air 26510-56

Die Russell Hobbs Satisfry Air 26510-56 ist das Modell für alle, die nicht unbedingt ein Prestige-Gerät brauchen, sondern vor allem eine vernünftige Ausstattung zum fairen Preis suchen. Der Airfryer verfügt über 5 Liter Garraumvolumen, also genug Platz für typische Gerichte für 2-3 Personen. Die manuelle Steuerung wird durch sieben Automatikprogramme (z.B. auch für Steaks und Schweinekoteletts) ergänzt.

Preis: ab 65 Euro.

Die vorgestellten Airfryer-Modelle im Überblick

Modell
Körbe
Volumen
Besonderheiten
Preis
Cosori CP158-AF
1
5,5 Liter
Digitales Touch-Display, zusätzlich Vorheizen und Warmhalten, gut für typische Airfryer-Gerichte im Alltag, 11 Automatikprogramme
ab 159 Euro
Ninja AF180EU
1
6,2 Liter
Funktionen: Heißluft-Frittieren, Max Crisp, Backen, Braten, Dörren, Aufwärmen, 6 Automatikprogramme
ab 110 Euro
Philips HD9880/90 Airfryer Combi XXL
1
8,3 Liter
Rapid CombiAir, verschiedene Luftstromoptionen, HomeID-App, Lebensmittelthermometer, 22 Automatikprogramme
ab 335 Euro
Tefal EY905D
2
8,3 Liter
Dual-Basket-Modell mit zwei Garräumen, synchrones Garen, Grillfunktion, 8 Automatikprogramme
ab 129 Euro
Russell Hobbs Satisfry Air 26510-56
1
5,0 Liter
Programme für Pommes, Fisch, Garnelen, Hähnchen, Steak, Schweinekotelett und Backen, 7 Automatikprogramme
ab 65 Euro

Stromverbrauch: Spart ein Airfryer wirklich Energie?

Ein Airfryer gilt nicht ohne Grund als vergleichsweise sparsam. Statt einen großen Backofen aufzuheizen, erhitzt das Gerät nur einen kleineren Innenraum. Dazu kommt, dass viele Airfryer generell schneller auf Temperatur kommen und kürzere Garzeiten bieten. Genau das senkt oft den Stromverbrauch. Hersteller wie Philips und Ninja werben deshalb mit Einsparungen von bis zu 70 Prozent gegenüber dem Backofen – solche Werte sollte man allerdings immer als Herstellerangaben verstehen, denn sie hängen stark vom jeweiligen Gericht und der Portionsgröße ab.

Auch unabhängige Tests zeigen, dass die Grundrichtung stimmt. Stiftung Warentest schreibt, dass Heißluftfritteusen Tiefkühlpommes im Schnitt flotter und sparsamer als ein Backofen zubereiten. Aber der Vergleich weist auch auf deutliche Unterschiede zwischen den Geräten selbst hin: Modelle mit einem klassischen Korb sind in der Regel kompakter und damit effizienter als große Ofen-Kombis mit viel Innenraum.

Wenn Sie genauer wissen möchten, wann ein Airfryer gegenüber dem Backofen tatsächlich im Vorteil ist, finden Sie in unserem Beitrag zu Küchenhelfern einen direkten Vergleich der beiden Geräte.

Zubereitung von Muffins in einem Airfryer

Wer nur mal eben ein paar Brötchen oder kleine Kuchenstücke fertigbacken will, tut dies im Airfryer häufig energiesparender als im Backofen.

Fazit: Airfryer – sinnvoll oder nicht?

Mit Heißluftfritteusen zu kochen, macht vielen schlicht deshalb so viel Spaß, weil die Geräte den Alltag einfacher machen. Airfryer lassen sich schnell aufheizen, sind unkompliziert zu bedienen und bringen oft schon nach kurzer Zeit etwas Knuspriges auf den Teller. Dazu kommt: Für viele Gerichte braucht es deutlich weniger Fett als bei der klassischen Fritteuse, ohne dass man auf Geschmack oder Biss verzichten muss.

Nicht zuletzt passen Heißluftfritteusen auch perfekt zu unserem Alltag, in dem es oft schnell gehen muss, das Essen aber trotzdem frisch, vielseitig und möglichst easy sein soll. In vielen Küchen steht der Airfryer eben nicht nach kurzer Euphorie beim Brotback-Automaten oder Smoothie-Maker im Keller, wie Kritiker*innen gern lästern. Sondern kommt häufig, mitunter sogar täglich zum Einsatz.

Kein Wunder auch, dass die Anzahl der Rezepte mittlerweile fast unüberschaubar geworden ist. Leckere Rezept-Ideen findet man beispielsweise bei:

EnBW EnergieLeben

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