Sauna für zuhause: Tipps für den Kauf und Betrieb

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür – die perfekte Zeit für einen Besuch in einer Therme oder einem Wellness-Tempel. Wer bei der wohligen Entspannung keine Lust auf Gesellschaft hat, kann sich eine Sauna für zuhause anschaffen. Allerdings erfordert eine eigene Sauna nicht nur ausreichend Platz, sondern sie verbraucht bei regelmäßiger Nutzung meist auch viel Strom.

Wie hoch der Verbrauch einer Sauna für zu Hause genau ist und welche stromsparenden Alternativen es gibt, zeigen wir dir hier.


Das erwartet dich hier

Sauna kaufen: Das solltest du wissen

Die klassische finnische Sauna für zuhause erwärmt sich auf etwa 80 bis 90 Grad, wobei die Hitze sehr trocken ist – die Luftfeuchtigkeit beträgt nur 10 bis 20 Prozent. Die schweißtreibenden Saunagänge wechseln sich mit kurzen kalten Bädern ab – zu Hause kann das auch eine kalte Dusche sein. Durch den Wechsel zwischen Hitze und Kälte werden unter anderem die Abwehrkräfte gegen Infekte gestärkt.

Sauna im Badezimmer

Eine Sauna verwandelt dein Bad in eine Wellnessoase.

Wenn du eine Sauna kaufen möchtest, gilt es einige Dinge zu bedenken:

  1. Der richtige Platz: Eine klassische Sauna braucht relativ viel Platz. Modelle wie die Minisauna von S1, die im eingefahrenen Zustand kaum mehr Platz einnimmt als ein Kleiderschrank und mit wenig Aufwand auf 160 Zentimeter Tiefe ausgefahren werden kann, sind eher die Ausnahme. Für einen 4-Personen-Haushalt wird eine Grundfläche von etwa 2 mal 2 Metern empfohlen. Mögliche Aufstellungsorte sind Bad, Keller, Dachboden oder ein Häuschen im Garten. Da beim Betrieb der Sauna Schwitzwasser entsteht, sollte der Raum, in dem die Sauna steht, gut belüftet werden können.
  2. Ofen und Anschluss: Je größer die Sauna für zuhause ist, desto leistungsstärker muss der Ofen sein. Bei kleinen Modellen für ein bis zwei Personen reichen eine Leistung von 3,6 kW und eine normale 230-Volt-Steckdose aus. Für größere Kabinen brauchst du einen Ofen mit mindestens 4,5 Watt Leistung und dementsprechend einen Starkstromanschluss.
    Achtung: Ein Starkstromanschluss darf nur von einem Fachmann verlegt werden und auch den Anschluss deiner Sauna überlässt du in diesem Fall besser den Profis.
  3. Materialien: Geeignete Holzarten für eine Sauna sind Zirbelkiefer, Fichte, Rotzeder und Hemlocktanne, da sie nicht harzen und gut isolieren. Möchtest du eine Sauna kaufen, dann achte am besten auf das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council): Es zeigt, dass das Holz aus streng kontrollierter Produktion kommt.
  4. Steuerung: Moderne Saunen lassen sich mittlerweile über Smart-Home-Apps bedienen und in Smart-Home-Lösungen integrieren. So kannst du beispielsweise die Sauna schon von unterwegs anheizen. Über die App und meist auch über ein Bedienpanel direkt an der Sauna kannst du Aufgüsse programmieren, einen Timer stellen und die Beleuchtung steuern. Achte bei der technischen Ausstattung der Sauna auf das VDE-Prüfsiegel . Einfache Modelle gibt es ab etwa 1.500 Euro.
Klassischer finnischer Saunaofen

Die Leistung des Saunaofens entscheidet darüber, wie hoch der Stromverbrauch ist und wie schnell die Sauna heiß wird.

Stromverbrauch einer Sauna für zuhause berechnen

Bevor du die herrliche Wärme deiner Heimsauna genießen kannst, braucht die Kabine meist 20 bis 30 Minuten, um die Betriebstemperatur zu erreichen. Eine Sauna hat aus diesem Grund einen verhältnismäßig hohen Stromverbrauch. Wie hoch der Stromverbrauch deiner Sauna ist, kannst du einfach selbst berechnen:

Multipliziere die Leistung des Ofens mit der Zeit, die die Sauna in Betrieb ist. Diesen Wert multiplizierst du anschließend mit dem Strompreis in Kilowattstunden. Mit diesem Preis kannst du weiterrechnen, um herauszufinden, wie viel dich der reine Betrieb der Sauna aufs Jahr gerechnet ungefähr kosten wird.

bulk
Zur Verdeutlichung ein Beispiel:

Eine finnische Sauna heizt 20 Minuten lang auf, anschließend nutzt du sie bei drei Saunagängen á 10 Minuten und zwei Ruhephasen á 20 Minuten für ca. 70 Minuten. Insgesamt würde die Sauna dann insgesamt 90 Minuten in Betrieb sein. Ein 7,5 kWh starker Ofen verbraucht in dieser Zeit 11,25 Kilowatt bei einem Strompreis von 29 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet: 11,25 x 29 Cent = 3,26 Euro. Angenommen, du nutzt die Sauna im Durchschnitt einmal pro Woche, dann würden deine Stromkosten monatlich um etwa 13,04 Euro steigen.

Alternativen zur klassischen Sauna

Auch wenn knapp 5 Euro mehr im Monat nicht nach viel klingt: Ein Luxus mit vergleichsweise hohem Stromverbrauch ist eine eigene Sauna für zuhause dennoch. Wenn du bewusst Geld und Strom sparen, aber nicht auf die wohlige Wärme einer Sauna verzichten möchtest, gibt es energiesparende Alternativen:

Infrarotkabine

Eine Infrarotkabine bzw. Infrarotsauna ist meist kompakter gebaut als eine finnische Holzsauna; die Infrarotstrahlung erhitzt nicht die Luft, sondern direkt die Haut. Dadurch entfällt die lange Anheizphase, außerdem verbrauchen Infrarotkabinen pro Stunde deutlich weniger Energie – bei den meisten Modellen sind es ca. 1,4 bis 2,3 Watt. Wenn wir analog zum obigen Beispiel eine 40-minütige Anwendung bei einem Strompreis von 18 Cent pro Kilowattstunde und einer Leistung von 2 Watt annehmen, betragen die Kosten für einen Infrarotsaunagang 24 Cent – auf den Monat gerechnet wäre das zusätzlich knapp ein Euro.

Infrarotsauna

Platz- und stromsparend: eine Infrarotsauna für die eigenen vier Wände.

Dampfbad

In einem Dampfbad ist zwar die Temperatur niedriger, da jedoch die Luftfeuchtigkeit deutlich höher ist als in einer klassischen Sauna, ist der Effekt ähnlich. Praktisch: Viele Modelle sind als Kombination aus Dusche und Dampfbad konstruiert, sodass dafür kein zusätzlicher Platz gebraucht wird. Allerdings verbraucht ein Dampfbad in etwa genauso viel Energie wie eine finnische Sauna. Da jedoch die Anheizzeit entfällt, ist der Stromverbrauch insgesamt geringer. Der reduzierte Stromverbrauch wird jedoch zum Teil dadurch wieder aufgewogen, dass du für ein Dampfbad einige Liter Wasser brauchst. Ein Dampfbad ist also nur bedingt eine gute Alternative zur Sauna für zuhause, wenn du mit Strom und Wasser sparsam und nachhaltig nutzen möchtest .

Nachhaltig unterwegs:

Jetzt mitmachen und E-Lastenrad gewinnen!

Finnische Sauna, Infrarotkabine oder Dampfbad: Für jeden Geschmack die passende Sauna

Du siehst also, dass dir bei der Sauna für zuhause ganz unterschiedliche Optionen zur Verfügung stehen. Ob du dich für eine klassische finnische Sauna, eine Infrarotkabine oder ein Dampfbad entscheidest, ist nicht zuletzt eine Frage deines Budgets und des Platzes, der dir zuhause zur Verfügung steht.

Neben den Anschaffungskosten spielen natürlich auch die Betriebskosten eine entscheidende Rolle: Während die finnische Sauna sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt mit den höchsten Kosten einhergeht, liegen Infrarotkabine und Dampfsauna auf einem ähnlichen Niveau. Hier spielt bei der Entscheidung auch die Frage eine Rolle, ob du lieber im Infrarotlicht oder im Dampf schwitzen möchtest. Beide Optionen eignen sich auf jeden Fall hervorragend für die kalte Jahreszeit.

Aktionsangebot zur Green Power Week - nur bis 4.12.

Wechsle kinderleicht zu einem unserer neuen Ökostrom-Tarife und wir belohnen dich mit 50 € Sofortbonus on top.

Zurück zur Übersicht