Ein Wasserkocher gehört in vielen Haushalten ganz selbstverständlich zur Küchenausstattung. Einschalten, warten, fertig – viel mehr Aufmerksamkeit bekommt das Gerät im Alltag oft nicht. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Denn manche Modelle erhitzen Wasser besonders schnell, andere machen den Alltag mit praktischen Extras wie Temperaturauswahl oder Warmhaltefunktion ein Stück bequemer. Damit Sie beim Kauf das passende Modell finden, zeigen wir Ihnen, welche Wasserkocher im Test überzeugt haben – und welches Modell zu welchem Zweck passt.
Platz 1: KitchenAid Artisan 5KEK1522EPP – unser Testsieger
Wer beim Wasserkocher Wert auf Design, Komfort und Verarbeitung legt, wird bei der KitchenAid Artisan 5KEK1522EPP fündig. Schon auf den ersten Blick macht das Modell auf der Küchenzeile einiges her: Der Innenraum besteht aus Edelstahl, während das hochwertige Edelstahlgehäuse außen je nach Farbvariante für einen echten Hingucker werden kann.
Praktisch ist vor allem die Temperaturauswahl, die sich zwischen 50 und 100 Grad einfach einstellen lässt. Das ist ideal für Babynahrung oder empfindliche Teesorten, die genaue Temperaturen erfordern. Das Fassungsvermögen liegt bei 1,5 Litern, und das Wasser kocht innerhalb von drei Minuten auf.
Auch bei der Bedienung kann die KitchenAid im Test überzeugen: Der Griff liegt sicher in der Hand, der Sockel steht rutschfest und beim Ausgießen zeigt sich der Wasserkocher besonders präzise. Angenehm ist außerdem, dass das Gerät vergleichsweise leise arbeitet.
Ganz ohne Schwächen kommt der Testsieger aber nicht aus: Mit rund 1,3 Kilogramm ohne Wasser ist die Kanne spürbar schwer. Auch die Reinigung fällt nicht ganz so leicht, weil der Innenraum nur mäßig zugänglich ist. Hinzu kommt der hohe Preis. Wer bereit ist, für Ausstattung, Verarbeitung und Design mehr auszugeben, bekommt mit der KitchenAid Artisan jedoch einen starken Wasserkocher für jeden Tag.
Platz 2: Aarke Kettle – Premium-Modell
Der Aarke Kettle ist ein Wasserkocher für alle, die ein besonders hochwertiges Modell suchen und bereit sind, dafür einen höheren Preis zu zahlen. Schon das Edelstahlgehäuse wirkt hochwertig und macht das Gerät zu einem Blickfang in der Küche. Im Alltag punktet der Aarke mit starken Werten: Auch hier kocht ein Liter Wasser in gut drei Minuten, dabei arbeitet das Gerät angenehm leise und geht sparsam mit Energie um.
Ein weiterer Pluspunkt ist die doppelwandige Bauweise: Sie sorgt dafür, dass das Wasser nach dem Aufkochen lange warm bleibt. Auch nach 30 Minuten hat das Wasser noch mehr als 80 Grad.
Auch beim Ausgießen überzeugt der Aarke Kettle: Das Wasser lässt sich sehr genau dosieren, sowohl langsam als auch zügig. Praktische Helfer sind außerdem die Temperatureinstellung, die Temperaturanzeige und der Kalkfilter.
Aber auch dieser Premium-Wasserkocher hat seine Schwächen: Mit knapp 1,3 Kilogramm ist die Kanne recht schwer. Zudem sind Fingerabdrücke auf der Edelstahloberfläche schnell sichtbar und genaue Mengenangaben am Wasserstand fehlen. Der größte Nachteil bleibt allerdings der Preis. Wer ein elegantes, leises und sparsames Modell mit sehr guter Verarbeitung sucht, findet im Aarke Kettle dennoch einen überzeugenden Kandidaten.
Platz 3: Haier HKE5A – gute Ausstattung
Der Haier HKE5A ist ein Wasserkocher für alle, die viel Ausstattung und eine einfache Handhabung möchten. Mit 1,7 Litern Fassungsvermögen bietet er genug Volumen für mehrere Tassen Tee oder löslichen Kaffee. Besonders praktisch ist die große Öffnung: Sie erleichtert nicht nur das Befüllen, sondern auch die Reinigung. Der komplett abnehmbare Deckel und die gut sichtbare, fein unterteilte Füllstandsskala sind weitere Pluspunkte. Optisch macht der Wasserkocher mit seinem schwarzen Edelstahlgehäuse zudem einen hochwertigen Eindruck.
Im Alltag zeigt sich der Haier angenehm vielseitig. Er bietet eine Temperatureinstellung, eine Temperaturanzeige, eine Warmhaltefunktion und einen Kalkfilter im Ausguss. Der rutschfeste Griff liegt sicher in der Hand, der Sockel steht stabil und der Ausguss funktioniert bei dem Modell sehr präzise. Gut ist außerdem der vergleichsweise niedrige Energiebedarf.
Für einen Liter Wasser benötigt er jedoch rund dreieinhalb Minuten und ist damit nicht das schnellste Gerät. Die relativ lauten Signaltöne können zudem auf Dauer störend wirken. Wer ein hochwertiges, gut ausgestattetes Modell sucht, das sich einfach reinigen lässt, bekommt hier trotzdem einen praktischen Allrounder.
Platz 4: WMF Lono Glas – schnell und leise
Schnell, leise und optisch ansprechend: Der WMF Lono Glas macht genau das, wofür er entwickelt wurde. Mit seinem transparenten Glasbehälter und den Edelstahl-Elementen wirkt er deutlich moderner als viele einfache Kunststoffgeräte. Das Fassungsvermögen von 1,7 Litern reicht bequem für mehrere Tassen Tee oder eine größere Menge heißes Wasser beim Kochen. Stark ist außerdem die Leistung: Im Test bringt der WMF einen Liter Wasser in knapp zweieinhalb Minuten zum Kochen und ist damit beeindruckend effizient.
Der Glas-Wasserkocher kann zudem mit seiner Handhabung überzeugen. Die Füllskala ist gut ablesbar, der Kalkfilter sitzt direkt im Ausguss und beim Ausgießen ist das Modell genau. Die Einhand–Deckelöffnung per Knopfdruck ist ebenfalls praktisch im Alltag.
Die Ausstattung fällt hingegen schlicht aus, denn Temperaturauswahl und Warmhaltefunktion sucht man vergebens. Auch die Reinigung des Wasserkochers ist schwierig, da der Innenraum nur schwer zugänglich ist. Wenn Sie vor allem einen schnellen, leisen und optisch ansprechenden Glas-Wasserkocher suchen, bekommen Sie mit dem WMF Lono Glas dennoch ein überzeugendes Modell für den alltäglichen Einsatz.
Platz 5: Tristar WK-3405 – unser Spartipp
Der Tristar WK-3405 ist ein Wasserkocher für alle, die ein schlichtes und günstiges Modell mit Glasgehäuse suchen. Mit 1,7 Litern Fassungsvermögen bietet er genug Volumen um beispielsweise ausreichend Nudelwasser zu erhitzen. Er eignet sich damit gut für den Alltag in der Küche, im Büro oder in der WG.
Die Leistung von 2.200 Watt sorgt dafür, dass das Wasser zügig erhitzt. Der transparente Glaskörper ist besonders praktisch: So haben Sie den Wasserstand jederzeit gut im Blick. Beim Einschalten leuchtet der Wasserkocher außerdem blau auf – das sieht nicht nur modern aus, sondern zeigt Ihnen auch direkt, dass das Gerät in Betrieb ist.
Auch bei der Handhabung bringt der Tristar einige sinnvolle Details mit: Die 360-Grad-Basis erleichtert das Aufsetzen aus jeder Richtung, das kabellose Design das Ausgießen. Für Sicherheit sorgen Überhitzungsschutz und Trockenkochschutz. Praktisch ist auch der integrierte Auslauffilter, der Kalkpartikel zurückhalten kann.
Auf Extras wie die Temperatureinstellung oder Warmhaltefunktion müssen Sie bei diesem Modell allerdings verzichten. Suchen Sie einen unkomplizierten Glas-Wasserkocher mit großem Fassungsvermögen und niedrigem Preis, ist der Tristar WK-3405 eine passende Wahl.
Alle Modelle im Überblick
In der Übersicht fassen wir die wichtigsten Fakten zu den fünf Wasserkochern im Test zusammen:
KitchenAid Artisan
5KEK1522EPP |
Aarke Kettle |
Haier HKE5A |
WMF Lono Glas |
Tristar WK-3405 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Leistung |
2.400 W |
1.900 W |
2.200 W |
3.000 W |
2.200 W |
Fassungsvermögen |
1,5 l |
1,2 l |
1,7 l |
1,7 l |
1,7 l |
Material |
Edelstahl |
Edelstahl |
Edelstahl |
Glas/Edelstahl |
Glas/Kunststoff |
Gewicht |
ca. 1,3 kg |
ca. 1,3 kg |
ca. 1,4 kg |
ca. 2 kg |
ca. 1 kg |
Temperaturauswahl |
Ja |
Ja |
Ja |
Nein |
Nein |
Preis |
249 € UVP |
250 € UVP |
ca. 95 € |
99 € UVP |
ca. 25 € |
Worauf sollten Sie beim Kauf eines Wasserkochers achten?
Ein Wasserkocher wirkt auf den ersten Blick wie ein simples Küchengerät. Doch je nach Modell gibt es deutliche Unterschiede bei Material, Geschwindigkeit, Stromverbrauch und Komfort in der Bedienung. Wer vor dem Kauf ein paar wichtige Details beachtet, findet schneller das passende Gerät. Denn ein guter Wasserkocher soll nicht nur funktionieren – er soll auch lange halten.
Welches Material ist beim Wasserkocher am besten?
Ob Edelstahl, Kunststoff oder Glas: Beim Material kommt es vor allem darauf an, was Ihnen im Alltag wichtig ist.
- Wasserkocher aus Edelstahl: Diese Modelle wirken meist besonders hochwertig und passen gut in moderne Küchen. Viele Modelle sind zudem gut isoliert. Bei günstigen Geräten lohnt sich aber ein genauer Blick, denn nicht jedes Edelstahlgehäuse bleibt außen kühl.
- Kunststoff-Wasserkocher: Diese sind häufig die preiswertere Wahl, müssen deshalb aber keineswegs billig aussehen. Gute Modelle sind doppelwandig aufgebaut und lassen sich auch nach dem Aufkochen sicher anfassen.
- Glas-Wasserkocher: Dank ihrer transparenten und eleganten Optik ist direkt sichtbar, wie viel Wasser eingefüllt ist. Dadurch brauchen sie allerdings etwas mehr Pflege, denn Kalkablagerungen sind an Glas schnell sichtbar. Wenn Sie lange Freude daran haben möchten, sollten Sie Ihren Wasserkocher regelmäßig entkalken.
Gut zu wissen: Wie lange ein Modell zuverlässig funktioniert, kann stark variieren und hängt von mehreren Faktoren ab – sowohl von der Qualität des Geräts als auch von der Nutzungshäufigkeit, der Wasserhärte und der regelmäßigen Pflege.
Wie viel Leistung und Fassungsvermögen sind sinnvoll?
Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf zwei Angaben: Fassungsvermögen und Leistung. Die Füllmenge entscheidet, wie viel Wasser Sie auf einmal erhitzen können. Die Leistung gibt einen Hinweis darauf, wie schnell das Gerät arbeitet.
Für die meisten Haushalte ist ein Wasserkocher mit 1,7 Litern Fassungsvermögen eine gute Wahl. Damit lassen sich mehrere Tassen Tee zubereiten oder auch Nudelwasser vorkochen.
Bei der Leistung sind Modelle mit etwa 2.000 bis 2.400 Watt gut aufgestellt. Sie bringen einen Liter Wasser in der Regel in rund drei Minuten zum Kochen. Besonders leistungsstarke Geräte schaffen das noch etwas schneller, verbrauchen in der kurzen Zeit aber auch entsprechend viel Strom.
Kleinere Geräte kommen mit weniger Leistung aus. Bei sehr großen Wasserkochern sollten Sie jedoch auf ausreichend Watt achten, damit das Erhitzen nicht zu lange dauert.
Welche Zusatzfunktionen gibt es für Wasserkocher?
Wer einfach nur schnell Wasser erhitzen möchte, ist mit einem klassischen Wasserkocher ohne Temperaturregelung oft gut beraten. Viele Modelle ähneln den Geräten, die wir seit Jahrzehnten kennen: unkompliziert, günstig und im Alltag zuverlässig.
Mehr Komfort bieten Wasserkocher mit Temperatureinstellung: Sie bestehen häufig aus Glas oder Edelstahl, kosten im Schnitt aber auch etwa doppelt so viel. Dafür lässt sich die Wassertemperatur teils gradgenau einstellen – praktisch zum Beispiel für grünen Tee, der kein kochendes Wasser verträgt.
Einige andere Geräte bringen außerdem eine Warmhaltefunktion mit. Von Vorteil ist das vor allem dann, wenn Sie nicht sofort nach dem Aufkochen einschenken möchten. Bevor Sie sich für einen neuen Wasserkocher entscheiden, überlegen Sie am besten, wie und wofür Sie ihn am häufigsten nutzen werden.
Fazit: Wasserkocher – energiesparend und leistungsstark
Es zeigt sich schnell: Welcher der beste Wasserkocher ist, hängt von den eigenen Prioritäten ab – etwa davon, ob Tempo, Design oder der Preis im Vordergrund steht. Das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks: Viele verzichten bewusst auf Kunststoff, weil sich Bestandteile aus Plastik im Wasser auflösen können. Doch Wasserkocher aus Edelstahl oder Glas werden deutlich heißer – also Vorsicht beim Gebrauch.
Wie schnell der Küchenhelfer das Wasser erhitzt, lässt sich an der Leistung ablesen. Modelle mit hoher Wattzahl können die gesamte Füllmenge oft in unter drei Minuten erhitzen.
Eine Energieeffizienzklasse wird bei Wasserkochern aktuell nicht ausgewiesen. Der Stromverbrauch hängt vor allem davon ab, wie viel Wasser Sie tatsächlich erhitzen. Wasserkocher mit Warmhaltefunktion benötigen meist mehr Strom, da sie die Temperatur über einen längeren Zeitraum halten.
Unser Energiespartipp für alle, die keinen Induktions- oder Gasherd haben: Bringen Sie das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und füllen Sie es erst dann in den Topf. Das geht nicht nur schneller, sondern reduziert auch Ihren Stromverbrauch.
Weitere clevere Tipps finden Sie übrigens in unserem Bereich zum Thema Energiesparen.
