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Heizkraftwerk Heilbronn

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Das Heizkraftwerk Heilbronn liegt in einem Industrie- und Gewerbegebiet am Rande der Stadt Heilbronn unmittelbar am Neckar und ist eines der größten Steinkohlekraftwerke der EnBW. Von den ursprünglich sieben steinkohlebetriebenen Blöcken am Standort sind noch drei in Betrieb, die im Kraft-Wärme-Kopplungsmodus Strom und Fernwärme produzieren. Während sich die beiden älteren Blöcke 5 und 6 in der Netzreserve befinden und die Netzstabilität sichern, wurde Block 7 im Jahr 2009 umfangreich modernisiert. Zu Regelungszwecken wurde im Jahr 2017 eine Kraftwerksbatterie mit 5 Megawattstunden Kapazität in Betrieb genommen. Die EnBW will bis 2028 aus der Kohleverstromung aussteigen, sofern die Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Deswegen wird der Standort für den künftigen Einsatz von Wasserstoff umgerüstet („Fuel Switch“): Eine neue Gas- und Dampfturbinenanlage wird bald mit Erdgas, später mit Wasserstoff betrieben und kann dann CO₂-neutral Strom und Fernwärme erzeugen.

1923

Gründungsjahr

4 Anlagen

3 Steinkohleblöcke, 1 Kraftwerksbatterie

1028 Megawatt

elektrische Bruttoleistung

390 Megawatt

auskoppelbare Fernwärmeleistung

Fuel Switch

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Projektvorstellung

Die EnBW plant, bis 2040 Netto-Null-Emissionen im Unternehmen zu erreichen und setzt mit dem schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien die Dekarbonisierung ihres Erzeugungsportfolios konsequent fort. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen zudem alle Kohlekraftwerke in Deutschland bis spätestens 2038 abgeschaltet werden, so auch in Heilbronn. Die regionale Versorgungssicherheit mit Strom und Fernwärme hat jedoch oberste Priorität, weshalb die EnBW am Standort eine regelbare, wasserstofffähige Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) baut:

  • Die neue, gasbefeuerte Anlage hat eine elektrische Leistung von 675 Megawatt (MW) und eine thermische Leistung von rund 190 MW.
  • Zusätzlich werden eine Heißwasserkesselanlage mit einer thermischen Leistung von rund 160 MW und ein Wärmespeicher mit 600 MWh die Fernwärmeversorgung von Heilbronn sichern.
  • Durch diesen „Fuel Switch“, also die Umstellung auf Erdgas, werden mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Kohleverstromung eingespart.

Sobald genug Wasserstoff verfügbar ist und die Versorgungsinfrastruktur auf diesen umgestellt wurde, kann das Kraftwerk CO₂-neutral Strom und Fernwärme produzieren. Denn die Erdgasleitung zur Versorgung der GuD ist wie die Anlage selbst bereits für Wasserstoff geeignet. Die Umstellung auf Wasserstoff kann später also ohne größere Hürden erfolgen. Mehr zum Fuel Switch erfahren Sie hier.

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Der Standort Heilbronn mit einer 3-D-Montage der geplanten Anlage.
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Die Funktionsweise der Gas- und Dampfturbinenanlage inkl. Fernwärmeauskopplung als Animation.
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Technik

Eine Gas-und-Dampfturbinenanlage (GuD) kombiniert die Prinzipien eines Gasturbinen- und die eines Dampfkraftwerks:

  • Eine mit Gas befeuerte Turbine erzeugt über einen Generator elektrischen Strom. Die sehr heißen Abgase aus der Gasturbine werden dann durch einen Abhitzekessel geleitet.
  • Der entstehende Wasserdampf wird für den Betrieb einer weiteren Turbine genutzt. Diese Dampfturbine treibt ebenfalls einen Generator zur Stromproduktion an.
  • Durch die Kombination beider Prinzipien wird die Energie aus der Gasverbrennung doppelt genutzt, was den Wirkungsgrad auf bis zu 60 Prozent erhöht.

Die bei der Stromerzeugung entstehende Fernwärme wird in das Fernwärmenetz in Heilbronn eingespeist, das zurzeit grundlegend erneuert und von einem Dampfnetz zu einem Heizwassernetz umgebaut wird. Das neue Heizwassernetz wird die Netzverluste minimieren, Brennstoff einsparen und die Effizienz steigern. Mehr zur Netzmodernisierung erfahren Sie hier.

Umsetzung

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Projektphasen

Hier informieren wir Sie über wichtige Ereignisse und Meilensteine zu Planung und Bau einer Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) am Kraftwerksstandort Heilbronn. Sie finden an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Zeitplan des Planungs- und Genehmigungsprozesses sowie zu den Baufortschritten.

vsl. Q3/Q4 2027
Kommerzielle Inbetriebnahme
2026/2027
Inbetriebsetzungsphase
2025/2026
Hauptbauaktivitäten
März 2024
Start des Anlagenbaus
Dezember 2024
Start der Anlieferung der Großkomponenten
Juli 2024
Erhalt der 1. Teilgenehmigung
Juni 2024
Beginn der Rohbauarbeiten
23. Februar 2024
Offizieller Spatenstich
22. Januar 2024
Erörterungstermin des Regierungspräsidiums Stuttgart
24. November 2023
Zulassung des vorzeitigen Beginns
Juni 2023
Einreichung des Genehmigungsantrags
2022/2023
Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung, Vorstellung im Gemeinderat, Gutachtenerstellung

Bautagebuch

Fragen und Antworten

Aktuelles, Termine & Kontakt
Termine

Aktuell sind keine Termine geplant.

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