Der durchschnittliche Warmwasserverbrauch liegt bei 40 Litern pro Tag und Person: zum Kochen, Putzen und Duschen. Bei solchen Zahlen kann es sich lohnen, den Stromverbrauch Ihres Durchlauferhitzers genauer im Blick zu haben – zumal es Wege gibt, die Kosten deutlich zu senken.
Doch ein Durchlauferhitzer ist nicht in jedem Fall die beste Lösung – je nach Situation kann ein Boiler die sinnvollere Alternative sein. Durchlauferhitzer sind zwar energieeffizienter, dafür erreichen Boiler meist höhere Temperaturen und stellen Warmwasser sofort zur Verfügung. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vor allem von den baulichen Gegebenheiten und dem individuellen Nutzungsverhalten ab.
Wir erklären in diesem Artikel, wie beide Technologien funktionieren, welche Kosten damit verbunden sind – und wie Sie bei Durchlauferhitzern gezielt Strom sparen.
Was ist ein Durchlauferhitzer und wie funktioniert er?
Ein Durchlauferhitzer ist ein fest installiertes Gerät zur Warmwasserbereitung. Fließt das Wasser durch das Gerät, wird es auf die eingestellte Temperatur erwärmt – genau dann, wenn Sie es brauchen.
Beim Öffnen des Wasserhahns strömt kaltes Wasser in den Durchlauferhitzer. Je nach Modell wird das Wasser dann durch Heizstäbe oder einen Heizblock aufgewärmt und anschließend zum Wasserhahn geleitet.
Durchlauferhitzer – So arbeitet er im Detail:
Durchströmendes Wasser wird über eine Heizwendel (Strom) oder per Brenner (Gas) erwärmt.
Durchlauferhitzer mit kleineren Leistungsstufen können häufig an eine Haushaltssteckdose mit 230 Volt angeschlossen werden. Mit einer Leistung von 2 bis 3,5 Kilowatt (kW) erreichen sie zwar nur lauwarme Temperaturen von 35 °C, fürs Händewaschen im Gäste-WC reicht es aber in der Regel. Aufgrund ihrer Bauart ist bei vielen kleineren Geräten die Durchflussmenge auch sehr begrenzt. Außerdem benötigen diese Geräte etwas Zeit, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Größere Geräte mit mehr Leistung (ca. 10 kW bis 21 kW) können Temperaturen von 45 bis 60 °C erreichen, so dass zum Beispiel auch Badewasser erwärmt werden kann. Für Dusche oder Badewanne sind Geräte mit rund 21 kW empfehlenswert. Bei diesen Leistungen müssen sie jedoch direkt ans Stromnetz (400 V) angeschlossen werden. Dabei unterscheidet man zwei Arten:
- Bei Geräten mit hydraulischer Regelung reicht die Menge an Wasser für gewöhnlich nur zur Versorgung einer Zapfstelle aus. Wird ein zweiter Wasserhahn geöffnet, sinkt der Druck und anstelle warmen Duschwassers kommt ein Schwall kaltes Wasser.
- Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer liefern zuverlässig warmes Wasser, ohne böse Überraschungen. Sie sind zwar etwas teurer, arbeiten aber effizienter und sparen im Vergleich zu hydraulischen Geräten rund 30 Prozent Strom ein.

Durchlauferhitzer mit höherer Leistung können mit Strom oder (wie abgebildet) mit Gas betrieben werden.
Durchlauferhitzer mit Gas, Strom oder Solar?
Welche Art von Durchlauferhitzer sich eignet, hängt unter anderem von den örtlichen Gegebenheiten, den vorhandenen Anschlüssen und dem individuellen Warmwasserbedarf ab.
Durchlauferhitzer sind in verschiedenen Varianten erhältlich:
- Elektrische Durchlauferhitzer regeln über Sensoren die Durchflussmenge und die Zulauftemperatur. Ein dritter Sensor kann – je nach Modell – die Ausflusstemperatur des Wassers kontrollieren und ggf. anpassen.
- Vollelektrische Durchlauferhitzer haben zusätzlich ein Motorventil. So kann das Gerät die Wassermenge regulieren und für eine konstantere Wassertemperatur sorgen.
- Hydraulische Durchlauferhitzer gelten dagegen als veraltet, da zur Aktivierung der mechanischen Steuerung eine bestimmte Mindestwassermenge erforderlich ist.
- Gas-Durchlauferhitzer nutzen zur Warmwasserbereitung eine Gasflamme. Diese brennt bei den meisten Geräten aber nur solange der Wasserhahn geöffnet ist. In wenigen Modellen brennt die Gasflamme konstant.
- Solar-Durchlauferhitzer nutzen das über Solarthermie vorgewärmte Wasser und erhitzen es weiter bis auf die Wunschtemperatur. Durch diese Kombination kann man den Stromverbrauch senken. Allerdings ist nicht jedes Gerät kompatibel mit Solarthermie.
Was ist ein Boiler und wie funktioniert er?
Boiler bzw. Warmwasserspeicher sind eine Alternative zu Durchlauferhitzern. Sie erwärmen das Wasser per Heizpatrone (Strom) und speichern es in einem gedämmten Behälter. Das Warmwasser steht nach Aufheizen des Wasserinhalts bei Bedarf sofort zur Verfügung.
Boiler und Warmwasserspeicher erreichen Temperaturen von bis zu 85 °C. Temperaturen über 60 °C sind wichtig, um der Bildung von Legionellen im stehenden Wasser vorzubeugen.
Größen und Einsatzorte
Untertischboiler werden an eine Steckdose angeschlossen und finden bequem unter dem Waschbecken oder Spülbecken Platz. Größere Warmwasserspeicher sind häufig direkt mit dem Hausstromnetz verbunden. Sie befinden sich meist im Badezimmer oder im Hausanschlussraum und versorgen mehrere Zapfstellen auf einmal mit Warmwasser.

Die Temperatur von Boilern sollte mindestens 60 Grad Celsius betragen, so haben Legionellen keine Chance.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile von Durchlauferhitzern
- Unbegrenztes Warmwasser: Im Gegensatz zu Boiler und Warmwasserspeicher gibt es keinen erschöpfbaren Warmwasservorrat. Denn Wasser wird passend nach Bedarf erwärmt, wodurch es auch keinen Energieverlust durch das Warmhalten gibt.
- Kurze Wege: Je kürzer der Weg vom Durchlauferhitzer zum Wasserhahn ist, desto weniger Wärme geht unterwegs verloren. Deshalb sind die Geräte immer möglichst nah verbaut. Außerdem wird so nur eine geringe Durchflussmenge benötigt, bis das Wasser die gewünschte Temperatur hat.
- Keine Legionellen: Da Durchlauferhitzer kein lauwarmes Wasser speichern, haben Legionellen keine Chance, sich anzusiedeln.
- Kompaktes Design: Durchlauferhitzer sind recht kompakt gebaut, verbrauchen nur wenig Platz und lassen sich deshalb an vielen Stellen installieren. Besonders Mini-Durchlauferhitzer lassen sich gut „verstecken“.
Nachteile von Durchlauferhitzern
- Anschlussprobleme: Bereits bei der Stromnetzplanung muss man bedenken, dass es genügend Strom- oder Gasanschlüsse an den richtigen Stellen gibt. Die Installation müssen außerdem Fachbetriebe übernehmen.
- Verfügbarkeit: Je nach Gerät kann es etwas dauern, bis warmes Wasser an der Zapfstelle ankommt – insbesondere bei hydraulischen Modellen.
- Begrenzte Leistung: Versorgt ein Durchlauferhitzer mehrere Entnahmestellen, kann die Wassermenge bei gleichzeitiger Benutzung je nach Modell begrenzt sein: zum Beispiel, wenn gleichzeitig geduscht und Hände gewaschen wird. Unter Umständen bietet sich dann jeweils ein eigenes Gerät an. Bei elektronisch geregelten Geräten tritt dieses Problem in der Regel nicht auf.
Vorteile von Boilern
- Sofortige Warmwasserverfügbarkeit: Da das Wasser bereits im Speicher vorgeheizt wird, steht es direkt beim Öffnen des Wasserhahns zur Verfügung. Eine Wartezeit wie bei manchen Durchlauferhitzern entfällt somit.
- Höhere Temperaturen: Boiler können Wasser auf Temperaturen von bis zu 85 °C erhitzen. Dadurch eignen sie sich besonders für Anwendungen, bei denen sehr heißes Wasser benötigt wird.
- Mehrere Zapfstellen gleichzeitig: Ein ausreichend dimensionierter Boiler kann problemlos mehrere Entnahmestellen parallel versorgen – etwa Bad und Küche oder sogar mehrere Badezimmer gleichzeitig.
- Konstante Temperatur: Das erwärmte Wasser wird im Speicher auf Temperatur gehalten. Dadurch bleibt die Wassertemperatur konstant, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen bei der Entnahme.
Nachteile von Boilern
- Wärmeverluste durch Speicherung: Auch gut gedämmte Speicher verlieren kontinuierlich Wärme an die Umgebung. Dadurch entsteht ein gewisser Energieverlust, selbst wenn gerade kein Warmwasser benötigt wird.
- Höhere Anschaffungskosten: Im Vergleich zu Durchlauferhitzern sind Boiler in der Anschaffung häufig teurer, insbesondere bei größeren Speichervolumen.
- Legionellengefahr: Wird das Wasser dauerhaft unter 60 °C erhitzt, können sich Legionellen bilden. Deshalb sind regelmäßige Temperaturerhöhungen oder entsprechende Hygienekonzepte erforderlich.
- Platzbedarf: Boiler – vor allem Modelle mit größerem Speichervolumen – benötigen deutlich mehr Platz als kompakte Durchlauferhitzer und schränken die Installationsmöglichkeiten entsprechend ein.
Welche Leistung benötigt ein Durchlauferhitzer?
Durchlauferhitzer können Sie an verschiedensten Stellen nutzen. Eben überall dort, wo Sie Warmwasser benötigen. Elektronische Durchlauferhitzer gibt es für unterschiedliche Einsatzorte in verschiedenen Leistungsstufen:
- Für ein Waschbecken (zum Beispiel im Gäste-WC) ist eine Temperatur von ca. 35 °C ausreichend. Dafür genügt ein Klein- oder Mini-Durchlauferhitzer mit Anschluss über die Steckdose und je nach Modell 3,5 bis 5,7 kW Leistung.
- Für Abwasch- und Putzwasser benötigen Sie in der Küche meist wärmeres Wasser. Ein Kompaktdurchlauferhitzer mit 11 bis 13,5 kW und Starkstromanschluss erreicht bis zu 60 °C. Oft installiert man dafür ein Gerät unter oder über der Küchenspüle.
- Gerade in der Dusche oder Badewanne will man nicht auf die Wohlfühltemperatur verzichten. Deshalb sind hier Durchlauferhitzer mit mindestens 21 kW empfehlenswert. Damit können Sie 9 Liter pro Minute auf Ihre Wunschtemperatur bringen. Sollen mehrere Zapfstellen auf einmal bedient werden, benötigen Sie ein Gerät mit mindestens 24 kW.
- Auch im Garten kommen Durchlauferhitzer zum Einsatz, zum Beispiel für die Gartendusche.
Gut zu wissen: Wie hoch der Stromverbrauch tatsächlich ist, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab, wie Modell, Durchlaufmenge und Leistungsstufe des Durchlauferhitzers.
Welchen Anschluss braucht ein Durchlauferhitzer?
Durchlauferhitzer bis 5,7 kW nennt man auch 230-V-Durchlauferhitzer. Diese können über eine haushaltsübliche Steckdose an das 230-Volt-Netz angeschlossen werden.
Geräte ab einer Leistung von 6,5 kW nennt man 400-V-Durchlauferhitzer. Sie benötigen einen 400-Volt-Starkstromanschluss. Die Installation solcher Geräte sollte ein Fachbetrieb vornehmen.
Durchlauferhitzer und Boiler im Kostenvergleich
Anschaffungskosten für Durchlauferhitzer
Bei den Anschaffungskosten haben Durchlauferhitzer ganz klar die Nase vorn. Kleinere Geräte für Handwaschbecken oder zur Versorgung des Spülbeckens gibt es bereits für unter 100 Euro. Diese können zudem selbst installiert werden. Größere Durchlauferhitzer für Duschen und Badewannen kosten meist zwischen 250 und 1.200 Euro. Das gilt für gas- ebenso wie für strombetriebene Geräte. Dazu kommen aber noch die Kosten für die Installation durch einen Fachbetrieb.
Wichtig beim Kauf: Achten Sie bei der Anschaffung auch auf die Energieeffizienzklasse

Dieser Durchlauferhitzer versorgt ausschließlich die Dusche.
Boiler – Preise nach Größe:
Die Preise für Warmwasserboiler lassen sich ebenfalls nach der Größe der Geräte staffeln:
- Untertischboiler mit einem Fassungsvermögen von fünf Litern kosten ungefähr zwischen 50 und 150 Euro. Falls nicht vorhanden, muss hier noch eine Niederdruckarmatur nachgerüstet werden, die für den Druckausgleich beim Aufwärmen des Wassers sorgt (ca. 30 bis 160 Euro).
- Boiler mit 80 bis 120 Litern (ausreichend für zwei Personen) schlagen mit ca. 200 bis 1.200 Euro zu Buche. Diese Geräte sind dann druckfest, eine spezielle Armatur wird nicht benötigt. Dafür fallen Kosten für die Montage an.
- Boiler mit 160 bis 300 Litern, geeignet etwa für vierköpfige Familien und große Haushalte, kosten etwa 1.400 bis 2.000 Euro. Auch hier kommen noch Installationskosten hinzu.

Boiler, die genug Wasser zum Duschen oder Baden vorhalten, befinden sich meist direkt im Badezimmer.
Betriebskosten – der wichtigere Faktor
Entscheidend sind weniger die Anschaffungskosten als die laufenden Betriebskosten – insbesondere bei elektrisch betriebenen Durchlauferhitzern. Und diese können vor allem bei strombetriebenen Durchlauferhitzern recht hoch ausfallen.
Betriebskosten von Durchlauferhitzern:
Wie stark die Kosten steigen, hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel:
- Heizleistung des Durchlauferhitzers
- Wasserdurchlauf
- Eingestellte Temperatur
- Temperaturunterschied zwischen dem Leitungswasser und der gewünschten Temperatur
- Individueller Wasserverbrauch
- Alter und der Effizienz des Geräts
Wenn das Warmwasser nicht über eine zentrale Warmwasserversorgung bereitgestellt, sondern mit einem Durchlauferhitzer erwärmt wird, entsteht ein zusätzlicher Stromverbrauch pro Person von etwa 500 bis 600 Kilowattstunden im Jahr.
Bei einem Strompreis von 37 Cent pro Kilowattstunde (kWh) entspricht das zusätzlichen Kosten von rund 185 bis 222 Euro pro Person und Jahr.
Betriebskosten von Boilern:
Beim Boiler richten sich die Stromkosten nach der Leistung des Geräts, dem Volumen des Speichers sowie der Temperatur, auf der das Warmwasser gehalten werden soll. Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 160 Litern Warmwasser am Tag und einer Boilergröße von 200 Litern liegen die monatlichen Kosten bei rund 15 Euro pro Person, wobei neben dem Duschen auch das gesamte übrige Warmwasser in die Rechnung miteinfließt.
Zwischenfazit: Kosteneffizienz
Auch wenn Durchlauferhitzer in der Anschaffung günstiger sind, können die Betriebskosten schnell deutlich höher ausfallen – besonders bei älteren, weniger effizienten Modellen.
Mit dem Durchlauferhitzer Strom sparen – praktische Maßnahmen
In Miet- und Mehrfamilienhäusern ohne zentrale Warmwasserversorgung wird Warmwasser häufig dezentral über Durchlauferhitzer erzeugt – mit entsprechendem Einfluss auf die Stromkosten. Da diese Geräte meist elektrisch betrieben werden, können sie die Stromkosten eines Haushalts merklich erhöhen – spätestens sichtbar auf der Jahresabrechnung.
Als Mieter*in können Sie oft wenig an der Tatsache ändern, dass eine Wohnung mit Durchlauferhitzer ausgestattet ist. Ähnlich, wie Sie auch eine Zentralheizung nicht gegen eine Etagenheizung austauschen dürfen, wenn vermieterseitig nicht genehmigt. Trotzdem lässt sich mit einer cleveren Nutzung des Durchlauferhitzers der Stromverbrauch spürbar senken. Wie das funktionieren kann, erfahren Sie im Folgenden.
Durchlauferhitzer auf die richtige Temperatur einstellen
Die richtige Temperatureinstellung ist einer der wichtigsten Hebel, um Stromkosten zu senken. Als Faustformel können Sie sich merken, dass die Grundeinstellung gut ist, wenn Sie unter der Dusche die Wassertemperatur nicht nachregulieren müssen. Ist das Duschwasser nämlich zu heiß, wird es mit kaltem Wasser heruntergekühlt und die Energie für das zu heiße Wasser wurde umsonst investiert.
Moderne Durchlauferhitzer können oft auf das Grad genau eingestellt werden. In diesem Fall sollten Sie eine Temperatur von 39 °C ausprobieren. Sie ist meist ausreichend, um im Alltag bei einer angenehmen Temperatur zu duschen, das Geschirr gründlich zu spülen und alle anderen Dinge zu tun, für die warmes Wasser nötig ist.
Wenn Sie einen etwas älteren Durchlauferhitzer haben, bei dem Sie die Temperatur nicht auf das Grad genau bestimmen können, stellen Sie den Regler am besten auf die mittlere Position.

Die Grundeinstellung des Durchlauferhitzers kann die Höhe der Stromkosten beeinflussen.
Durchlauferhitzer entkalken und effektiver arbeiten lassen
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Durchlauferhitzer regelmäßig auf Kalkablagerungen zu überprüfen. Gerade, wenn Sie in einer Gegend mit hartem Wasser leben oder der Durchlauferhitzer bereits etwas älter ist. Falls Sie sich nicht sicher sind, wie hart das Wasser an Ihrem Wohnort ist, hilft ein Blick auf eine entsprechende Karte. Diese finden Sie zum Beispiel bei aboutwater.
Unser Tipp: Weil das Entkalken von Durchlauferhitzern wesentlich anspruchsvoller ist als bei anderen Haushaltsgeräten, sollten Sie das von einem Fachbetrieb erledigen lassen. Allerdings kommen dann Zusatzkosten auf Sie zu.
Es kann sein, dass Kalkablagerungen die optimale Abgabe der Wärme ans Wasser behindern. Das hat zur Folge, dass mehr Elektrizität verbraucht werden muss, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Mit regelmäßiger Entkalkung können Sie also Stromkosten sparen.
Bei neueren Geräten: Eco-Modus verwenden
Den Eco-Modus kann man bei vielen Geräten einstellen, damit diese umweltfreundlicher und energiesparender arbeiten. Haben Sie einen neueren Durchlauferhitzer, hat dieser eventuell schon einen Eco-Modus, den Sie ausprobieren sollten.
Im Eco-Modus wird die Durchflussmenge Ihres Durchlauferhitzers reduziert und somit weniger Wasser verwendet. Auch die Temperatur wird je nach Modell angepasst. Mit dieser Einstellung können Sie also Energie und Kosten sparen.
Wo immer es geht: Kaltwasser nutzen
Der einfachste Weg, Stromkosten bei einem Durchlauferhitzer zu sparen, ist häufiger kaltes Wasser zu nutzen. Keine Sorge, kalte Duschen im Winter müssen es nicht sein.
Aber beispielsweise können Sie sich gut die Hände mit kaltem Wasser waschen. Gerade wenn nur wenige Sekunden lang heißes Wasser verwendet wird, schafft der Durchlauferhitzer es meist gar nicht, das Wasser so schnell auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Sie stellen kurz das heiße Wasser am Waschbecken ein, der Durchlauferhitzer springt an, aber bevor das heiße Wasser den Hahn erreicht, schließen Sie ihn bereits wieder. Die Energie zum Erhitzen des Wassers wurde in diesem Fall unnötig aufgewendet. Ein bisschen so, als würden Sie den Wasserkocher anschalten und dann keinen Tee aufgießen.

Waschen Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser, damit der Durchlauferhitzer eine Pause hat.
Sparbrausen einbauen und bei jeder Dusche Energie sparen
Eine gute Maßnahme, um den Warmwasserverbrauch zu reduzieren, ist eine Dusche statt eines Vollbads. Noch besser ist es, wenn Sie eine Sparbrause einbauen. Das sind Duschköpfe, die weniger als zwölf Liter Wasser pro Minute durchlaufen lassen. So können Sie pro Dusche bis zu 50 Prozent des Warmwassers einsparen, im Vergleich zu einem herkömmlichen Duschkopf. Wassersparende Duschköpfe bekommen Sie beispielsweise im Baumarkt und sie lassen sich ganz unkompliziert installieren.
Lassen Sie außerdem nie (warmes) Wasser laufen, wenn Sie es nicht brauchen, wie zum Beispiel während des Zähneputzens.
Diese Tipps lassen sich natürlich nicht nur in Haushalten mit Durchlauferhitzern anwenden.
Neuen Durchlauferhitzer einbauen (lassen)
Bei Durchlauferhitzern ist es wie bei vielen anderen elektrischen Geräten auch: Neuere Modelle arbeiten einfach effizienter als ältere.
Wenn Ihr Durchlauferhitzer bereits in die Jahre gekommen ist, kann es beispielsweise sein, dass er noch hydraulisch arbeitet. Neue Geräte arbeiten heute überwiegend vollelektronisch und erlauben eine genauere Einstellung der Temperatur. Sie können deshalb helfen, Stromkosten einzusparen, die durch den Durchlauferhitzer sonst entstehen.
Es lohnt sich deshalb, mal bei dem*der Vermieter*in anzufragen, ob ein älteres Modell nicht durch ein neues ausgetauscht werden kann. Sicher liegt auch ihm oder ihr eine verantwortungsvolle und sparsame Nutzung von Energieressourcen am Herzen.
Fazit: Die richtige Lösung für Ihren Haushalt
Ob ein Durchlauferhitzer oder ein Boiler besser geeignet ist, lässt sich nicht pauschal entscheiden – denn beide Systeme haben ihre Berechtigung. Ausschlaggebend sind vor allem die baulichen Gegebenheiten und Ihr persönliches Nutzungsverhalten.
Ein Durchlauferhitzer ist vor allem dann sinnvoll, wenn nur gelegentlich warmes Wasser benötigt wird oder kein Anschluss an eine zentrale Heizungsanlage möglich ist. Auch wenn Warmwasser nur an einzelnen Entnahmestellen – etwa im Gäste-WC – gebraucht wird, spielt er seine Vorteile aus. Zudem eignet er sich besonders in Situationen, in denen der verfügbare Platz begrenzt ist.
Ein Boiler hingegen ist die bessere Wahl, wenn regelmäßig größere Mengen Warmwasser benötigt werden und mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgt werden sollen. Darüber hinaus kann er sich lohnen, wenn die Betriebskosten über einen längeren Zeitraum hinweg möglichst gering gehalten werden sollen. Nicht zuletzt ist ein Boiler ideal für alle, die Wert auf sofort verfügbares Warmwasser ohne Wartezeit legen.
Letztlich gilt: Die optimale Lösung ist die, die am besten zu Ihrem Alltag, Ihrem Verbrauch und den technischen Möglichkeiten vor Ort passt.

