Ja, auch das funktioniert mittlerweile gut. Längere Strecken mit dem Elektroauto sind längst problemlos möglich, erfordern aber etwas mehr Vorbereitung als Urlaubsfahrten mit dem Verbrenner. Von der realistischen Reichweitenplanung über Ladezeiten bis hin zur Verfügbarkeit geeigneter Ladestationen: Wer sich im Vorfeld bereits Gedanken macht, kommt deutlich relaxter ans Ziel. Hier erfahren Sie, was eine gute Planung ausmacht und was im Fall einer Panne zu tun ist.
So lässt sich die Reise mit dem E-Auto vorab gut planen
Die wichtigste Regel vor der Urlaubsfahrt lautet: nicht nur die Strecke planen, sondern auch den Energiebedarf unterwegs. Denn wie weit ein E-Auto tatsächlich kommt, hängt nicht nur vom WLTP-Wert ab, sondern auch von Fahrverhalten und Topografie. Gerade auf der Autobahn, bei schnellerem Tempo oder in hügeligem Gelände ist der Stromverbrauch oft höher als sonst im Alltag.
Umso wichtiger ist es, die Route mit etwas Reserve zu planen. Starten Sie möglichst mit hohem Akkustand und legen Sie Ladestopps nicht erst dann ein, wenn der Akku fast leer ist. Behalten Sie daher nicht nur die Entfernung bis zum Ziel im Blick, sondern kalkulieren Sie auch Staus, Umleitungen und längere Pausen mit ein.
Ein weiterer Punkt ist die Zuladung: Wer viel Gepäck dabei hat und vielleicht noch eine Dachbox oder einen Fahrradträger nutzt, sollte sich bewusst sein, dass auch das zusätzliche Gewicht den Verbrauch erhöht. Wenn Sie Ihre Fahrräder oder E-Bikes mit in den Urlaub nehmen wollen, sollten Sie einen Heckträger bevorzugen. Dieser wirkt sich weniger auf den Luftwiderstand aus und beeinflusst damit den Verbrauch nicht so stark wie ein Dachträger.
Auch das Wetter sollte man als Faktor nicht unterschätzen: Besonders im Winter kann die Reichweite sinken, wenn die Heizung mehr leisten muss oder die Außentemperaturen stark fallen. Aber auch im Sommer spielt das Wetter eine Rolle: Bei Außentemperaturen von über 30 Grad ist auch die Klimaanlage immer mächtig gefordert, was ebenfalls den Energieverbrauch erhöht.
Laden unterwegs: Immer den nächsten Ladepunkt im Blick
Auf längeren Strecken ist Schnellladen meist die praktischste Lösung. Dazu kommt, dass es oft effizienter ist, den Akku nicht komplett zu laden, sondern mehrere gut gesetzte Stopps einzuplanen. Denn viele E-Autos laden vor allem im mittleren Akkubereich besonders zügig. Für die Reise bedeutet das: lieber etwas früher nachladen und dafür schneller weiterfahren, als ewig an der Ladesäule zu warten, bis 100 Prozent erreicht sind.
Die EnBW betreibt das größte Schnellladenetz in Deutschland. Im Schnitt können Sie alle 50 Kilometer an einem EnBW-Schnellladepunkt aufladen. Und wer seinen Stopp an einem unserer Schnellladeparks einlegt, kann das Laden direkt mit einer Pause verbinden – zum Beispiel, um auf die Toilette zu gehen, sich die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen, einen Kaffee oder Snack zu holen, eine Runde mit dem Hund zu gehen oder die Kinder sich austoben zu lassen.
Unterstützung bieten dabei das Fahrzeug-Navi und eine gute Lade-App. Die Bordnavigation zeigt oft passende Stationen entlang der Route an, spezialisierte Apps liefern aber zusätzliche Informationen – etwa zu Ladeleistung, Preis und Verfügbarkeit. Für die Reiseplanung ist zum Beispiel die EnBW mobility+ App sehr nützlich: Mit dem Routencheck lassen sich Ladestationen entlang der Strecke vorab prüfen, Favoriten speichern und Ziele unterwegs direkt ansteuern. Die App liefert darüber hinaus auch Infos zur Ausstattung vor Ort (Restaurants, Toiletten, Shops, Spielplatz, …).

Der NextLevel Schnellladepark der EnBW ist mehr als eine reine Stromtankstelle. Er bietet auch Einkaufsmöglichkeiten, Toiletten und einen Spielplatz.
Laden im Ausland: Immer die nächste Stromtankstelle im Blick
Auch jenseits der deutschen Grenze lässt sich eine Reise mit dem E-Auto heute gut planen. Wichtig ist vor allem, sich nicht erst unterwegs mit den jeweiligen Ladeangeboten zu beschäftigen. Daher gilt auch hier: Vorab prüfen, welche Anbieter entlang der Route verfügbar sind, wie sich Ladevorgänge freischalten lassen und welche App oder Ladekarte funktioniert – so machen Sie sich zum Beispiel nach Italien oder Kroatien deutlich entspannter auf die Fahrt.
Gerade im Ausland ist Lade-Roaming ein großer Vorteil. Damit lässt sich das Auto auch an vielen Ladesäulen anderer Betreiber laden, ohne dass für jedes Land oder jeden Anbieter eine neue Registrierung nötig ist. Es ist außerdem sinnvoll, vor der Reise zu prüfen, wie im jeweiligen Land die Freischaltung der Ladesäulen funktioniert und welche Zahlungsmethoden generell akzeptiert werden. In einigen Ländern kann man bequem per App bezahlen, in anderen nur per Ladekarte (diese also unbedingt mitnehmen!), gelegentlich ist auch eine Kreditkarte erforderlich.

Mit der EnBW mobility+ App sehen Sie auch im Ausland jederzeit, wo Ladestationen anderer Betreiber im EnBW HyperNetz sind – so können Sie optimal vorab planen oder spontan den nächsten Ladepunkt finden.
Das Ladenetz ist in vielen Teilen Europas inzwischen sehr gut ausgebaut – neben Deutschland gilt das vor allem für Länder wie Frankreich, Belgien und die Niederlande sowie natürlich für den gesamten skandinavischen Raum. In südlicheren Gegenden, insbesondere den Mittelmeerländern wie Italien, Kroatien und Spanien, kann die Ladeinfrastruktur abseits der Autobahnen und großen Städten noch relativ dünn gesät sein. Auch in Teilen von Österreich und Slowenien sollte man etwas mehr Vorplanung einplanen, da dort die Schnelllader weniger dicht gestreut sind und Sie gegebenenfalls mit längeren Ladepausen rechnen müssen.
Für Ihre Routenplanung im Ausland ist die EnBW mobility+ App eine verlässliche Begleiterin: Mit ihr haben Sie Zugang zum EnBW HyperNetz mit mehr als 900.000 Ladepunkten in 17 Ländern Europas.
Freie Ladestation finden, E-Auto laden und zu transparenten Preisen bezahlen.
Laden am Urlaubsort: Am besten über Nacht
Noch entspannter ist der Urlaub, wenn man das Laden vor Ort vorab organisiert. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Buchung zu prüfen, ob das Hotel, die Ferienwohnung oder der Campingplatz eine Lademöglichkeit haben – oder ob zumindest öffentliche Ladesäulen in der Nähe sind.
Wer vor Ort über Nacht laden kann, hat den Vorteil, dass das Auto am Morgen wieder einsatzbereit ist. So können Sie den Tag mit Ausflügen und Aktivitäten in der Umgebung genießen – ohne sich Gedanken über den nächsten Ladepunkt machen zu müssen.
Auch wenn man keine Unterkunft mit Lademöglichkeit gebucht hat, gibt es in der Nähe von touristischen Sehenswürdigkeiten oder auf Parkplätzen oftmals öffentliche Ladepunkte, sodass Sie während des Aufenthalts bequem Ihr Fahrzeug laden können.
Fazit: Mit guter Planung ganz entspannt in den Urlaub
Ob es in die Sommerferien oder den Ski-Urlaub geht: Mit dem E-Auto zu verreisen, ist heute keine Herausforderung mehr – ganz im Gegenteil. Die Elektromobilität hat sich weiterentwickelt, und sowohl in Deutschland als auch im umliegenden Ausland lässt sich mit dem Stromer entspannt Urlaub machen Der Schlüssel liegt in einer gut durchdachten Vorabplanung: Passende Ladestopps unterwegs, immer ein wenig Reserve im Akku und nahegelegene Lademöglichkeiten am Zielort sind wohl die wichtigsten Bausteine eines gelungenen Urlaubs mit E-Auto.

