10 heiße Tipps, mit denen du deine Wohnung im Winter warm hältst

Wenn es draußen bitterkalt ist, wünscht sich jeder ein gemütliches, warmes Zuhause. Doch Heizen kann teuer werden, wenn alle Heizkörper in Haus und Wohnung auf Hochtouren laufen. Damit die Ausgaben für Gas, Öl oder Kohle nicht durch die Decke schießen, haben wir alltagstauglichen Tipps bereitgestellt.

1. Türen schließen

Türe schließenDurch offene Türen entweicht die Wärme ganz schnell nach draußen in den Flur – und der ist meistens kühler als das Wohnzimmer. Daher solltest du die Türen nach Möglichkeit geschlossen halten. Das beginnt schon bei den Haustüren. Wer im Eigenheim wohnt, achtet in der Regel auch darauf, dass bei winterlichen Temperaturen Haus- und Kellertüren zu sind. Doch bei Mehrfamilien- oder Miethäusern sieht das mitunter anders aus.

  • Achte darauf, dass sich die Haustür hinter dir auch wirklich schließt. Ansonsten lehnt die Tür vielleicht nur an – und die Wärme entweicht durch den Spalt.
  • Du bekommst eine größere Lieferung? Denk dran, dass der Lieferant eventuell die Tür mit dem Feststeller dauerhaft geöffnet hat. Schließ sie zügig

Was für die Haustüren gilt, trifft auch für Wohnungstüren zu. Wer hier eine halbe Stunde in der geöffneten Tür steht und mit den Nachbarn plaudert, darf sich nicht wundern, wenn hinterher der Flur so kalt wie das Treppenhaus ist. Viel gemütlicher (und schöner fürs nachbarschaftliche Miteinander) ist doch ein kleiner Schwatz in der Küche bei einer Tasse Tee oder Kaffee.

Und natürlich sollten Wohnzimmer- und sonstige Türen zu Räumen, in denen man sich länger aufhält, ebenfalls geschlossen bleiben, damit die optimale Raumtemperatur erhalten bleibt.

2. Zugänge abdichten

Katzen- und Hundeklappen sind eine praktische Erfindung. So können Mieze und Bello kommen und gehen wie sie wollen. Doch nach ein paar Jahren Gebrauch schließen die Magnethalterungen der Klappen nicht mehr richtig. Jedes Mal, wenn der Freigänger hinaus will oder heimkommt, geht wieder Wärme verloren. Darüber hinaus sind günstige Modelle auch häufig recht schlecht isoliert, sodass die Wärme direkt entweicht. Zudem kann Zugluft auftreten. Dagegen kannst du Folgendes tun:

  • Du solltest die Klappe abdichten, um zu verhindern, dass bei starkem Frost eine Kältebrücke von der Diele zum Vorgarten entsteht.
  • Meist reicht ein Vorhang, der über die Klappe fällt.
  • Hilfreich ist auch ein Windfang vor der Tür, damit die kalte Luft nicht ins Haus gedrückt wird.
  • Reichen die Maßnahmen nicht aus, wäre es an der Zeit, eine spezielle Haustierklappe mit Dämmung einzubauen (im Handel erhältlich).

Ein ähnliches Problem kennen alle, die in einer Altbauwohnung aus der Gründerzeit leben. Hier gibt es oft noch Briefschlitze direkt in der Wohnungstür. Diese werden heutzutage kaum noch benutzt, da sich die Briefkästen postbotenfreundlich im Eingangsbereich befinden. Für kuschelige Wohnungen sind die alten Briefschlitze problematisch, da sie häufig nur durch ein dünnes Blech abgedeckt sind. Auch hier solltest du etwas vorhängen, am einfachsten ein Tuch oder ein Stück Filz, das mit doppelseitigem Klebeband befestigt ist.

3. Teppiche auslegen

Teppich auslegenLaminat, Parkettböden und Dielen sehen sehr schön aus und sind leicht zu pflegen – allerdings können sie die Wärme nicht gut halten. Auch Fliesen in Küchen und Fluren werden im Winter sehr schnell fußkalt. Wenn du den Boden mit einem Teppich abdeckst oder großzügig Läufer verteilst, kann die Wärme nicht durch die Fliesen oder die Dielen nach unten entweichen. Wähle für die Küche ein Modell aus einem strapazierfähigen und waschbaren Material wie Polyamid, da beim Kochen Spritzer entstehen können.

Fürs Wohnzimmer gibt es eine schier unendliche Auswahl an Teppichen, wobei einige Materialien besser Wärme zurückhalten als andere. Viele Kunststoffteppiche, aber auch Varianten aus natürlichen Fasern sind zwar ziemlich robust, isolieren aber nur durchschnittlich. Teppiche und Läufer aus Schafwolle oder anderen Wollfasern halten deutlich besser warm, zudem speichern sie mehr Feuchtigkeit und dämpfen auch Trittgeräusche besser. Doch in der flauschigen Oberfläche sammelt sich schnell Hausstaub, wodurch sie für Allergiker nur bedingt geeignet sind.

4. Sitzmöbel vor Innenwänden platzieren

Zimmer sind nie gleichmäßig warm. Es gibt immer Bereiche, die wärmer (oder kühler) als andere sind. An einer Außenwand und großen Fensterbereichen (zum Beispiel zur Terrasse oder in Richtung Garten) geht immer mehr Wärme verloren als an Innenwänden – auch wenn die Außenwände noch so gut isoliert sind.

  • Wenn du deinen Schreibtisch direkt vor einem Fenster aufgestellt hast, hast du zwar mehr Licht. Dennoch kann es sein, dass die Füße vor dem kalten Mauerwerk frieren. Gemütlicher ist es, wenn du zumindest den Winter über deinen Schreibtisch vor eine Innenwand rückst.
  • Auch Couch, Sessel und andere Sitzmöbel solltest du von Außenmauern und Fensterfronten wegrücken, damit du es wärmer hast.

5. Vorhänge am Tag öffnen, bei Nacht schließen

Vorhang öffnenAuch im Winter solltest du das Sonnenlicht so gut wie möglich nutzen. Öffne daher am Tag die Vorhänge, um das Licht hereinzulassen. Vor allem an sonnigen Tagen heizen sich so die jeweiligen Räume allein durch das Sonnenlicht auf. Für Jalousien, Rollläden und Fensterläden gilt natürlich dasselbe: Nur wenn sie offen sind, kannst du die Kraft der Sonne auch nutzen. Bei Einbruch der Dunkelheit heißt es dann: Rollläden runter und Vorhänge zu! So bleibt die Wärme länger im jeweiligen Zimmer erhalten. Die eingeschlossene Luft wirkt als zusätzliche Isolationsschicht und verlangsamt den Wärmeaustausch zwischen dem warmen Innen- und dem kalten Außenbereich.

6. Ventilator auf Rückwärtslauf

Du hast einen Ventilator an der Decke? Dann haben wir einen ganz besonderen Tipp für dich. Du kannst nämlich den Ventilator nicht nur im Sommer verwenden wenn du Erfrischung brauchst, sondern auch im Winter. Alles was du tun musst, ist, sofern möglich, den Ventilator auf den Rückwärtsgang zu stellen. Der Rest ist Physik:

  • Im Vorwärtsgang sind die Rotorblätter so ausgerichtet, dass der Ventilator die warme Luft nach oben zieht. Der Luftzug kühlt dich dann etwas ab.
  • Läuft der Rotor rückwärts, drückt der Ventilator die warme Luft, die sich ja an der Decke sammelt, nach unten. Die Wärme verteilt sich auf diese Weise besser im Raum. Allerdings ist der Effekt begrenzt: Läuft der Ventilator zu lange, wird nur noch kühle Luft verteilt.

7. Sich gegen Kälte unempfindlicher machen

Wollsocken wirken wahre Wärmewunder. Denn Händen und Füße frieren immer als erstes. Sobald uns kalt ist, wärmt unser Körper nämlich zuerst die inneren Organe – und je weiter ein Körperteil, wie zum Beispiel die Füße, von diesen entfernt ist, desto schlechter wird es dann mit Blut versorgt.

Generell ist es auch sinnvoll, wenn du dich gegen Kälte etwas unempfindlicher machst. Nicht jeder muss nun zum Eisbader werden – aber wenn du dich ab und an Kältereizen aussetzt, sorgst du dafür, dass du im Allgemeinen weniger frierst. Zugleich stärkst du dein Immunsystem und beugst so einer Schniefnase vor.

  • Schon einfache Maßnahmen wie Wechselduschen am Morgen und ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft – egal wie das Wetter auch ist – zeigen schnell Wirkung.
  • Deutlich ambitionierter sind dann Kneippgüsse, Kälteschocks nach dem Saunagang oder kurze Strecken barfuß durch den Schnee.

8. Iss und trink dich warm

Tee trinken und Warmes essenEssen und Trinken sind gute Mittel, um sich innerlich aufzuwärmen – vor allem nach einem langen Spaziergang an der frischen und kalten Luft. Zu den Klassikern gehören Suppen und Brühen in allen Formen und Varianten, aber auch Aufläufe und andere Ofengerichte bringen den Körper wieder in Schwung. Wer sich schon morgens einheizen will, kann Porridge probieren.

Wenn es draußen knackig kalt ist, entfalten Tees ihre beste Aufwärmwirkung. Besonders zu empfehlen sind Aufgüsse mit Fenchel oder Anis. Die Geheimwaffe gegen kalte Finger und schniefende Nasen ist aber Ingwertee. In Fernost gilt die Knolle als Heilpflanze bei Erkältungskrankheiten aller Art, nicht zuletzt wegen ihrer Schärfe. Die ätherischen Öle beugen Entzündungen vor, beruhigen den Magen und machen die Nase frei.

Dass Alkohol von innen wärmt, ist ein Mythos – auch wenn die Auffassung auf Weihnachtsmärkten weit verbreitet ist. Denn das Gefühl von „Wärme“ stellt sich überhaupt nur während des Schluckens ein, also nur dann, wenn das hochprozentige Getränk den Rachen passiert und die Speiseröhre hinabläuft. Tatsächlich wird die Temperatur in Händen, Armen oder Ohren durch den Alkohol in Glühwein, Jagertee oder Punsch mit Schuss sogar negativ beeinflusst: Weil sich die Gefäße infolge des Alkohols verengen, wird die Durchblutung eingeschränkt. Man friert also noch mehr als vorher.

9. Backofen nach Benutzung offen lassen

Im Winter verbringen viele von uns viel Zeit in der Küche. Wir kochen Eintöpfe, machen Aufläufe und backen Plätzchen. Der Herd ist unser bester Freund und der Backofen feuert bei 180 bis 200 °C. Natürlich solltest du nicht allein nur mit dem Backofen die Küche heizen, das ist viel zu ineffizient und kostspielig. Aber wenn du sowieso gerade Plätzchen gebacken oder einen Auflauf zubereitet hast, spricht nichts dagegen, die Restwärme als zusätzliche Heizquelle zu nutzen – indem du einfach die Tür noch eine Weile offen lässt, bis sich der Backofen auf Zimmertemperatur abgekühlt hat.

10. Zeit zum Kuscheln

Winterzeit ist Kuschelzeit! Was wäre schöner, als mit dem Partner gemeinsam unter einer Decke auf der Couch zu liegen und sich gegenseitig zu wärmen?

Für Menschen ist Kuscheln aber nicht nur wichtig, um den Wärmehaushalt besser zu regulieren. Kuscheln hat auch immer eine wichtige psychologische Komponente. Durch die Berührungen setzt der Körper Oxytocin frei. Dieses trägt zurecht den Namen „Kuschelhormon“, denn Oxytocin dämpft Aggressionen, reduziert Stress und Angstgefühle – und stärkt persönliche Bindungen. Zudem wirkt es sich auf andere Hormone aus, zum Beispiel fördert es Serotonin – das „Glückshormon“. Daher lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Kuscheln hält nicht nur warm, sondern macht auch glücklich.

Und wenn momentan kein Partner zum Kuscheln vorhanden ist? Dann kannst du dich mit einer Wärmflasche wieder auf Wohlfühltemperatur bringen: einfach heißes Wasser zum Kochen bringen und einfüllen! Im Handel sind zudem Wärmekissen erhältlich, mit Füllungen von Kirsch- oder Traubenkernen bis hin zu Dinkel oder Roggen. Auch hier ist das Erhitzen supersimpel.

Wie du siehst, ist es ganz einfach, schon mit kleinem Aufwand dich und sein Zuhause warmzuhalten. Noch mehr Energiespartipps für den Winter findest du in unserem Blogartikel zum richtigen Heizen und Lüften und auf unserer EnBW Webseite.

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  1. Kommentar von Gerlind Glauner am 30. November 2018

    Wenn bei Haustüren durch die untere Ritze kalte Luft durch zieht, einen langen „Textil-Dackel“ davorlegen in ganzer Breite. Gibts in Deko-Geschäften und sieht auch nett aus!