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Klimaneutral bis 2035 – mit diesem Versprechen legt sich die EnBW auf ihren Beitrag zum Klimaschutz im Sinne des Pariser Abkommens von 2015 fest. Dieses Ziel vor Augen wird die EnBW die erneuerbaren Energien weiter systematisch ausbauen und mittelfristig aus der Nutzung von Kohle als Energieträger aussteigen. Oberste Priorität hat dabei immer: Die Versorgung mit Strom und Wärme darf nicht gefährdet sein. Die EnBW setzt daher am Standort Heilbronn auf das Prinzip Fuel Switch und ersetzt über den Neubau einer Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) den Brennstoff Kohle zunächst durch das klimafreundlichere Erdgas. Dieser Wechsel zu Erdgas stellt die Brücke auf dem Weg zu grünen Gasen wie regenerativ erzeugtem Wasserstoff dar, mit denen dann die vollständige Klimaneutralität ab 2035 erreicht werden kann.

Fernwärme der Zukunft in Heilbronn

Hier finden Sie alle Informationen zum Bau unseres neuen Fernwärmenetzes.

Zur Netzmodernisierung

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Weiterentwicklung Standort Heilbronn

Standort Heilbronn mit 3-D-Montage der neuen Anlagen

Das Heizkraftwerk Heilbronn in einem Industrie- und Gewerbegebiet am Rande der Stadt unmittelbar am Neckar, wird derzeit in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. Mit einer elektrischen Leistung von 1.100 MW sowie einer auskoppelbaren thermischen Leistung von 320 MW gehört es zu den großen Steinkohlekraftwerken der EnBW.

Sicherung der Strom- und Fernwärmeversorgung

Insgesamt gibt es sieben Blöcke am Standort, von denen noch drei in Betrieb sind. Block 7 ist einer der größten Steinkohleblöcke, den die EnBW betreibt. Im Jahr 2009 noch einmal umfangreich modernisiert, ist er heute der Garant einer zuverlässigen Strom- und Fernwärmeversorgung im Raum Heilbronn. Die beiden älteren Blöcke 5 und 6 befinden sich in der Netzreserve und werden lediglich bei Engpässen im Hochspannungsnetz durch den Übertragungsnetzbetreiber eingesetzt. Als kleinere Standorte sind die Kraftwerke in Marbach und Wahlheim dem Standort Heilbronn zugeordnet.

Auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Energieerzeugung

Laut dem Kohleausstiegsgesetz von 2020 sollen Kohlekraftwerke in Deutschland bis spätestens 2038 abgeschaltet werden. Das betrifft also mittelfristig auch die Blöcke in Heilbronn. Ersatzlos kann das am Standort Heilbronn aber nicht geschehen, wenn für die Stadt Heilbronn und die Region auch weiterhin eine sichere Strom- und Fernwärmeversorgung sichergestellt sein soll. Daher soll als Ersatz für Block 7 eine Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) gebaut werden. Mit einer elektrischen Leistung von max. 750 Megawatt (MW) und rund 200 MW thermischer Leistung wäre dieses neue Heizkraftwerk ein annähernd gleichwertiger Ersatz für den Kohleblock 7. Zur Absicherung der Fernwärmeversorgung wird zusätzlich ein Wärmespeicher mit einer Kapazität von 600 MWh und eine Heißwasserkesselanlage mit einer thermischen Leistung von ca. 160 MW errichtet. Bereits durch diesen Schritt wird über die Hälfte der Treibhausgasemissionen gegenüber dem derzeitigen Kohlekraftwerk eingespart. Zug um Zug kann Block 7, parallel zur kommerziellen Inbetriebnahme der neuen Anlage, stillgelegt werden. Das gilt auch für die beiden Reserveblöcke 5 und 6 des Kraftwerks. Kühlturm, Wasserhaus sowie dazu gehörende Wasserentnahme- und Einleitbauwerke des Blocks 7 können auch für die neue GuD-Anlage genutzt werden. Dadurch wird deren Lebensdauer im Sinne der Nachhaltigkeit optimal ausgereizt.

Die neue Anlage sichert damit langfristig die Fernwärmeversorgung in Heilbronn. Aber auch das Fernwärmenetz selbst soll im Zuge des Neubaus modernisiert und durch Umstellung des Betriebs von Dampf auf Heißwasser in seiner Effizienz gesteigert und optimiert werden.

Nahtloser Übergang von Erdgas auf Wasserstoff

Ein weiterer Vorteil der gasbefeuerten Anlagen: Sie können auch mit “grünen Gasen” wie zum Beispiel aus erneuerbaren Energien produziertem Wasserstoff betrieben werden. Sobald dieser “grüne” Wasserstoff in ausreichendem Maß zur Verfügung steht und die Versorgungsinfrastruktur darauf umgestellt ist, kann der Kraftwerksstandort Heilbronn umgestellt werden – und produziert dann völlig CO₂-neutral Strom und Fernwärme. Die in Bau befindliche Süddeutsche Erdgasleitung (SEL), aus der die neue GuD-Anlage in Heilbronn mit Erdgas versorgt wird, ist wie die GuD-Anlage und die Heißwasserkesselanlage technisch bereits für Wasserstoff geeignet, so dass diese Umstellung ohne große Hürden vollzogen werden kann.

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