Das Heizkraftwerk Heilbronn liegt in einem Industrie- und Gewerbegebiet am Rande der Stadt Heilbronn unmittelbar am Neckar und ist eines der größten Steinkohlekraftwerke der EnBW. Von den ursprünglich sieben steinkohlebetriebenen Blöcken am Standort sind noch drei in Betrieb, die im Kraft-Wärme-Kopplungsmodus Strom und Fernwärme produzieren. Während sich die beiden älteren Blöcke 5 und 6 in der Netzreserve befinden und die Netzstabilität sichern, wurde Block 7 im Jahr 2009 umfangreich modernisiert. Zu Regelungszwecken wurde im Jahr 2017 eine Kraftwerksbatterie mit 5 Megawattstunden Kapazität in Betrieb genommen. Die EnBW hat sich das Ziel gesetzt, vor dem gesetzlich vorgesehenen Kohleausstieg aus der Kohleverstromung auszusteigen, sofern die regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dies ermöglichen. Deswegen wird der Standort für den künftigen Einsatz von Wasserstoff umgerüstet („Fuel Switch“): Eine neue Gas- und Dampfturbinenanlage wird zunächst mit Erdgas betrieben, um Strom und Fernwärme zu erzeugen, und kann zu einem späteren Zeitpunkt auf Wasserstoff als Brennstoff umgestellt werden.
Fuel Switch
Die EnBW setzt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien die Dekarbonisierung ihres Erzeugungsportfolios konsequent fort. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen zudem alle Kohlekraftwerke in Deutschland bis spätestens 2038 abgeschaltet werden, so auch in Heilbronn. Die regionale Versorgungssicherheit mit Strom und Fernwärme hat jedoch oberste Priorität, weshalb die EnBW am Standort eine regelbare, wasserstofffähige Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) baut:
- Die neue, gasbefeuerte Anlage hat eine elektrische Leistung von 675 Megawatt (MW) und eine thermische Leistung von rund 190 MW.
- Zusätzlich werden eine Heißwasserkesselanlage mit einer thermischen Leistung von rund 160 MW und ein Wärmespeicher mit 600 MWh die Fernwärmeversorgung von Heilbronn sichern.
- Durch diesen „Fuel Switch“, also die Umstellung auf Erdgas, lassen sich mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Kohleverstromung einsparen.
Sobald Wasserstoff in ausreichenden Mengen verfügbar ist und die Versorgungsinfrastruktur entsprechend umgestellt wurde, ist ein Betrieb des Kraftwerks mit Wasserstoff möglich, wodurch die CO₂-Emissionen der Strom- und Fernwärmeerzeugung im Vergleich zur Kohleverstromung noch weiter reduziert werden könnten. Denn die Erdgasleitung zur Versorgung der GuD ist wie die Anlage selbst bereits für Wasserstoff geeignet. Die Umstellung auf Wasserstoff kann später also ohne größere Hürden erfolgen. Mehr zum Fuel Switch erfahren Sie hier.
Eine Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) kombiniert die Prinzipien eines Gasturbinen- und die eines Dampfkraftwerks:
- Eine mit Gas befeuerte Turbine erzeugt über einen Generator elektrischen Strom. Die sehr heißen Abgase aus der Gasturbine werden dann durch einen Abhitzekessel geleitet.
- Der entstehende Wasserdampf wird für den Betrieb einer weiteren Turbine genutzt. Diese Dampfturbine treibt ebenfalls einen Generator zur Stromproduktion an.
- Durch die Kombination beider Prinzipien wird die Energie aus der Gasverbrennung doppelt genutzt, was den Wirkungsgrad auf bis zu 60 Prozent erhöht.
Die bei der Stromerzeugung entstehende Fernwärme wird in das Fernwärmenetz in Heilbronn eingespeist, das zurzeit grundlegend erneuert und von einem Dampfnetz zu einem Heizwassernetz umgebaut wird. Das neue Heizwassernetz ist darauf ausgelegt, Netzverluste zu verringern und eine effizientere Nutzung der eingesetzten Brennstoffe zu ermöglichen. Mehr zur Netzmodernisierung erfahren Sie hier.
Umsetzung
Projektphasen
Hier informieren wir Sie über wichtige Ereignisse und Meilensteine zu Planung und Bau einer Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) am Kraftwerksstandort Heilbronn. Sie finden an dieser Stelle aktuelle Informationen zum Zeitplan des Planungs- und Genehmigungsprozesses sowie zu den Baufortschritten.
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vsl. Q3/Q4 2027
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Kommerzielle Inbetriebnahme
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2026/2027
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Inbetriebsetzungsphase
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2025/2026
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Hauptbauaktivitäten
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März 2024
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Start des Anlagenbaus
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Dezember 2024
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Start der Anlieferung der Großkomponenten
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Juli 2024
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Erhalt der 1. Teilgenehmigung
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Juni 2024
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Beginn der Rohbauarbeiten
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23. Februar 2024
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Offizieller Spatenstich
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22. Januar 2024
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Erörterungstermin des Regierungspräsidiums Stuttgart
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24. November 2023
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Zulassung des vorzeitigen Beginns
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Juni 2023
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Einreichung des Genehmigungsantrags
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2022/2023
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Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung, Vorstellung im Gemeinderat, Gutachtenerstellung
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Bautagebuch
Juli 2026: Inbetriebnahme der neuen Gasleitung
Die neue Gasleitung wurde erfolgreich in Betrieb genommen: Sie verbindet das Kraftwerk Heilbronn mit dem bestehenden Gasnetz im Bereich der Böllinger Höfe und unterquert auf ihrem Verlauf den Neckar mittels eines Dükers. Im Zuge der Inbetriebnahme wurde die Leitung erstmals mit Erdgas befüllt und umfangreichen Funktionstests unterzogen. Ein geplanter und sicherheitsrelevanter Bestandteil des Prozesses ist dabei das kontrollierte Abfackeln von Gas. Es dient dazu, die vorhandene Luft in der Leitung kontrolliert zu verdrängen und so einen sicheren Betrieb der Gasleitung zu ermöglichen. Deshalb war zeitweise eine Fackel auf dem Kraftwerksgelände sichtbar. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wurden die umliegenden Bäume während dieser Arbeiten vorsorglich bewässert, um sie vor der entstehenden Wärme zu schützen. Die neue Infrastruktur bildet die Grundlage für die nun folgenden Inbetriebsetzungsarbeiten der Fuel-Switch-Anlage.
Mai 2026: Befüllung des neuen Wärmespeichers
Der neue, weithin sichtbare Wärmespeicher wurde im Mai vollständig mit Wasser befüllt. Mit einem Durchmesser von rund 20 Metern und einer Höhe von 58 Metern kann er etwa 18.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Im Inneren ist er so aufgebaut, dass unterschiedliche Temperaturbereiche entstehen: Im Hauptspeicherbereich kann das Wasser später auf bis zu 120 Grad Celsius erhitzt werden, im oberen, sogenannten Auflastteil beträgt die maximale Temperatur 99 Grad Celsius. Dank dieser differenzierten Temperaturführung kann der Speicher besonders effizient betrieben werden. Für die Befüllung wurde Wasser aus dem bestehenden Fernwärmenetz genutzt. So konnte gleich unter realen Bedingungen geprüft werden, ob der Behälter absolut dicht ist. Als Nächstes steht die Isolierung des Behälters an: Eine rund 50 Zentimeter starke Dämmschicht wird den Speicher künftig umhüllen und die eingebrachte Wärme möglichst verlustarm speichern. Das eingefüllte Wasser bleibt anschließend dauerhaft im Speicher und wird während der gesamten Lebensdauer der Anlage nicht mehr abgelassen. Dabei wird fortlaufend kontrolliert, wie sich das Bauwerk unter der enormen Last des Wassers verhält. Mithilfe genauer Messungen wird sowohl die Standsicherheit des Fundaments als auch der gesamten Konstruktion überwacht.
April 2026: Montage des dritten Schornsteinelements
Im Rahmen des Fuel-Switch-Projekts am Standort Heilbronn wurde im April ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Der dritte von insgesamt vier Schornsteinabschnitten der neuen Heizwasserkesselanlage ist erfolgreich montiert worden. Der Schornstein ist ein zentrales Bauteil der Anlage und prägt zunehmend das Erscheinungsbild der Baustelle.
Im Inneren verlaufen vier separate Rohre, die jeweils der Abgasführung der einzelnen Kessel dienen. Mit der Montage des dritten Elements ist ein wesentlicher Teil der Konstruktion abgeschlossen und die Fertigstellung rückt damit ein deutliches Stück näher. Die Arbeiten erfolgten planmäßig und unter Einhaltung hoher Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Nach Abschluss aller vier Schornsteinabschnitte folgen die nächsten Schritte zur finalen Ausrüstung und zur Integration in die Gesamtanlage.
Februar 2026: Erweiterung des Kesselhauses Hide 3
Im Zuge des Fuel-Switch-Projekts wird das bestehende Kesselhaus Hide 3 derzeit umfassend erweitert: Das Gebäude erhält zwei zusätzliche Heißwasserkessel, die das System aus zwei bereits vorhandenen Dampfkesseln passgenau ergänzen. Sie sollen künftig die Versorgung des Fernwärmenetzes auch dann absichern, wenn die neue Gas- und Dampfturbinenanlage temporär kein heißes Wasser liefern kann, beispielsweise aufgrund einer zu geringen Auslastung. Eine besondere Herausforderung ist, dass die bestehenden Dampfkessel während der gesamten Bauphase in Betrieb bleiben. Parallel dazu werden auf dem Dach die Rauchgaskanäle errichtet. Der neue Schornstein für die Abgasableitung hat bereits seine halbe Höhe erreicht und soll nach Ostern mit den letzten Bauteilen fertiggestellt werden. Die Arbeiten schreiten somit zügig voran, erfordern aber viel Koordination: Rund fünfzehn verschiedene Gewerke sind zeitgleich auf der Baustelle im Einsatz. Dazu gehören unter anderem Gerüstbauer, Fassaden- und Dachdecker sowie Monteure und Schweißer.
Januar 2026: Sichtbarer Baufortschritt
Nach der Weihnachtspause ist auf der Baustelle HLB8 wieder Leben eingekehrt. Mehrere Gebäude sind inzwischen geschlossen – das heißt, die Außenhüllen sind fertiggestellt und bieten nun die Basis für die Arbeiten im Inneren. Auch drinnen geht es sichtbar voran: Nach und nach werden Leitungen, technische Anlagen und weitere Bauteile installiert. So nehmen die einzelnen Räume immer mehr Gestalt an. Wer einen Blick auf das Gelände wirft, sieht weiterhin zahlreiche Kräne im Einsatz. Sie bringen Baumaterialien an die richtigen Stellen – eine logistische Herausforderung, die das Team täglich mit viel Koordination meistert. Insgesamt läuft alles nach Plan: Die Baustelle ist gut organisiert und die Arbeiten schreiten zügig voran. Ein gelungener Start ins neue Jahr!
Dezember 2025: Installation der Hallenkräne im Maschinenhaus
Im Maschinenhaus der neuen GuD-Anlage wurden im Dezember zwei leistungsstarke Hallenkräne installiert. Diese Kräne übernehmen künftig zentrale Aufgaben bei Wartungs- und Revisionsarbeiten an Turbinen und Generatoren. Jeder der beiden Kräne verfügt über eine Tragfähigkeit von bis zu 70 Tonnen. Im gemeinsamen Tandemhub können somit bis zu 140 Tonnen bewegt werden. Die Kranbahn befindet sich in rund 23 Metern Höhe, der Fahrweg erstreckt sich über eine Länge von 86 Metern. Die Anlieferung erfolgte in Einzelkomponenten, die dann vor Ort montiert wurden. Für das Einheben der schweren Doppelträger-Kranbahnen wurde ein 650-Tonnen-Mobilkran eingesetzt. Die Arbeiten mussten jederzeit präzise abgestimmt werden, um die bestehende Stahlbaukonstruktion nicht zu beschädigen. Das Projekt zeigt, wie eine gute Planung und professionelle Ausführung zusammenwirken: Von der Vorbereitung über die Organisation bis zur Montage wurde jeder Schritt exakt abgestimmt. So entstand eine technisch anspruchsvolle Installation, die höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards erfüllt.
Oktober 2025: Installation der Luftansaugung der Gasturbine
Im Oktober 2025 ist die Luftansaugung der Gasturbine installiert worden. Die angesaugte Luft wird durch mehrere Stufen an Filtersystemen geführt, durch die ein sehr hoher Abscheidegrad der in der Luft enthaltenen Partikel erreicht wird: Von grobem Staub und Sand über Feinstaub wie Pollen bis hin zu mikroskopisch kleinen Rußteilchen. Auf diese Weise gelangt ausschließlich gereinigte Luft in den Verbrennungsprozess, der die Turbine antreibt. Durch das Filterhaus strömen rund 2,5 Millionen Kubikmeter Luft pro Stunde. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch atmet im selben Zeitraum etwa 7,2 bis 10,5 Kubikmeter Luft ein. Die Installation stellt einen weiteren wichtigen Schritt im technischen Ausbau der Anlage dar.
September 2025: Errichtung des Fernwärmespeichers
Ende September 2025 ist der Fernwärmespeicher fertiggestellt worden. Der Speicher ermöglicht es, überschüssige Wärme zwischenzupuffern und bei Bedarf abzugeben. Mit dem Bau wurde im Dezember 2024 begonnen. Die einzelnen Bleche wurden dabei von unten nach oben eingeführt und verschraubt, sodass der Speicher schrittweise in die Höhe gewachsen ist. Anschließend ist die Isolierung vorgenommen worden. Viele Industrieunternehmen und Haushalte sind an das Heilbronner Fernwärmenetz angeschlossen und werden darüber versorgt. Der Fernwärmespeicher ist Teil des Ausbaus dieses Fernwärmesystems und übernimmt künftig Funktionen zur Speicherung von Wärmeenergie.
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Juni 2025: Einschub von Gasturbine und Rotor
Auf der Baustelle wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht: Die neue Gasturbine und der Rotor des Generators, die zentralen Komponenten der geplanten Gas- und Dampfturbinenanlage, sind erfolgreich eingebaut worden. Die aus Japan und Frankreich gelieferten Bauteile wurden nun mit hoher Präzision und detaillierter Abstimmung an ihrem vorgesehenen Platz positioniert. Beim Einschub der Gasturbine musste eine Strecke von 50 Metern zurückgelegt werden. Keine leichte Aufgabe bei 380 Tonnen Gewicht und einer Einschubgeschwindigkeit von etwa 2 Metern pro Stunde. Millimeterarbeit!
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April 2025: Betongleiten des Schornsteins
Das Betongleiten des Schornsteins abgeschlossen. Dies ein Verfahren, bei dem der Schornstein kontinuierlich aus Beton gegossen wird, während er auf eine bestimmte Höhe wächst. Eine spezielle Gleitform ermöglicht es, den Beton in einem Stück zu gießen und die Form nach oben zu bewegen, während der Beton aushärtet. Nach Erreichen der gewünschten Höhe wird die Gleitform entfernt und der Schornstein kann weiterbearbeitet werden. Auf diese Weise ist der Schornstein innerhalb von 5 Wochen ununterbrochen auf eine finale Höhe von 144 Metern gewachsen.
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März 2025: Montage der Kesseldruckmodule
Das Einheben der Kesseldruckmodule sowie das Gleiten des Schornsteins haben begonnen. Die insgesamt 15, jeweils bis zu 230 Tonnen schweren Kesselmodule werden nach und nach mit einem großen und einem kleinen Kran eingehoben. Der große Kran hat eine Tragfähigkeit von bis zu 1.350 Tonnen. Im Kessel findet der Wärmeübergang vom heißen Abgas aus der Gasturbine auf den Wasserdampf statt, der dann wiederum die Dampfturbine antreibt.
Februar 2025: Hochlauf des Stahlbaus
Die Fundament- und Tiefbauarbeiten schreiten zügig voran. Das Maschinenhaus und das Kesselhaus nehmen – deutlich erkennbar am blauen Stahlbau – allmählich Gestalt an. Im nächsten Schritt können die Kesseldruckmodule im Kesselhaus installiert werden. Gleichzeitig startet der Bau des 60 Meter hohen Wärmespeichers. Das Gleiten des 144 Meter hohen Schornsteins der GuD-Anlage wird ebenfalls vorbereitet. (Bildquelle: Drohnenaufnahme Züblin)
Januar 2025: Anlieferung der Gasturbine
Auf der Baustelle konnte nach Fertigstellung der Gründungsarbeiten zwischenzeitlich der Anlagenbau beginnen. Das Blau des ersten Stahlbaus ist bereits auf dem Baufeld sichtbar. Außerdem wurden im Januar die Gasturbine und der Generator angeliefert – ein wichtiger Schritt für das Projekt. (Fotograf: Markus Völter)
November 2024: Arbeiten schreiten voran
Im November 2024 haben die Arbeiten auf der Baustelle große Fortschritte gemacht. Neben der Herstellung der Fundamente, Bodenplatten und ersten Gebäude schreiten auch die Tiefbauarbeiten weiter voran. Wo zu Beginn des Jahres noch eine Wiese war, sind mittlerweile die Umrisse der Gebäude sichtbar und das Kraftwerk wächst langsam in die Höhe. Insgesamt wurden bereits 1600 Bohrpfähle hergestellt und nun geht es mit dem Bau der oberirdischen Strukturen weiter. Im neuen Jahr beginnt dann der tatsächliche Anlagenbau.
September 2024: Beginn Rohbauarbeiten
Nach Fertigstellung der Pfahlgründung wurde im Juli mit dem Rohbau, d. h. der Herstellung der Bodenplatten und Gebäuden aus Beton, begonnen. Um die schweren Lasten der später einbetonierten Hauptkomponenten zu tragen, benötigen die Fundamente eine Bewehrung für mehr Tragfähigkeit. Auf dem Bild zu sehen ist die Bewehrung für den sogenannten „Power Train“.
Juli 2024: Erhalt der 1. Teilgenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Wir haben die 1. Teilgenehmigung nach dem BImSchG für unser geplantes Kraftwerk erhalten! Diese Genehmigung ist ein wichtiger Meilenstein für unser Projekt und bedeutet, dass wir nun mit allen Bauarbeiten beginnen können. Im Rahmen der 2. Teilgenehmigung werden wir als Nächstes die Betriebserlaubnis für die Anlagen beantragen. Die Einreichung ist für Ende 2024 geplant. Im Verfahren wurde die Öffentlichkeit beteiligt. Vor dem jetzigen Erhalt des Bescheids für die 1. Teilgenehmigung haben wir einen umfangreichen Bescheid zum vorzeitigen Beginn von der zuständigen Genehmigungsbehörde erhalten. Dieser ermöglicht es uns – auf eigenes Risiko – mit definierten Bauarbeiten noch vor dem Erhalt der Genehmigung zu beginnen. In Heilbronn bauen wir auf dieser Basis seit November 2023. Das Verfahren hat insgesamt 13 Monate gedauert.
April 2024: Beginn der Arbeiten zur Bohrpfahlgründung
Die Gründungsphase des Bauprojekts schreitet mit der Herstellung der rund 1.600 Bohrpfähle weiter voran. Die Pfahlgründungen sind so ausgelegt, dass die Lasten, die künftig aus dem neuen GuD-Kraftwerk kommen, in den tragfähigen Lettenkeuper in etwa 10 Metern Tiefe übertragen werden. Dabei werden die weniger tragfähigen Schichten umgangen. Der Beginn dieser Baumaßnahme markiert einen wichtigen Fortschritt für das Projektteam.
März 2024: Abschluss der Kühlturmsanierung
Seit Juli 2023 wurde der Naturzugnasskühlturm saniert, in dem sowohl die Kühleinbauten als auch Tropfenabscheider (auf dem Bild zu sehen) erneuert wurden und die Wasserverteilung saniert wurde. Diese Arbeiten sind im März beendet worden, der Kühlturm wird durch die Neuanlage weitergenutzt.
Februar 2024: Spatenstich und offizielle Eröffnung der Baustelle
Mit dem Start der Bauarbeiten am Kraftwerksstandort Heilbronn geht nun auch das dritte sogenannte „Fuel-Switch“-Projekt der EnBW in die Umsetzung. Der Staatssekretär des Umweltministeriums von Baden-Württemberg Andre Baumann, Oberbürgermeister Harry Mergel, Werkleiter des Audi-Standorts Neckarsulm Fred Schulze, sowie EnBW-Vorstand Dirk Güsewell und Leiter Erzeugung Portfolioentwicklung Michael Class vollzogen den traditionellen ersten Spatenstich am 23. Februar 2024.
Juni 2023: Vertragsunterzeichnung Bebauungsplan
Am 28. Juni 2023 wurde der erste Meilenstein zur Realisierung des Fuel Switch Projekts in Heilbronn erreicht. Die Unterzeichnung der städtebaulichen Verträge im Kontext des Bebauungsplans ebnet den Weg für den Bau des Kraftwerks, da hiermit die notwendigen rechtlichen und planerischen Grundlagen mit der Stadt geschaffen werden.
Foto (v.l. Reihe hinten: Christoph Rundel (Abteilungsleiter Planung im Planungs- und Baurechtsamt), Erster Bürgermeister Martin Diepgen, Baubürgermeister Andreas Ringle, Tilmann von Frantzius (Planungs- und Baurechtsamt), Diana van den Bergh (EnBW-Projektleiterin), Jens Rathert (EnBW-Projektleiter; Reihe vorne: Oberbürgermeister Harry Mergel, EnBW-Vorstand Dr. Georg Stamatelopoulos).
Fragen und Antworten
Der Spatenstich für das Bauprojekt erfolgte am 23. Februar 2024. Die Bauarbeiten begannen bereits im November 2023, da eine Genehmigung für den vorzeitigen Beginn vorlag. Die Hauptbauaktivitäten sollen bis 2027 abgeschlossen werden, gefolgt von der Inbetriebsetzungsphase und der kommerziellen Inbetriebnahme.
Dass Baumaßnahmen in der Umgebung spürbar sind, lässt sich leider nicht vollständig vermeiden. Die EnBW bemüht sich aber, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Die meisten Arbeiten werden tagsüber durchgeführt, Schwertransporte, sofern möglich, in die Nachtzeiten verlegt.
Alle Maßnahmen erfolgen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens und in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart sowie der Stadt Heilbronn. Zudem steht die EnBW auch weiterhin im Dialog mit den Anwohner*innen, um ihre Anliegen und Fragen zu berücksichtigen.
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme aller neuen Kraftwerks- und Fernwärmeanlagen bleiben die bestehenden Kraftwerke weiterhin in Betrieb. Dadurch wird gewährleistet, dass die Stromversorgung über das Kraftwerk und die Fernwärmeversorgung in der Stadt Heilbronn und der Region zu jedem Zeitpunkt zuverlässig sichergestellt sind.
Für Fragen, Anregungen oder Kritik wenden Sie sich jederzeit per E-Mail an heilbronn@enbw.com.
Die EnBW informiert regelmäßig über den Projektfortschritt und aktuelle Meilensteine. Dies erfolgt über die Projektseite, zu finden unter www.enbw.com/heilbronn, sowie über Flyer. Zusätzlich berichten die Medien in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt auf der Baustelle.
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden Gutachten wie ein Schallgutachten erstellt, um die Auswirkungen des Neubaus auf die Umgebung zu bewerten.
Nach der Inbetriebnahme der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) sollen die Blöcke 5, 6 und 7 stillgelegt werden. Nur wenige Großkomponenten, wie der Hilfsdampferzeuger 3, der Kühlturm und die Wasseraufbereitung, sollen weiterhin in Betrieb bleiben. Da die stillzulegenden Anlagen bisher maßgeblich zu den Schallemissionen am Standort beigetragen haben, kann sich die Lärmsituation insgesamt verbessern.
Die GuD wird nach aktuellem Stand der Technik mit Schalldämpfern und Schalldämmkulissen ausgestattet, um die gesetzlichen Grenzwerte gemäß der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einzuhalten. Zusätzlich entfällt die Anlieferung und Entsorgung von Rest- und Zusatzstoffen aus der Rauchgasreinigung der Kohleblöcke, wodurch sich das Verkehrsaufkommen reduzieren kann.
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden Gutachten wie eine Immissionsprognose der Luftschadstoffe erstellt, um die Auswirkungen der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage auf die Umgebung zu bewerten.
Durch die geplante Umstellung von Kohle auf Erdgas können sich die Emissionen von CO₂ und weiteren klimaaktiven Stoffen verringern. Für Heilbronn sieht die aktuelle Planung eine Reduktion der CO₂-Emissionen um rund 50 % gegenüber dem heutigen Kohlekraftwerk vor. Dies entspricht über eine Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr. Auch bei anderen Luftschadstoffen ist laut Prognosen eine Verringerung vorgesehen: Der Ausstoß von Stickoxiden (NOₓ) könnte im Vergleich zum Bestand um etwa 80 % sinken, der von Schwefeloxiden (SOₓ) um mehr als 90 %. Zudem wird eine um 44 % geringere Staubbelastung erwartet, und Schwermetallemissionen, die bei der Kohleverstromung auftreten, fallen nach der Umstellung weg.
Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens werden Gutachten wie eine Untersuchung der Effekte auf den Gewässerschutz erstellt, um die Auswirkungen des Neubaus auf die Umgebung zu bewerten.
Durch die Inbetriebnahme der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) und der anschließenden Stilllegung der Altanlagen wird nach aktueller Planung deutlich weniger Wärme als heute in den Neckar eingeleitet, der ans Kraftwerksgelände angrenzt. Dies kann zu einer Verbesserung der Situation für den Gewässerschutz im Vergleich zum aktuellen Zustand beitragen.
Das Genehmigungsverfahren der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) wird in zwei Teilen durchgeführt:
- Der erste Teil des Antrags wurde im Juni 2023 eingereicht. Die EnBW erhielt hierfür im Juli 2024 die Teilgenehmigung.
- Der zweite Teil des Antrags wurde im Juni 2025 eingereicht. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Die zuständige Genehmigungsbehörde ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Anpassung des Bebauungsplans des Geländes wurde bereits 2022 durch die Stadt Heilbronn vorgenommen.
Die EnBW schätzt das Investitionsvolumen des Bauprojekts derzeit auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
Auf dem bisherigen Kraftwerksgelände entstehen zwei neue Hauptbauwerke:
- Die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) mit ihren Nebenanlagen wird im Bereich östlich des Kühlturms errichtet.
- Zusätzlich wird ein Fernwärmespeicher gebaut, der sich ebenfalls im Bereich östlich des Kühlturms befindet.
Die zukünftige Nutzung der freiwerdenden Flächen ist derzeit noch offen und wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die Entscheidung für eine Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) basiert auf ihrer hohen Effizienz:
- Für eine zuverlässige Energieversorgung ist es entscheidend, den eingesetzten Brennstoff möglichst effizient zu nutzen, um aus einer gegebenen Menge möglichst viel Strom und Wärme zu erzeugen.
- Durch die Kombination aus Strom- und Wärmeerzeugung im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess kann eine GuD nach heutigem Stand der Technik eine Brennstoffausnutzung mit einem Wirkungsgrad von über 60 % erreichen.
Besonders im Bereich der Wärmeerzeugung sind erneuerbare Energien aktuell noch nicht in der Lage, fossile Brennstoffe innerhalb weniger Jahre und in allen Anwendungsfällen vollständig zu ersetzen.
Erdgas wird deshalb als Übergangslösung betrachtet, da es im Vergleich zu Kohle die Treibhausgasemissionen potenziell verringern kann. Wichtig ist dabei, dass Erdgas nur für eine Übergangszeit vorgesehen ist.
Die eingesetzten Gasturbinen sind flexibel und so ausgelegt, dass sie später auf die Verbrennung von anderen Gasen, beispielsweise grünem Wasserstoff, umgestellt werden können.
Bereits bei der Inbetriebnahme der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) ist es nach aktueller Planung möglich, dem Erdgas bis zu 20 % Wasserstoff beizumischen, wodurch die Treibhausgasemissionen weiter reduziert werden könnten. Der Wechsel zu Erdgas bildet somit einen Übergangsschritt hin zu einer künftigen Energieversorgung mit Wasserstoff.
Die neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) unterstützt die Versorgungssicherheit und kann die schwankende Energieproduktion aus erneuerbaren Energien ergänzen. In der Anfangsphase wird die GuD im Vergleich zur Kohleverstromung Strom und Fernwärme mit geringeren CO₂-Emissionen bereitstellen.
Perspektivisch kann die Anlage bei einem Betrieb mit Wasserstoff als Brennstoff zu einer weiteren Reduktion von CO₂-Emissionen beitragen. Nach aktuellem Stand der Technik sind mit einer GuD-Anlage geringere Emissionswerte bestimmter Luftschadstoffe verbunden als bei älteren fossilen Erzeugungsanlagen.
Nicht direkt und zu jeder Zeit. Die Umstellung eines Ballungsraums auf regionale erneuerbare Energien ist eine komplexe Herausforderung. Das liegt vor allem daran, dass erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik viel Platz benötigen, da ihre Energiedichte vergleichsweise gering ist.
Zudem sind diese Energiequellen nicht regelbar – sie erzeugen Strom, wenn Wind oder Sonne verfügbar sind, und nicht unbedingt dann, wenn der Energiebedarf am höchsten ist. Um diese Schwankungen auszugleichen, sind flexibel regelbare Kraftwerke für den Bedarfsfall notwendig.
Eine Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) besteht aus einer Gasturbine, einer Dampfturbine und Wärmetauschern für die Erzeugung von Heißwasser. Sie nutzt die Energie, die bei der Verbrennung von Erdgas entsteht, besonders effizient, indem sie die entstehende Wärme dreimal verwendet:
1. Stromerzeugung durch die Gasturbine: Die heißen Verbrennungsgase, die bei der Verbrennung von Erdgas entstehen, treiben zunächst eine Gasturbine an. Diese ist mit einem Generator verbunden, der die mechanische Energie der Turbine in elektrische Energie umwandelt.
2. Zusätzliche Stromerzeugung durch die Dampfturbine: Die Abgase aus der Gasturbine sind immer noch sehr heiß. Diese Wärme wird in einem Abhitzekessel genutzt, um Wasser zu verdampfen. Der Dampf treibt eine Dampfturbine an, die ebenfalls Strom erzeugt.
3. Weiternutzung der Restwärme: Ein Teil des Dampfes, der bereits zur Stromerzeugung genutzt wurde, wird der Dampfturbine entnommen und für die Erzeugung von Fernwärme genutzt. Im Vergleich zur direkten Wärmeerzeugung in Kesselanlagen ist dieser Prozess deutlich effizienter.
Dank dieser Kraft-Wärme-Kopplung erreicht die GuD nach heutigem Stand der Technik eine Brennstoffausnutzung von über 70 %. Im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk lassen sich nach aktueller Planung die CO₂-Emissionen auf diese Weise um rund 50 % reduzieren. Der Wechsel von Kohle zu Erdgas wird daher als Übergangsschritt betrachtet, der zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen beitragen kann.
Die Kraft-Wärme-Kopplung der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) sorgt für eine besonders effiziente Nutzung des Brennstoffs Erdgas und bietet perspektivisch die Möglichkeit, vollständig auf Wasserstoff umzusteigen.
In der Anfangsphase würde Erdgas mit bis zu 20 % Wasserstoffanteil verwendet werden, sofern dieser in ausreichender Menge verfügbar ist. Ab voraussichtlich Ende der 2030er Jahre wäre durch Anpassungen dann der Betrieb mit 100 % Wasserstoff möglich.
Folgende Vorteile kann die Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) gegenüber den bisher genutzten Steinkohleblöcken am Standort Heilbronn bringen:
- Die gasbefeuerte Anlage kann flexibler geregelt werden als ein Kohlekraftwerk und dadurch Schwankungen bei Wind- und Solarstrom besser ausgleichen.
- Die Kraft-Wärme-Kopplung in der GuD trägt zu einer effizienten Brennstoffnutzung bei. Perspektivisch ist eine Umrüstung für den Einsatz von Wasserstoff möglich, sofern die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
- Erdgas verursacht im Vergleich zu Steinkohle geringere direkte CO₂-Emissionen. Nach aktueller Planung könnte der Ausstoß pro erzeugter Kilowattstunde Strom ab 2027 um mehr als 50 % sinken – abhängig von der Betriebsweise.
- Laut Prognosen ist eine Verringerung von Luftschadstoffen vorgesehen: Stickoxidemissionen (NOₓ) und Schwefeloxidemissionen (SOₓ) werden deutlich sinken, die Staubbelastung um etwa 44 % zurückgehen; Schwermetallemissionen aus der Kohleverfeuerung entfallen.
- Mit der Stilllegung der Kohleblöcke entfällt künftig das bestehende Kohlelager, wodurch bisher damit verbundene Staub- und Lärmemissionen nicht mehr auftreten.
- Das Verkehrsaufkommen kann sich verringern, da keine Kohlelieferungen mehr erforderlich sind und zusätzliche Transporte für Rauchgasreinigung weitgehend entfallen.
- Der Schallpegel der Anlage soll durch moderne Schallminderungstechnik begrenzt werden. Zudem werden Kohlekessel, Hilfsdampferzeuger und Rauchgasreinigung außer Betrieb gehen.
- Die GuD ist so ausgelegt, dass sie perspektivisch vollständig mit Wasserstoff betrieben werden kann. Dies setzt ausreichende Wasserstoffverfügbarkeit und angepasste Infrastruktur voraus. Die CO₂-Bilanz hängt dabei von der Herkunft und Herstellungsweise des Wasserstoffs ab.