Mann mit Tasse in der Hand
Heizungsmodernisierung

Heiß begehrt: Umwelt­freund­liche Hei­zungen

Setzen auch Sie sich für eine klimafreundlichere Welt ein und möchten mehr zum Umwelt­schutz beitragen? Das können Sie ganz einfach, indem Sie Ihre alte Heizungs­anlage modernisieren und diese gegen eine neue, effizientere und somit sparsamere aus­tauschen. Lernen Sie im 1. Kapitel alle Heizungstypen und die passenden Tarife der EnBW kennen.

Haben Sie sich bereits für eine Heizung entschieden? Dann informieren wir Sie im 2. Kapitel über die aktuelle Gesetzeslage.

Drei konkrete Anwendungsbeispiele im 3. Kapitel helfen Ihnen zusätzlich bei der Heizungswahl für Ihr Zuhause.

Mann informiert sich über Heizungstypen auf der EnBW-Seite
Heizungstypen

Alte und neue Dauerbrenner

Möchten Sie die alte Heizung in Ihrer Immobilie modernisieren? Oder bauen Sie ein neues Haus und suchen nach einer umweltfreundlichen Heizanlage? Wir unterstützten Sie dabei, die richtige Wahl für Ihr Zuhause zu treffen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer kompakten, auf der zuverlässigen Brennwerttechnik basierenden Gastherme oder einer besonders energieeffizienten Wärmepumpe? Ganz egal, für welchen dieser neuen Wärmeerzeuger Sie sich entscheiden: Mit einer Anlage auf dem aktuellen technischen Stand heizen Sie deutlich effektiver und sparen direkt bares Geld.

Ausgebrannt: Unter diesen Bedingungen steht ein Heizungstausch bevor

Ikonographische Darstellung eines Kalenders mit der Jahreszahl 1980.

1. Die Heizungsanlage ist älter als 30 Jahre.

Gas

2. Als Brennstoff kommt Öl oder Gas zum Einsatz.

Ikonografische Darstellung der Leistungsgröße Kilowatt

3. Die Leistung der Anlage liegt zwischen 4 und 400 kW.

Ikonografische Darstellung eines Thermometers

4. Der Kessel verwendet Konstant­temperatur-Technik.

Eine Austauschpflicht besteht dann, wenn alle vier in der Grafik aufgezeigten Bedingungen auf Ihre Heizungsanlage zutreffen. Keine Austauschpflicht besteht, wenn Ihre bisherige Heizungsanlage bereits auf die Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik setzt. 

Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten macht ein Austausch aufgrund attraktiver staatlicher Förderprogramme häufig dennoch Sinn, selbst, wenn derzeit keine Austauschpflicht für Ihre aktuelle Heizungsanlage besteht.

Lernen Sie verschiedene Heiztechniken kennen

Klicken Sie auf die orangenen Punkte.
Lernen Sie verschiedene Heiztechniken kennen

Welche Heizung ist die richtige für mich?

Die Entscheidung für ein neues, mitunter sogar anderes Heizungssystem ist mit erheblichen Investitionen verbunden und hat langfristige Konsequenzen, schließlich bleibt eine gerade installierte Heizung in der Regel mindestens 15 bis 20 Jahre in Betrieb. Umso wichtiger ist es, sich für ein dauerhaft wirtschaftliches und zukunftsorientiertes System zu entscheiden, um nicht über die Betriebszeit in einer technologischen Sackgasse zu landen.

Nicht jeder Heizungstyp eignet sich gleich gut für eine Immobilie. Welche Option für Sie die beste ist, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Dämmstandard Ihres Hauses. Wir empfehlen daher, sich vor einer Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Heizungstypen von einem zertifizierten Energieberater beraten zu lassen. So können Sie die individuellen Gegebenheiten vor Ort gemeinsam mit Ihrem Berater besser bestimmen und zu einer optimalen Entscheidung kommen. Einen Energieberater in Ihrer Nähe finden Sie beispielsweise auf www.energie-effizienz-experten.de.

Weitere interessante Informationen finden Sie auch im EnBW-Blogbeitrag „Welche Heizung ist die richtige für mich?“

Sichern Sie sich Ihre Bestförderung

Mann und Frau besprechen Fördermöglichkeiten

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bieten günstige Konditionen und Fördermöglichkeiten beim Heizungstausch als Zuschuss oder zinsgünstiges Darlehen an. Informieren Sie sich über die aktuellen Konditionen auf deren Internetseiten. Auch gibt es seit diesem Jahr die Möglichkeit, energetische Sanierungen und Maßnahmen zum Klimaschutz, auch der Austausch der alten Heizung steuerlich geltend zu machen.
Informieren Sie sich auf der Homepage der KfW oder des BAFA, oder lassen Sie sich von einem zertifizierten Energieberater beraten und die Förderung berechnen. Auch seine Leistungen sind förderfähig.

Förderprogramme für Heizungs­modernisierer

Wer auf eine moderne, umwelt­freundliche Heizung setzt und damit die Umwelt schützt, wird mit einer finanziellen Förderung belohnt. Lernen Sie alle attrak­tiven Förderproramme und Ihre Möglichkeiten kennen.

Interessante Beiträge für Sie

Paar spricht mit Beraterin über interessante Angebote der EnBW
Aktuelle Gesetzeslage

Neue Heizung? Ist Gesetz(t)!

Ab 2026 dürfen Ölheizungen in Neubauten und Bestandsgebäude nur noch dann eingebaut werden, wenn durch eine sogenannte Hybridanlage der gesetzlich geregelte Anteil an erneuerbarer Energie genutzt wird. Dies ist im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorgesehen, welches am 1. November 2020 in Kraft getreten ist. Das Ziel der neuen Verordnung besteht unter anderem darin, den Primärenergiebedarf von Gebäuden und folglich deren Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Ölheizungen dürfen laut dem Klimaschutzprogramm 2030 in Neu- und Bestandsgebäuden ab 2026 nicht mehr eingebaut werden, wenn eine klimafreundlichere Wärmeversorgung möglich ist. Dies ist in Bezug auf den CO₂-Ausstoß fast immer der Fall.

Junges Paar schaut sich die Rechnung an

Noch mehr Paragrafen für Immobilienbesitzer und Bauherren?

Nein! Denn das GEG vereint die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungs- (EnEG) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), um eine einfachere, ordnungsrechtliche Grundlage für die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude zu schaffen. Und diese ist zwingend nötig, um die europäische Gebäudeeffizienz-Richtlinie einzuhalten, welche die sukzessive Einführung des Niedrigstenergiegebäude-Standards seit 2019 verlangt. Hier sind die wichtigsten drei Regelungen des GEG für Sie auf einen Blick:

  1. Besitzen Sie bereits eine Immobilie, in der ein alter Öl-Heizkessel ausgetauscht werden muss? Noch ist es möglich, eine neue Ölheizung einzubauen – sinnvoll ist das jedoch nicht. Denn ab dem Jahr 2026 dürfen in Bestandsgebäuden alte Öl-Heikessel nur noch dann gegen neue getauscht werden, wenn kein Anschluss an ein Gas- oder Fernwärmenetz möglich ist. In diesem Fall müssen beim Einbau einer Ölheizung zusätzlich anteilig erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung zum Einsatz kommen, zum Beispiel eine Solarthermie-Anlage. Alternativ kann anstatt einer Ölheizung ebenfalls eine Wärmepumpe eingebaut werden.
  2. Wenn Sie ein neues Haus oder Wohngebäude bauen, dann setzt das EEWärmeG – und nach Inkrafttreten das GEG – Anlagen voraus, die erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung nutzen oder durch bauliche Maßnahmen den Energiebedarf anteilig reduzieren, z. B. durch bessere Dämmung oder eine Photovoltaikanlage mit oder ohne zusätzlichem Batteriespeicher.
  3. Ausgenommen von der Heizungstausch-Regelung sind Bestandsgebäude, die keinen Anschluss an ein Gas- oder Fernwärme-Netz vor Ort haben oder die Nutzung von erneuerbaren Energien aus technischen Gründen nicht erlauben.

Heizung modernisieren und dreifach profitieren

Ikonografische Darstellung von Wärme

Effektiver heizen

Reduzieren Sie Ihren Wärmeverbrauch und nutzen Sie die kostbare Energie viel bewusster.

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Umwelt schonen

Tragen Sie persönlich zum Klimaschutz bei – durch den Einsatz erneuerbarer Energien.

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Geld sparen

Verzichten Sie künftig auf aufwändige Instandhaltungen und Wartungen Ihrer Anlage.

Investieren Sie in eine neue Heizung und sparen Sie sich die CO₂-Steuer

Eine bestehende Heizung zu sanieren oder gleich auszutauschen, ist teuer? Sicherlich ist die Modernisierung mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden. Langfristig gesehen profitieren Sie aber als Verbraucher. Denn aufgrund der ab 2021 fälligen CO₂-Steuer werden die Preise für beispielsweise Öl und Gas steigen. Zunächst betragen die Kosten 25 € pro emittierte Tonne des klimaschädlichen Gases. Bis 2025 werden diese Kosten schrittweise bis auf 55 € je Tonne steigen. Wenn Sie somit heute bereits eine Wärmepumpe einbauen, dann schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern sparen sich in Zukunft auch die CO₂-Steuer.

Mann füllt Online-Widerrufsformular aus
Beispiele aus der Praxis

Drei Heizungen genauer betrachtet

Die Entscheidung für einen bestimmten Heizungstyp hat entscheidenden Einfluss darauf, wie hoch Ihre Investitionskosten ausfallen. Wir geben Ihnen anhand von drei verschiedenen Anwendungsbeispielen einen Anhaltspunkt, mit welchen Summen Sie in der Praxis im Durchschnitt rechnen müssen.

Best-Ager-Paar freut sich über neue Heizung

Gasheizung + Solarthermie = mehr Klimaschutz

Geeignet für: Bestandsgebäude und Neubauten
Während der Haussanierung haben wir auch unsere 30 Jahre alte Gas­heizung modernisiert. Den alten Kessel haben wir gegen einen neuen ausgetauscht, der auf der Brennwerttechnologie basiert. Da unser Haus bereits an das Gasnetz angeschlossen war, konnten wir uns die Kosten für den Anschluss sparen. Aufgrund des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) in Baden-Württemberg mussten wir nach dem Heizungs­tausch sicherstellen, dass die Wärmeversorgung unseres Hauses zu mindestens 15 % über erneuerbare Energien gedeckt wird. Daher haben wir zusätzlich Solarkollektoren auf dem Dach installiert. So nutzen wir die Wärme der Sonne und können jährlich fast 30 % der angefallenen Gaskosten einsparen. Da auch die Nutzung eines Biogastarifs auf den notwendigen Anteil erneuerbarer Energien anrechenbar ist, haben wir uns bewusst für den Tarif EnBW Sorgenfrei und Grün Privatgas mit regenerativem Bioerdgas entschieden.

Wärmepumpe + Photovoltaik = mehr Unabhängigkeit

Geeignet für: Bestandsgebäude und Neubauten
Bei der Planung unseres Hauses wollten wir nichts dem Zufall überlassen. Darum haben wir uns schon im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, auch bei der Wahl unserer Heizung. Fest stand: Sie sollte effizient und umwelt­freundlich sein. Deshalb haben wir und für eine Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage entschieden. Mit einer Wärmepumpe und einer PV-Anlage sind wir unabhängiger. Darüber hinaus erfüllen beide Anlagen sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden die Anforde­rungen des GEG und EWärmeG. In unserem KfW-Effizienzhaus arbeitet unsere Wärmepumpe besonders energiesparend. Den Strom dafür liefert uns die Sonne über unsere Solaranlage frei Haus. Und wenn der Strom von dort mal nicht reicht, nutzen wir den Ökostrom-Tarif NaturWärme Privat der EnBW.

Junges Paar plant beim Hausbau eine Wärmepumpe als Heizung ein
Best-Ager lehnt an einem Holzbalken seines modernisierten Hauses.

Brennstoffzelle = mehr Effizienz

Geeignet für: Neubauten
Als ich mein neues Haus bauen ließ, wollte ich alles perfekt machen und keine Kompromisse eingehen – auch was das Heizen und die Stromer­zeugung anging. Daher entschied ich mich für eine Brennstoffzellen-Heizung. Die Vorteile liegen auf der Hand und haben mich überzeugt: Ich kann Strom und Wärme selbst erzeugen – und dabei auch noch die Umwelt schonen. Als Selbsterzeuger habe ich meine laufenden Kosten besser im Griff. Die hohen Anfangsinvestitionen zahlen sich langfristig gesehen aus, weil sich meine Energiekosten nachhaltig reduzieren lassen.

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