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Herr Canzler, welche Rolle spielt Mobilität im heutigen urbanen Leben?

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Angesichts von täglichen Staus im Berufsverkehr: Ist die Funktionstrennung keine gute Idee gewesen?

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Was bedeutet das konkret für die Stadtplanung?

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Es werden vielerorts neue Stadtquartiere geplant und gebaut. Welche Fehler werden da gemacht? Was sollte man vermeiden?

Umland und Speckgürtel
Umland und Speckgürtel

Das Umland ist mit öffentlichen Verkehrs­mitteln angebunden. Auf dem Land fahren private E-Autos – geladen mit selbsterzeugtem Strom.

Öffentlicher
Raum
Öffentlicher Raum

Der öffentliche Raum bietet den Menschen Aufenthaltsqualität, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten und Raum für Begegnungen.

Citymaut
Citymaut

Citymaut und Parkraum­bewirtschaftung haben sich in vielen Städten bewährt. Sie veranlassen viele Menschen, auf den ÖPNV umzusteigen

Nahversorgung am Ort
Nahversorgung am Ort

Das Quartier bietet Raum fürs Wohnen, zum Arbeiten und für Handel und Dienstleistungen. So ist eine Nahversorgung gewährleistet.

Ladehub
Ladehub

An Lade- oder Mobilitätshubs können Menschen Fahrräder und Cargobikes, Elektroautos und -transporter unkompliziert aus einer Hand buchen und leihen.

ÖPNV
ÖPNV

Eine Anbindung an den ÖPNV gehört zu jedem funktionierenden Stadtquartier. Sie muss schon da sein, wenn die ersten Bewohner einziehen.

Fahrrad & E-Bike
Fahrrad & E-Bike

In der 15-Minuten-Stadt sind alle alltäglichen Ziele in einer Viertelstunde mit dem Rad oder Pedelec erreichbar. Cargobikes übernehmen die letzte Meile im Lieferverkehr.

Energie­konzept
Energiekonzept

Photovoltaik und lokale Energie­speicher bringen die dezentrale Erzeugung von klimaneutralem Strom auch in die Großstädte.

Entsie­gelung
Entsiegelung

Die Entsiegelung von Verkehrs- und Parkflächen ermöglicht das Versickern von Regenwasser. Das schützt vor Überschwemmungen und ist gut fürs Klima.

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Gibt es auch Beispiele, die Sie besonders gelungen finden, die Vorbild sein könnten?

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Fällt Ihnen ein ähnlich positives Beispiel in Deutschland ein

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Ärgert Sie das persönlich?

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Wenn wir die Chance haben, ein Quartier zu planen und neu zu bauen, dann sollten wir also das Auto von vornherein möglichst aussperren?

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Die Menschen in diesen neuen Quartieren werden vermutlich weniger Autos haben, trotzdem haben sie natürlich Mobilitätsbedürfnisse. Wie werden sie von A nach B kommen?

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Sie sagten, das Konzept der autogerechten Stadt sei nicht mehr zeitgemäß. Verliert damit auch der private PKW selbst seine Bedeutung?

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Das ist ein Modell für die Fläche. Aber wie sieht es in den Klein- und Mittelstädten aus? Was passiert beispielsweise zwischen Stuttgart und der Schwäbischen Alb?

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Und wie wird die Mobilität innerhalb der großen Städte in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren aussehen?

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Ist Car-Sharing da eine Alternative?

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Weniger Autos brauchen weniger Platz. Wie können die zum Teil gigantischen Verkehrsflächen in den Großstädten sinnvoll genutzt werden?

Zur Person

Der Sozialwissenschaftler und Mobilitätsforscher Dr. habil Weert Canzler ist einer der Leiter der Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Andreas Knie wurde er 2021 mit dem Bertha-und-Carl-Benz-Preis der Stadt Mannheim ausgezeichnet.

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