Elektroauto-Förderung: Diese Fördermöglichkeiten gibt es

Mit dem sogenannten „Umweltbonus“ unterstützt die Bundesregierung Endverbaucher beim Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden mit einer Prämie. Dank des Corona-Konjunktur-Programms wurde diese als Innovationsprämie nochmal erhöht und bis 2025 verlängert. Darüber hinaus locken steuerliche Vorteile und Fördermittel für Wallboxen.

Elektroautos sind die Fortbewegungsmittel der Zukunft – bis 2030 sollen sechs Millionen von ihnen auf Deutschlands Straßen fahren. Dafür investiert die Bundesregierung weiterhin in Forschung und Entwicklung, Verbesserung der Ladeinfrastruktur sowie in Kaufprämien und Steuervergünstigungen.


Das erwartet dich hier

Wie hoch ist die staatliche E-Auto-Förderung?

Die Prämie für neu gekaufte oder geleaste Elektroautos und Plug-in-Hybride gibt es bereits seit 2016. Ursprünglich sollte die E-Auto-Förderung 2020 enden. Im Herbst 2019 beschloss die Bundesregierung jedoch, den Umweltbonus bis zum Jahr 2025 zu verlängern. Im Rahmen des 130 Milliarden Euro schweren Corona-Konjunkturpakets wurde auch der Förderbetrag noch einmal erhöht: Statt wie zuvor 6.000 Euro sind aktuell sogar bis zu 9.000 Euro möglich. Dieser erhöhte Umweltbonus, der auch als Innovationsprämie bezeichnet wird, wurde zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2021 eingeführt.

In unserem kurzen Film, haben wir die wichtigsten Fakten für dich zusammengestellt:

Bei der Umsetzung des erhöhten Umweltbonus tragen der Staat und die Automobilhersteller die Förderung zukünftig zu unterschiedlichen Teilen: Bis zu 6.000 Euro könnten vom Bund kommen, weitere 3.000 Euro vom jeweiligen Hersteller. Alle Fahrzeuge, die seit dem 4. Juni 2020 zugelassen sind, kommen in den Genuss der höheren Prämie. Die E-Auto-Förderung kann auch rückwirkend beantragt werden.

Wie hoch die staatliche Förderung für dein neues E-Auto ausfällt, hängt von zwei Kriterien ab:

  • Der Antriebsart und
  • dem Basispreis (ohne Sonderausstattungen)

Batteriebetriebene Elektroautos sowie Autos mit Brennstoffzellen erhalten einen höheren Bonus als Plug-in-Hybride. Zudem ist der Umweltbonus gestaffelt: Elektrofahrzeuge mit einem Kaufpreis von über 40.000 Euro erhalten eine geringere Fördersumme als E-Autos, die weniger kosten. Luxus-Stromer wie der Porsche Taycan oder dem Mercedes EQS werden nicht gefördert.

Antriebsart Listenpreis (netto) Förderung
Elektroauto / Brennstoffzelle unter 40.000 Euro 9.000 Euro
Elektroauto / Brennstoffzelle 40.000 bis 65.000 Euro 7.500 Euro
Plug-in-Hybrid unter 40.000 Euro 6.750 Euro
Plug-in-Hybrid 40.000 bis 65.000 Euro 5.625 Euro

 

Gilt die E-Auto-Förderung auch für Gebrauchtwagen?

Neben brandneuen Elektrofahrzeugen sind seit 2020 durch die Ausweitung des Umweltbonus auch „junge Gebrauchte“ förderfähig. Für die Förderhöhe gelten bei der Zweitzulassung die gleichen Fördersätze wie beim Erstkauf. Sprich, auch gebrauchte Elektrofahrzeuge mit einem Kaufpreis bis zu 40.000 Euro erhalten die meiste Förderung. Zur Berechnung des Kaufpreises werden 80 Prozent des Brutto-Listenpreises des Neufahrzeugs minus des Bruttoherstelleranteils herangezogen.

Gebrauchte E-Autos müssen aber zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs eine Reihe von Kriterien erfüllen, um die Förderung zu erhalten:

  • Das gebrauchte E-Auto ist frühestens seit dem 5.11.2019 zugelassen.
  • Die Laufleistung beträgt maximal 15.000 Kilometer.
  • Das E-Auto hat bislang keine staatliche Förderung erhalten (Umweltbonus in Deutschland oder vergleichbare Förderung in einem anderen EU-Staat).

Sind diese Kriterien erfüllt, sind für gebrauchte Stromer bis zu 5.000 Euro Förderung möglich. Ein gebrauchter Plug-in-Hybrid kommt immerhin auf bis zu 3.750 Euro.

Wie werden geleaste Elektroautos gefördert?

Auch das Leasing von Elektroautos wird gefördert. Die Förderung wird dabei in Abhängigkeit von der Leasingdauer gestaffelt: Leasingverträge mit einer längeren Laufzeit als 23 Monate erhalten eine volle Förderung. Bei kürzeren Vertragslaufzeiten reduziert sich entsprechend die Fördersumme. Die Mindestlaufzeit für das Leasing von Elektroautos beträgt sechs Monate, damit du eine Förderung erhältst.

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Wie erhalte ich die Förderung für mein E-Auto?

Zuständig für den Umweltbonus ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Den Umweltbonus erhalten aber nur Stromer und Plug-in-Hybride, die auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA stehen. Deutsche Autohersteller wie Daimler, Volkswagen und BMW beteiligen sich am Programm, außerdem eine Vielzahl ausländischer Autobauer. Das sind beispielsweise Hyundai, Citroën, Nissan, Kia, Mitsubishi, Peugeot, Volvo, Renault, Tesla und Toyota. Die Liste für die E-Auto-Prämie wird stetig aktualisiert und erweitert. Manche Hersteller legen sogar noch einen eigenen Zuschlag auf die Prämie obendrauf, was Elektroautos zusätzlich erschwinglich macht.

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Aufgepasst:

Allerdings solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du von der Förderung nur dann profitierst, wenn du dein E-Auto mindestens sechs Monate behältst. Beachte außerdem, dass kein rechtlicher Anspruch auf Förderung für dein Elektroauto besteht. Allgemein gilt dieser auch nur so lange, bis die Fördermittel ausgeschöpft sind.

Der Antrag erfolgt ganz einfach online beim BAFA. Das E-Auto bzw. das Hybrid-Fahrzeug muss aber bereits auf dich zugelassen sein. Im Antragsformular trägst du bestimmte Informationen zu deiner Person und dem Fahrzeug ein. Anschließend lädst du die Rechnung bzw. den Leasingvertrag sowie einen Nachweis über die Zulassung (Zulassungsbescheinigung Teil II) als Kopie hoch. Wenn du für ein gebrauchtes E-Auto die Förderung beantragst, musst du noch das Formular „Nachweispaket“ ausfüllen.

Wichtig: Auf der Rechnung bzw. dem Leasingvertrag muss der Autohändler bereits den Anteil des Herstellers am Umweltbonus berücksichtigt und vom Kaufpreis abgezogen haben.

E-Auto wird geladen

Elektroauto an einer Ladesäule – dank Umweltbonus sieht man dieses Bild immer häufiger.

Welche weiteren Zuschüsse gibt es für E-Autos?

Zusätzlich zum Umweltbonus fördert der Bund ebenfalls den Einbau eines „Acoustic Vehicle Alerting Systems (AVAS). Dabei handelt es sich um akustische Warnsysteme, die andere Verkehrsteilnehmer auf die besonders leisen E-Autos aufmerksam machen. Die Fördersumme beträgt 100 Euro.

Darüber hinaus kannst du seit dem 24. November 2020 für die Installation eines eigenen Ladepunktes finanzielle Unterstützung beantragen. Den Antrag zur Förderung einer Wallbox kannst du einfach online bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen. Die Fördersumme liegt für jeden Ladepunkt pauschal bei 900 Euro, sofern die Gesamtkosten mindestens dieser Summe entsprechen. Kostet die Wallbox weniger, wird die Summe anteilig berechnet.

Welche steuerlichen Vorteile gibt es für E-Autos?

Auch in steuerlicher Hinsicht profitieren Endverbraucher. So sind batterieelektrische Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Auch bei einem Halterwechsel bleibt die Steuerbefreiung bestehen – allerdings befristet auf den noch verbleibenden Zeitraum. Anschließend zahlen E-Auto-Fahrer nur den halben Satz ihrer Kfz-Steuer. Diese Regelung gilt nicht nur für neue, sondern auch für umgerüstete Elektrofahrzeuge. Hybridfahrzeuge profitieren dagegen nicht von diesen steuerlichen Vorteilen.

Die private Nutzung von Elektro-Dienstwagen mit einem Bruttolistenpreis bis 40.000 Euro, die mehr als zur Hälfte dienstlich eingesetzt werden, wird seit dem 1. Januar 2020 nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil besteuert. Darüber hinaus wird die Kaufpreisgrenze für elektrische Dienstwagen von 40.000 auf 60.000 Euro ab dem 1. Juli 2020 erhöht. Elektro- und Plug-in-Hybride mit einem höheren Bruttolistenpreis werden weiterhin mit 0,5 Prozent ihres Listenpreises versteuert. Zum Vergleich: Die Versteuerung eines Verbrenners ist mit einem Prozent doppelt so hoch.

Interessant für Arbeitnehmer, die mit dem E-Auto zur Arbeit kommen: Wird das Elektroauto beim Arbeitgeber aufgeladen, ist dies steuerfrei. Im Gegensatz zu anderen Arbeitgebervergünstigungen wird das Aufladen nicht als geldwerter Vorteil angesehen.

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Regionale Fördermöglichkeiten für E-Autos aus Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg hat zur Förderung der Elektromobilität seit 2017 insgesamt 16 Millionen Euro in Form von BW-e-Gutscheinen bereitgestellt. Den Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro (seit März 2020) können zum Beispiel Freiberufler, Unternehmen oder Kommunen erhalten. Privatpersonen sind leider nicht förderberechtigt. Voraussetzung ist, dass die E-Fahrzeuge in Baden-Württemberg zugelassen sind und auch hauptsächlich hier verkehren.

E-Auto wird auf einem Platz in der Stadt geladen.

Elektromobilität und Carsharing ergänzen sich ideal. Daher unterstützt das Land Baden-Württemberg Carsharer bei der Anschaffung von E-Antrieben.

Die Zielgruppe sind Fahrzeugflotten mit vielen täglichen Fahrten in der Stadt. Das sind insbesondere Taxibetriebe, Fahrschulen, Car-Sharing-Unternehmen sowie Pflege- und Sozialdienste. Unternehmen, aber auch Vereine oder Stiftungen dürfen die E-Auto-Förderung durch den Umweltbonus mit einem BW-e-Gutschein kombinieren.

Unternehmen aus Baden-Württemberg, die in die Ladeinfrastruktur investieren möchten, können einen Zuschuss zu den Baukosten über das Programm Charge@BW erhalten. Das Bundesland fördert 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (Ladeeinrichtung, Tiefbauarbeiten, Installation und Netzanschluss), bis zu einer Höchstsumme von 2.500 Euro pro Ladepunkt.

Hinweis: Auch für E-Lastenräder, Mieträder und Elektroroller sowie öffentliche Verleihsysteme für Pedelecs, E-Bikes oder Elektroroller gibt es Zuschüsse durch das Land Baden-Württemberg.

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