Zurück nach oben Inhaltsverzeichnis Kapitelnavigation Schließen Inhaltsnavigation Hell Tage Tag Bild herunterladen Blättern zu [COUNT] Stunden Stunde Dunkel Hauptnavigation Minuten Minute Weiterblättern Zurückblättern Artikel vorlesen Vorlesen pausieren Vorlesen fortsetzen Nach links scrollen Nach rechts scrollen Sucheingabe zurücksetzen Suchen Sekunden Sekunde Teilen Börse aktuell geschlossen Tabnavigation
Das Wichtigste in Kürze
  • Klärschlamm enthält wertvollen Phosphor, der für die Düngemittel­produktion benötigt wird und bisher meist importiert werden muss.
  • Die Monoverbrennung von Klärschlamm ermöglicht es, diesen Rohstoff aus der entstehenden Asche zurückzugewinnen.
  • Ab 2029 sind Kläranlagen gesetzlich verpflichtet, Phosphor zu recyceln.
  • Dafür werden in Deutschland deutlich mehr Mono­verbrennungs­anlagen benötigt als derzeit vorhanden sind.
  • Mit dem geplanten Klärschlamm-Heizkraftwerk in Walheim schafft die EnBW zusätzliche Kapazitäten für Recycling, Strom- und Wärmeerzeugung.
Inhalt
Inhalt

Was ist Klärschlamm und wie entsteht er?

Bild herunterladen

Klärschlamm entsteht bei der Abwasserreinigung – und bündelt, was im Alltag aus Haushalten und Betrieben ins Abwassersystem gelangt. In den Kläranlagen durchläuft dieses Material mehrere Reinigungsstufen, bei denen die enthaltenen Stoffe gezielt abgetrennt und in speziellen Becken gesammelt werden.

Die verbleibende Masse wird vor Ort mit Zentrifugen oder Pressen entwässert. Das Ergebnis ist ein dunkles, krümeliges Material mit erdähnlicher Konsistenz, das weitgehend geruchsfrei ist und sich gut weiterverarbeiten lässt. Durch eine anschließende Trocknung – entweder direkt in der Kläranlage oder extern – reduziert sich das Volumen deutlich, was den Transport vereinfacht.

Bild herunterladen
Phosphor ist ein wichtiger Bestandteil in der Landwirtschaft. (Bild: Adobe Stock)

Wofür wird Klärschlamm verwendet?

Noch wird der überwiegende Teil des Klärschlamms in Kohlekraftwerken oder in Zementfabriken mitverbrannt. Direkt auf die Felder darf Klärschlamm nur unter strengen Auflagen: Denn neben wertvollen Nährstoffen wie Phosphor und Stickstoff enthält Klärschlamm auch Schwermetalle, Arzneimittel­rückstände sowie Mikroplastik und Krankheitserreger. Deshalb wurden die Vorschriften für seine Entsorgung und Verwertung in den vergangenen Jahren schrittweise verschärft.

Für die Umsetzung der Verordnungen sind die Bundesländer zuständig – und die verfolgen unterschiedliche Strategien. Während in Baden-Württemberg Klärschlamm fast ausnahmslos verbrannt wird, dürfen ihn Landwirte in Ländern wie Bayern und Niedersachsen in bestimmten Fällen als Düngemittel nutzen.

Welche Verfahren der Klärschlamm­verbrennung gibt es?

Bild herunterladen

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Verfahren für das Verbrennen von Klärschlamm: Er lässt sich entweder zusammen mit anderen Brennstoffen oder getrennt in einer Mono­verbrennungs­anlage verfeuern. Während die Mitverbrennung der Entsorgung dient, ermöglicht die Mono­verbrennung die Rückgewinnung von Phosphor.

Fachleute gehen davon aus, dass die Mono­verbrennung zum Standard für die Verwertung von Klärschlamm wird. Aus zwei Gründen:

Kontext-Menü Download als CSV-Tabelle Download als JPEG-Bild Download als PNG-Bild Im Vollbild öffnen Drucken

Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 2024

Bild herunterladen

Monoverbrennung von Klärschlamm

Bei der Mono­verbrennung verbleiben etwa 90 Prozent des ursprünglichen Phosphors in der Asche. Die Phosphor­konzentration in der gesamten Verbrennungs­asche kann hingegen stark schwanken und liegt im Mittel bei etwa fünf Prozent. Anders als bei der Mitverbrennung vermischt sich die entstehende Asche bei der Mono­verbrennung nicht mit Rückständen anderer Brennstoffe. Der Phosphor lässt sich so wiedergewinnen. Mono­verbrennungs­anlagen bilden daher die Grundlage für das gesetzlich vorgeschriebene Recycling von Phosphor aus Klärschlamm und sind wichtig für eine künftige Kreislauf­wirtschaft. Damit würde Deutschland auch unabhängiger von Importen werden und könnte 40 Prozent seines Phosphorbedarfs für Mineraldünger selbst decken.

Wie viel Energie liefert Klärschlamm?

Getrockneter Klärschlamm liefert pro Einheit ähnlich viel Energie wie Braunkohle. Die verwendeten Mengen unterscheiden sich jedoch deutlich. In Deutschland fallen laut Statistischem Bundesamt pro Jahr nur 1,7 Millionen Tonnen getrockneter Klärschlamm an, es werden aber derzeit noch rund 92 Millionen Tonnen Braunkohle verfeuert.

Bild herunterladen

Vor- und Nachteile der Verbrennungs­verfahren im Überblick

Mono­verbrennung

Vorteile
Nachteile
Vorteile
Phosphor­rückgewinnung möglich
Nachteile
Neue Anlagen nötig
Vorteile
Asche enthält hohe Phosphor­konzentration
Nachteile
Hohe Investitions­kosten
Vorteile
Schadstoffe und Krankheits­erreger werden zerstört
Nachteile
Entstehende Asche muss weiter behandelt werden
Vorteile
Deutliche Volumen­reduktion des Klärschlamms
Nachteile
Zusätzlicher Aufwand für Logistik
Vorteile
Erfüllt die Anforderungen der Klärschlamm­verordnung

Mitverbrennung

Vorteile
Nachteile
Vorteile
Nutzung bestehender Kraftwerke und Verbrennungs­­anlagen
Nachteile
Asche vermischt sich mit anderen Verbrennungs­rückständen
Vorteile
Geringerer Investitionsbedarf
Nachteile
Phosphor­rückgewinnung nicht möglich
Vorteile
Energiegehalt des Klärschlamms wird genutzt
Nachteile
Abhängigkeit von externen Anlagen­betreibern
Vorteile
Einfache Entsorgungsoption
Nachteile
Kohleausstieg schränkt Mitverbrennung in Kraftwerken ein
Nachteile
Neue gesetzliche Vorgaben schränken Verfahren massiv ein

Praxisbeispiel: Klärschlamm­verbrennung der EnBW in Walheim

Bild herunterladen
Am bestehenden Kraftwerks­standort in Walheim entsteht ein modernes Klärschlamm­heizkraftwerk. (Bild: EnBW/Fotograf: Markus Völter)

Die EnBW plant an ihrem bestehenden Kraftwerksstandort in Walheim ein hochmodernes Klärschlamm­heizkraftwerk, das als Nebenprodukt aus der Verbrennung bis zu 300 Haushalte klimaschonend mit Fernwärme versorgen könnte. Die Anlage in Walheim entsteht auf einer alten Kohlehalde, bis März 2025 wurden dort zwei Kohleblöcke betrieben. Vorgesehen ist, dass in Walheim rund 180.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm pro Jahr verarbeitet werden. Pro Stunde wird die Anlage ca. 23 Tonnen verwerten können und dafür mehr als 8000 Stunden pro Jahr in Betrieb sein.

Die ersten Arbeiten für das Klärschlamm­kraftwerk Walheim haben 2025 begonnen, der Rohbau wächst, 2026 kommt die Anlagentechnik hinzu. Das Kraftwerk soll 2027 schrittweise in Betrieb gehen und Mitte 2028 seine reguläre Arbeit aufnehmen. „Das Klärschlamm-Heizkraftwerk bedeutet lokale Wertschöpfung – für Walheim und für Baden-Württemberg und ist wichtig für eine nachhaltige Energiezukunft“, sagt Nils Beeckmann, Leiter Neubauprojekte disponible Erzeugung bei der EnBW.

Die EnBW trägt die Kosten für den Bau vollständig aus eigenen Mitteln. Das Projekt wird somit ohne öffentliche Förderung realisiert. Aktuelle Berechnungen gehen von Investitionen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich aus. Diese Investition zeigt das langfristige Engagement der EnBW für eine nachhaltige Kreislauf­wirtschaft in Baden-Württemberg.

EnBW-Klärschlamm­kraftwerk Walheim – auf einen Blick:
  • 180.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr
  • 20–30 Prozent Trocken­substanzgehalt
  • Ca. 23 Tonnen Durchsatz pro Stunde
  • 8.000 Betriebsstunden jährlich
  • 1,7 Megawatt Stromerzeugung (brutto)
  • Bis zu 4 Megawatt Nahwärme­leistung
Bild herunterladen

Walheim: Technische Umsetzung und Verfahren

Folgende Prozesse sind in Walheim vorgesehen:

  • Der angelieferte feuchte Klärschlamm kommt in einen geschlossenen Speicherbunker und wird in einem weiteren Schritt mit Wärme getrocknet.
  • Aus dem entstehenden Dampf lassen sich bis zu vier Megawatt Fernwärme gewinnen – genug für rund 300 Haushalte. Gerüche dringen nicht nach außen, das verhindern Unterdrucksysteme, Schleusen und Filtertechnik.
  • Ein Wirbelschicht­ofen verbrennt den Klärschlamm dann mit Hilfe von Sand als Wärmeträger bei über 850 Grad.
  • Die entstehende Abhitze wird genutzt, um Dampf zu erzeugen, der eine Turbine antreibt und Strom produziert. Abgase werden über mehrere Filterstufen gereinigt.
  • Die verbleibende Klärschlamm­asche übernimmt ein Dienstleister, der den enthaltenen Phosphor wiedergewinnt.

Warum werden Mono­verbrennungs­anlagen immer wichtiger?

Bild herunterladen

Mono­verbrennungs­anlagen gewinnen aufgrund strengerer Vorschriften an Bedeutung. Vor allem die 2017 neugefasste Klärschlamm­verordnung verpflichtet größere Betreiber, den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen. Klärwerke für mehr als 100.000 Einwohner müssen dieser Pflicht ab 2029 nachkommen, Anlagen für mehr als 50.000 Einwohner bis spätestens 2032. Die Forderung lässt sich nach heutigem technischen Stand am besten mit Mono­verbrennungs­anlagen umsetzen.

Bild herunterladen
Ende Juli 2026 wurden die Trockner-Aggregate für das neue Klärschlamm­heizkraftwerk in Walheim eingehoben. (Bild: EnBW/ Fotograf: Markus Völter)

Gibt es genug Mono­verbrennungs­anlagen?

In Baden-Württemberg gibt es derzeit drei Mono­verbrennungs­anlagen – in Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim. Vier weitere Anlagen sind in Planung, eine wird von der EnBW in Walheim gebaut. „Die Zahl ist noch nicht ausreichend“, sagt Stephen Kemper. Der Leiter der Karlsruher Stadtentwässerung ist Sprecher der Plattform P-RÜCK, einer Initiative, die Betreiber von Kläranlagen bei der Rückgewinnung von Phosphor unterstützt. Auch über ganz Deutschland hinweg gibt es laut einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes von 2025 eine erhebliche Lücke zwischen den existierenden Kapazitäten und dem künftigen Bedarf.

Welche Gesetze gelten für die Klärschlamm­verbrennung?

Bild herunterladen

Die Klärschlamm­verordnung bildet die wichtigste Rechtsgrundlage für die Entsorgung von Klärschlamm in Deutschland. Hinzu kommen Vorgaben aus Kreislauf­wirtschaftsgesetz, Abwasserverordnung, Bundes-Immissionsschutz­gesetz und Düngemittel­verordnung.

Bild herunterladen

Phosphorrückgewinnung als gesetzliche Vorgabe

Die Phosphor­rückgewinnung ist vor allem in der Klärschlamm­verordnung von 2017 geregelt. Sie soll nicht nur Böden und Gewässer schützen, sondern auch dafür sorgen, dass Rohstoffe nicht verloren gehen. Früher wurde Klärschlamm oft als Dünger direkt auf Felder gekippt, was aber aufgrund der enthaltenen Gifte und Schadstoffe nur noch sehr eingeschränkt erlaubt ist. Die Klärschlamm­verordnung setzt einen Schwerpunkt auf die Rückgewinnung von Phosphor.

Bild herunterladen

Umwelt- und Emissions­anforderungen

Für Klärschlamm­verbrennungsanlagen gibt es strenge Umwelt- und Emissionsvorgaben. Vor dem Bau und Betrieb ist eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissions­schutzgesetz erforderlich. Betreiber müssen nachweisen, dass Grenzwerte für Schadstoffe wie Staub, Stickoxide, Schwefeldioxid oder Schwermetalle eingehalten werden. Moderne Rauchgas­reinigungs­anlagen vermindern die Emissionen auf ein Minimum. Zudem überwachen Messsysteme den Anlagenbetrieb und dokumentieren die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Kosten und Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich die Klärschlamm­verbrennung?

Bild herunterladen

Die Klärschlamm­verbrennung sorgt für die Verwertung von Abfällen und bietet die Möglichkeit des Rohstoffrecyclings. Sie ist also ein bedeutender Treiber für die künftige Kreislauf­wirtschaft. Wie groß der wirtschaftliche Nutzen aktuell ist, steht aber noch nicht eindeutig fest. Auf jeden Fall ist die Klärschlamm­verbrennung ein Gewinn für Klima und Bodenschutz. Die modernen Anlagen arbeiten wesentlich effektiver und ohne Schadstoff­emissionen in die Luft abzugeben.

Bild herunterladen

Wieviel kostet die Klärschlamm­verbrennung?

Die Kosten für die Verwertung von entwässertem Klärschlamm liegen Experten zufolge derzeit bei ca. 120 bis 140 Euro pro Tonne. Hinzu kommen Transportkosten sowie die Kosten für die Phosphor­rückgewinnung. P-RÜCK-Sprecher Stephen Kemper geht davon aus, dass sich die bisherigen Kosten der Klärschlamm­entsorgung durch Monoverbrennung und Phosphor­rückgewinnung vervierfachen werden. Als Unsicherheitsfaktor sieht er die Erlöse durch den Verkauf von Recycling-Phosphor, die mit in die Gesamtrechnung einfließen. „Dafür gibt es bislang keinen Markt“, sagt Kemper. Fest steht, dass mögliche Mehrkosten für die Klärschlamm­entsorgung von den Kommunen auf die Abwasser­gebühren umgelegt werden.

Welche Zukunft hat die Klärschlamm­verbrennung?

Bild herunterladen

Die Klärschlamm­verbrennung mit anschließendem Recycling von Phosphor ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und ressourcen­schonende Wirtschaftsweise. Deshalb ist der Ausbau einer geeigneten Infrastruktur besonders wichtig.

Bild herunterladen
Ab spätestens 2032 sollen Klärwerke den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor recyceln. (Bild: EnBW)

Rolle in der Kreislauf­wirtschaft

Die Klärschlamm­verbrennung stärkt die Kreislauf­wirtschaft. Wichtige Rohstoffe gehen nicht verloren, sondern bleiben dem Wertstoff­kreislauf erhalten. Der für die Landwirtschaft wichtige Phosphor spielt dabei eine entscheidende Rolle, da in Deutschland natürliche Lagerstätten kaum vorhanden sind. Kläranlagen werden damit zu einer Form des „Urban Mining“ – sie erschließen Rohstoffe aus bereits genutzten Stoffströmen und verringern die Abhängigkeit von Primärrohstoffen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes ließe sich so ein relevanter Teil des deutschen Phosphorbedarfs für die Düngemittel­produktion decken.

Bild herunterladen

Technologische Entwicklungen

Die technische Entwicklung konzentriert sich auf Monoverbrennungs­anlagen und spezielle Verfahren zur Phosphor­rückgewinnung. Ab 2029 sind viele Kläranlagen gesetzlich verpflichtet Phosphor zu recyceln, deshalb entstehen bundesweit neue Kapazitäten. Zugleich geht die Forschung an Verfahren und Methoden weiter, mit denen sich Rohstoffe aus Klärschlamm zurückgewinnen lassen.

Mittlerweile haben Pilotanlagen ihren Betrieb gestartet, um Phosphor aus Klärschlammasche zu recyceln. Forschung und Entwicklung laufen zwar auf Hochtouren. „Noch gibt es aber keine Anlage, die im Regelbetrieb große Mengen verarbeiten kann“, sagt P-Rück-Sprecher Stephen Kemper. Die Zeit drängt, denn der Bau einer Anlage zur Wiedergewinnung von Phosphor kann mit Planung, Genehmigung und Bau mehrere Jahre dauern. Ab 2029 greift bereits die Recycling-Pflicht für größere Kommunen. Falls es bis dahin nicht ausreichend Kapazität gibt, müssten große Mengen von Asche aus der Mono­verbrennung womöglich auf Deponien gelagert werden.

Fazit

Bild herunterladen

Die Betreiber von Klärwerken stehen vor großen Herausforderungen, da sie neue Wege für die Entsorgung von Klärschlamm finden müssen. Die Zukunft liegt nach heutigem Stand in der Mono­verbrennung. Die Anlagen verbinden Entsorgungs­sicherheit mit Rohstoffrecycling. Sie ermöglichen die gesetzlich geforderte Phosphor­rückgewinnung und gelten deshalb als Schlüssel­technologie für die Klärschlamm­verwertung der Zukunft.

Häufige Fragen

Warum wird Klärschlamm heute verbrannt?

Klärschlamm enthält neben wertvollen Nährstoffen auch Gifte, Mikroplastik und Krankheitserreger. Die Verbrennung zerstört viele dieser Substanzen, vermindert das Volumen deutlich und ermöglicht eine sichere Entsorgung.

Was ist der Unterschied zwischen Mono- und Mitverbrennung?

Bei der Mono­verbrennung wird ausschließlich Klärschlamm verbrannt. Dadurch bleibt der enthaltene Phosphor in der Asche erhalten und kann zurückgewonnen werden. Bei der Mitverbrennung wird Klärschlamm zusammen mit anderen Stoffen verbrannt, was eine Phosphor­rückgewinnung in der Regel unmöglich macht.

Ist Klärschlamm­verbrennung umweltfreundlich?

Die Klärschlamm­verbrennung verursacht Emissionen und benötigt Energie. Gleichzeitig beseitigt sie Schadstoffe, reduziert Abfallmengen und ermöglicht die Rückgewinnung von Phosphor. Moderne Anlagen wie die der EnBW in Walheim haben leistungsfähige Abgasreinigungs­systeme.

Welche Rolle spielt die Phosphor­rückgewinnung bei der Verbrennung?

Phosphor ist ein wichtiger Rohstoff für Düngemittel und muss in Deutschland fast vollständig importiert werden. Die Monoverbrennung macht es möglich, Phosphor aus der Klärschlamm­asche zurückzugewinnen und in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

Ist die Klärschlamm­verbrennung gesetzlich vorgeschrieben?

Nein, eine Verbrennung ist nicht vorgeschrieben. Die Klärschlamm­verordnung verpflichtet jedoch größere Kläranlagen zur Phosphor­rückgewinnung. Da dies derzeit vor allem über die Mono­verbrennung möglich ist, gewinnt dieses Verfahren an Bedeutung.

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Vielen Dank für Ihr Feedback!

Bitte wählen Sie einen oder mehrere Gründe aus, um uns mitzuteilen, was Sie an der Seite gestört hat.

Bitte nennen Sie uns mindestens einen Grund. Leider ist etwas schief gelaufen, bitte versuche Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Wir schätzen es sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Gründe mitzuteilen.

Ihr Feedback hilft uns dabei, die Qualität unserer Inhalte kontinuierlich zu verbessern und besser auf die Bedürfnisse unserer Leser einzugehen.

Unser Redaktionsteam wird die genannten Punkte prüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Antwort absenden
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Vielen Dank für das positive Feedback!

Sie interessieren sich für aktuelle Themen aus der Energiewelt? Mit unserem monatlich erscheinenden Newsletter Energieimpulse bleiben Sie auf dem Laufenden.

Diese E-Mail-Adresse wurde bereits angemeldet Abschicken

Ja, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Durlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe, darf mir zukünftig per E-Mail den Newsletter „Energieimpulse“ mit energiewirtschaftlichen aktuellen Themen zusenden und mein Öffnungs- und Klickverhalten in empfangenen E-Mails individuell auswerten. Die Erteilung der Einwilligung ist freiwillig und ich kann sie jederzeit über den Abmeldebutton im Newsletter oder per E-Mail an energieimpulse@enbw.com widerrufen, ohne dass die Rechtmäßigkeit der bisherigen Datenverarbeitung berührt wird.

Unsere Informationen zum Datenschutz sowie Hinweise zu Ihrem Widerspruchsrecht finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

E-Mail Leider ist etwas schief gelaufen, bitte versuche Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. * Diese Angaben benötigen wir zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Bitte korrigieren Sie die E-Mail Adresse. Bitte geben Sie eine E-Mail Adresse an.
Vielen Dank für Ihre Anmeldung
Es fehlt nur noch ein kleiner Schritt.

Bitte prüfen Sie Ihr Postfach und bestätigen Sie Ihre Anmeldung über den Link in der E-Mail.

Nein Ja
Bild herunterladen