Der Windpark He Dreiht (niederdeutsch für „Er dreht“) liegt rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland. Er ist unser dritter Offshore-Windpark in der Nordsee und der mit Abstand größte: 64 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 960 Megawatt (MW) können rein rechnerisch über eine Million Haushalte ein Jahr lang mit erneuerbarer Energie versorgen. He Dreiht ist damit der derzeit größte Offshore-Windpark Deutschlands.
Der Offshore-Windpark He Dreiht ist vollständig errichtet: Alle 64 Windkraftanlagen sind installiert. Für uns ein Grund zu feiern. Genau das haben wir am 17. September 2026 bei der offiziellen Einweihung getan – gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Denn He Dreiht ist nicht irgendein Windpark – er ist eines der bedeutendsten Projekte für die Versorgung Deutschlands mit erneuerbarem Strom.
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Der Nordsee-Windpark He Dreiht im Überblick
Der Windpark He Dreiht liegt mitten in der Nordsee - rund 85 Kilometer nordwestlich von Borkum und 110 Kilometer westlich von Helgoland – und damit in direkter Nachbarschaft zu unseren Nordsee-Windparks EnBW Hohe See und Albatros.
Baulich bewegt sich He Dreiht aber in einer ganz neuen Dimension: Erstmals kommen 64 Anlagen vom Typ Vestas V236-15.0 MW mit einer Leistung von jeweils 15 MW zum Einsatz. 142 Meter beträgt die Nabenhöhe, der Rotor hat einen Durchmesser von 236 Metern. Eine Umdrehung dieser Giganten reicht rechnerisch aus, um vier Haushalte einen Tag mit Strom zu versorgen.
Offshore-Windpark ohne staatliche Förderung
2017 haben wir in der ersten Ausschreibungsrunde für Offshore-Windparks in Deutschland den Zuschlag für He Dreiht erhalten – ohne Anspruch auf staatliche Förderung. Zur Finanzierung des rund 2,4 Milliarden Euro teuren Großprojekts, haben wir uns eine langfristige Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank gesichert, einem der weltweit größten Geldgeber für Klimaschutz und ökologische Projekte. Zudem wurden eine Minderheitsbeteiligung von 49,9 Prozent an ein Konsortium aus Allianz Capital Partners im Auftrag der Allianz Gesellschaften, AIP und Norges Bank vergeben.
Zudem vermarkten wir den Strom über langfristige Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs). Entsprechende Abnahmeverträge gibt es bereits mit Partnern wie der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens (Fraport), Evonik, Salzgitter, Bosch, Deutsche Bahn, Telekom-Tochter PASM (100 MW), SHS-Stahl-Holding Saar (50 MW)und Google.
Belange von Umwelt und Natur berücksichtigt
Im Rahmen der Planung und Umsetzung eines Offshore-Windparks fühlen wir uns Umwelt und Natur besonders verpflichtet, damit unsere Projekte mit ihren Belangen im Einklang sind. Das ist in einem sensiblen Lebensraum wie der deutschen Nordsee besonders wichtig. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wurde daher eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Offshore-Windpark He Dreiht durchgeführt. Eine allgemein verständliche, nicht technische Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier.
He Dreiht: Technische Daten
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Installierte Leistung
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960 MW
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Jährlicher Ertrag
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3,6 Mrd. kWh
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Turbinen
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64 Vestas V236-15.0 MW
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Fundamente
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Monopiles
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Nabenhöhe
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142 Meter
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Rotordurchmesser
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236 Meter
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Rotorfläche
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43.742 Quadratmeter = rd. 6 Fußballfelder
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Mittlere Windgeschwindigkeit
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10,4 m/s
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Wassertiefe
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37,7 Meter – 40,6 Meter
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EnBW Offshore-Windparks im Vergleich
Im Mai 2024 starteten die Bauarbeiten für Deutschlands größten Offshore-Windpark He Dreiht. Mehr als 500 Personen arbeiteten zu Hochzeiten auf dieser Großbaustelle mitten im Meer. Über 60 Schiffe waren beteiligt. Ein Rückblick in Bildern.
17. September 2026: In Hamburg feiern (vlnr.) Peter Heydecker (Vorstand EnBW), Katharina Fegebank (Umweltsenatorin Hamburg), Dr. Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister Hamburg), Carsten Schneider (Bundesumweltminister) und Dr. Georg Stamatelopoulos (Vorstandsvorsitzender EnBW) den Abschluss der Bauarbeiten. (Bild: EnBW / Rolf Otzipka)
12. August 2026 Geschafft: Die Installation aller 64 Windkraftanlagen ist abgeschlossen. Die Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt wurden vom Hersteller Vestas installiert. (Bild: EnBW / Fotograf Rolf Otzipka)
19. Februar 2026 Die Wind Keeper löst die Wind Orca als Installationsschiff für die Windkraftanlagen ab. Aufgrund des schlechten Wetters dauert es noch einige Zeit, bis sie die ersten Windkraftanlagen vollständig installieren kann.
21. Januar 2026 Halbzeit erreicht: 32 von insgesamt 64 Windkraftanlagen wurden in der Nordsee errichtet. Das Installationsschiff Wind Orca hatte zuvor die Komponenten für jeweils drei Windkraftanlagen vom Hafen Esbjerg in Dänemark zum Windpark transportiert und sie auf die bereits im Meeresboden installierten Fundamente gesetzt. (Quelle: EnBW / Bild: Weltenangler)
24. Oktober 2025 Herbststurm im Baufeld von He Dreiht: Die Installation der Windkraftanlagen muss leider warten.
01. September 2025 Mit Seaway7 und zwei Installationsschiffen wurde die interne Parkverkabelung von He Dreiht erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt rund 100 Kilometer Kabel haben wir in der Nordsee verlegt, die die 64 Windkraftanlagen miteinander verbinden und die Verbindung zur Konverterplattform von TenneT herstellen. (Bild: EnBW / Weltenangler)
07. August 2025 Ein Sommergewitter zieht über das Baufeld unseres Offshore-Windparks He Dreiht. Blitzeinschläge in Offshore-Windkraftanlagen kommen häufig vor. Die Blitzschutzsysteme der Anlagen sind jedoch dafür ausgelegt, den Blitzstrom sicher und schadlos abzuleiten. (Bild: EnBW / Leon Robson, Vestas)
Mai 2025 Millimetergenauer Präzision setzt das Schwerlastschiff Pioneering Spirit die mehr als 12.000 Tonnen schwere Konverter-Plattform BorWin epsilon auf ihr Jacket. (Bild: TenneT)
24. April 2025: Technische Weltpremiere: Zum ersten Mal wird die größte am Markt erhältliche 15 MW-Windkraftanlage von Vestas eingesetzt. Eine einzige Rotorumdrehung reicht aus, um rechnerisch vier Haushalte einen Tag mit Strom zu versorgen. (Bild: EnBW / Fotograf Rolf Otzipka)
12. März 2025: Nach der Winterpause installiert Seaway7 im Auftrag der EnBW das erste von 64 Seekabeln der internen Parkverkabelung mit 100 Kilometern Gesamtlänge. (Bild: EnBW / Weltenangler)
27. August 2024: Das letzte Fundament ist installiert. (Bild: EnBW / Michael Simon)
11. Juli 2024: Wir feiern Halbzeit: Die Hälfte aller Fundamente wurde installiert.
Juli 2024: Auf die Thialf geht es nur mit dem Helikopter.
27. Mai 2024: Mitten in der Nacht wird das erste Monopile in den Meeresboden gerammt. Neben dem Schallschutzsystem reduziert ein doppelter Blasenschleier den Schall, der durch die Arbeiten entsteht.(Bild: EnBW / Weltenangler)
26. Mai 2024: Das Schallschutzsystem hängt am Kran kurz vor dem Einsatz. Es reduziert deutlich die Schallbelastung bei der Installation der Monopiles für den Offshore-Windpark He Dreiht. (Bild: EnBW / Weltenangler)
Mai 2024: Die ersten Monopiles und Transition Pieces treffen im Baufeld von He Dreiht ein. (Bild: EnBW / Weltenangler)
Mai 2024: Die Thialf, einer der größten Schwimmkräne der Welt, ist im Baufeld angekommen und wird in den nächsten Tagen das erste Fundament im Meeresboden installieren. (Bild: EnBW / Weltenangler)
Mai 2024: Transport der Transition Pieces für den Offshore-Windpark He Dreiht. (Bild: EnBW / Weltenangler)
Mai 2024: Jeweils 3 Monopiles und Transition Pieces werden in Eemshaven auf eine schwimmende Plattform geladen, die dann von einem Schlepper ins Baufeld gezogen wird. (Bild: EnBW / Fotograf Rolf Otzipka)
April 2024: EnBW-Mitarbeiterinnen Andrea Albers und Steffi Höper in einem Monopile mit Blick auf drei Transition Pieces. (Bild: EnBW / Magnus Reinke OIM)
April 2024: Tragende Rolle - Beteiligte des He-Dreiht-Projekt in Bremerhaven. Auf dem Bild außerdem zu sehen: ein Monopile von He Dreiht mit 9 Metern Durchmesser und 70 Meter Länge.
April 2024: Projektleiter Hartwig Schnöckel begutachtet das Blech mit einer Stärke von 10 Zentimetern.
April 2024: Das Projektteam von He Dreiht besichtigt die Produktion der Monopiles in Bremerhaven.
Komponenten aus ganz Europa
He Dreiht ist nicht nur eines der größten Offshore-Projekte Europas, die Produktion seiner Komponenten erfolgte auch an zahlreichen Orten zwischen Großbritannien und Italien. Was es für den Bau eines Windparks der Superlative braucht, erfahren Sie hier.
Netzanschluss: 120 Kilometer per Seekabel zur Küste
Kilometerlange Seekabel, eine Konverter-Plattform und Hochspannungsgleichstromkabel bis ans Festland – der Netzanschluss des Offshore-Windparks He Dreiht war ein technisches, logistisches und organisatorisches Mammutprojekt. Der deutsch-niederländische Netzbetreiber TenneT stellte die Anbindung ans Stromnetz mit einer Offshore-Konverterstation und zwei Hochspannungs-Gleichstrom-Exportkabeln sicher. Dafür wurden 120 Kilometer Kabel unter Wasser und 110 Kilometern an Land verlegt.
Megaprojekt und Team erleben
Im April 2017 erhielten wir den Zuschlag für „He Dreiht“. Neun Jahre später ist Deutschlands größter Offshore-Windpark fertiggestellt. Im Video zeigen wir seine Entstehungsgeschichte und die Menschen, die das Projekt möglich gemacht haben.
Wie werden bei einer solchen Offshore Großbaustelle eigentlich die Meeressäugetiere geschützt? Und was machen die Kollegen nach Feierabend an Bord? Wer hätte beispielsweise gedacht, dass es auf dem Mega-Kranschiff einen Swimmingpool gibt?
Mitte Mai wurde das erste der 64 Fundamente für den derzeit größten Offshore-Windpark mitten in der Nacht gelegt. Am frühen Morgen begrüßte die aufgehende Sonne das Team.
Das Mega-Kranschiff und der „größte Hammer der Welt“ – Impressionen vom Bau des Offshore-Windparks He Dreiht. Die EnBW-Kollegen Michael und Jan sind auf der „Thialf unterwegs, um dort die Fundamente für die Windkraftanlagen zu setzen.