Fiat E-Autos: Modelle, Daten und Reichweiten im Überblick

Fiats E-Auto Portfolio ist mittlerweile so vielseitig wie nie zuvor und hat sich von einzelnen Modellen zu einem umfangreichen Angebot entwickelt: Neben dem Bestseller und auch bekanntesten Modell, dem Fiat 500 Elektro, ergänzen nun der City-Zwerg Topolino, der Crossover 600 Elektro sowie der neue Grande Panda Elektro das Angebot. Dank Stellantis-Technik findet sich für jeden Platzbedarf die passende Lösung – vom wendigen Kleinstwagen für die Stadt bis zum elektrischen Raumwunder für Gewerbe und Freizeit.

Aber welches Fahrzeug erfüllt nun welche Anforderungen im Alltag? Wir zeigen Ihnen die unterschiedlichen Eigenschaften der Modelle auf – von der Ladeleistung bis zur Reichweite. Wir erklären, worauf es ankommt, und geben Ihnen einen Überblick über alle aktuellen Modelle.



Fiat 500 Elektro: Der stilsichere City-Flitzer 

Der Fiat 500 Elektro bleibt das Herzstück der Marke und hat sich innerhalb von nur zwei Jahren nach seinem Marktstart vom Newcomer zum absoluten Maßstab für sämtliche City-Stromer entwickelt. Von Käufer*innen wird nicht nur das ikonische Retro-Design des Fahrzeugs geschätzt, sondern auch die Vielfalt: Während die Limousine und das beliebte E-Cabrio zu echten Klassikern geworden sind, hat sich auch die 3+1-Variante mit praktischer, gegenläufig zu öffnender Zusatztür fest etabliert.

Der Fiat 500 Elektro ist in zwei Leistungsstufen zu kaufen:

  • Mit einem 70-kW-Motor (95 PS) für regulären Gebrauch in der City oder auf Langstrecken
  • Mit einem 87-kW-Motor (118 PS) für einen sportlicheren Fahrstil

Mit beiden Antrieben macht die Fahrt dank des typischen spritzigen Antritts im Stadtverkehr viel Spaß.

Auch in Sachen Batterie haben Kund*innen die Wahl: Für den Stadtverkehr eignet sich der 23,8-kWh-Akku als günstigere Einstiegslösung. Nach WLTP schafft er bis zu 190 Kilometer. Innerorts steigt die Reichweite sogar auf bis zu 257 Kilometer (gemessen im WLTP-Zyklus für Stadtfahrten), denn E-Autos sind im Stadtverkehr besonders effizient. Wer flexibler bleiben möchte, wählt die größere 42-kWh-Batterie, mit der der Radius auf bis zu 320 Kilometer (WLTP) ansteigt.

Ist der Akku leer, geht es trotzdem zügig weiter: Die große Batterie lässt sich an Schnellladesäulen mit bis zu 85 kW laden. Innerhalb von fünf Minuten fließt genug Strom für die nächsten 50 Kilometer nach. Wer noch weitere Strecken fahren will, findet hier eine Übersicht zu E-Autos mit großer Reichweite.

Preislich startet der Fiat 500 Elektro aktuell bei 24.990 Euro für die Limousine (UPE des Herstellers ab Werk).

Zwei Fiat 500 bei orangenem Himmel

Erfolgsmodell mit Kultstatus: Der Fiat 500 Elektro gehört fest zum Straßenbild deutscher Städte (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat 600 Elektro: Der farbenfrohe Crossover

Mit dem Fiat 600 Elektro wird die Lücke zwischen dem kompakten 500er und größeren Elektro-SUVs geschlossen. Man kann ihn auch als „großen Bruder“ des Fiat 500 Elektro bezeichnen: Er bietet mehr Platz, hat fünf Türen und ist mit seiner Länge von 4,17 Metern immer noch kompakt genug für kurvige Touren durch die Stadt. Auch optisch setzt Fiat ein Statement: Der Hersteller verzichtet gänzlich auf graue Lackierungen und bietet den 600e ausschließlich in bunten, von Italien inspirierten Farben an. Die Farbpalette umfasst lebendige Lackierungen wie Sicilia Orange, Aqua Blau, Passione Rot oder Mare Grün, die bewusst die Landschaften Italiens widerspiegeln sollen. Mit dieser Strategie möchte Fiat das Lebensgefühl des „Dolce Vita“ stärken.

Auch die technische Seite kann sich sehen lassen: Der Elektromotor leistet 115 kW (156 PS) und beschleunigt in nur 9,0 Sekunden auf Tempo 100. Der 54-kWh-Akku ermöglicht eine Reichweite von 409 Kilometern (WLTP). An einer Schnellladesäule sind bis zu 100 kW drin, so lädt er in unter 30 Minuten von 10 bis 80 Prozent auf. Für das Laden an der heimischen Wallbox ist ein 11-kW-Lader an Bord.

Im Innenraum punktet der Italiener ebenfalls mit einer großen Portion „Dolce Vita“: Heraus stechen vor allem die Massagefunktion „La Prima“ sowie die Ambientebeleuchtung mit dem schmeichelhaften Namen „Color Therapy“. Der Kofferraum fasst stattliche 360 Liter. Eine Anhängerkupplung für Lasten ist leider nicht verfügbar.

Der Startpreis für den Fiat 600 Elektro liegt bei 31.490 Euro (Modell Pop, UPE des Herstellers ab Werk).

Roter Fiat 600 auf der Straße

Der kompakte Crossover: Der neue Fiat 600 Elektro verbindet italienisches Design mit moderner E-Technik (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat Grande Panda: Die elektrische „tolle Kiste“

Der Fiat Grande Panda Elektro markiert die Rückkehr einer Legende. Diese Neuauflage der sogenannten „tollen Kiste“ verbindet das kantige 80er-Jahre-Design mit moderner E-Technik. Mit seinen 3,99 Metern Länge bietet er überraschend viel Platz für fünf Personen sowie einen großzügigen Kofferraum mit einem Volumen von 361 Litern.

Für einen spritzigen Antrieb und ein sofortiges Drehmoment sorgt der 83 kW starke Elektromotor. Die robuste 44-kWh-Batterie schafft eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern (WLTP). Ein ideales Elektroauto für Pendler*innen und das alltägliche Leben. Auch die Innenausstattung kann sich sehen lassen: Hier überzeugen ein 10,25-Zoll-Display sowie charmante Details im „Lingotto“-Design.

Der Stromer kann als Einstiegsversion „Red“ oder voll ausgestattet als „La Prima“ erworben werden. Mit einem Einstiegspreis von 24.990 Euro (Modell Pop, UPE des Herstellers ab Werk) ist er einer der preislich attraktivsten Angebote in diesem Segment.

Die Rückkehr der „tollen Kiste“: Der neue, rein elektrische Fiat Grande Panda kombiniert kantigen 80er-Jahre-Charme mit modernem Antrieb (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat Topolino: Der City-Stromer ab 15 Jahren

Genau genommen ist der Fiat Topolino kein Auto, sondern ein Leichtkraftfahrzeug (Klasse L6e). Als bester Zweisitzer für die Stadt macht er anderen Leichtkraftfahrzeugen ordentlich Konkurrenz, ist noch dazu stylischer und insbesondere im italienischen Straßenbild häufiger anzutreffen. Mit seinen gerade mal 2,53 Metern Länge stellt er eine ideale und wetterfeste Alternative zu den klassischen E-Rollern dar. Fahrbar ist der Zweisitzer durch die limitierte Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einem 6-kW-Motor (8 PS) für Personen ab 15 Jahren – Voraussetzung ist ein Führerschein Klasse AM.

Die Bedienung ist „kinderleicht“: Es gibt keinen Schaltknüppel, sondern drei Tasten mit den Buchstaben D, N und R sowie zwei Pedale für Gas und Bremse. Erhältlich ist der Topolino in zwei Varianten: als geschlossene Version mit festen Türen sowie als offener „Dolcevita“ mit Tauen und Rollverdeck.

Der Innenraum ist minimalistisch ausgestattet, ohne einen klassischen Kofferraum. Dafür ist genug Stauraum clever im Fußraum sowie hinter den Sitzen integriert. Der kleine Flitzer schafft eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern (WMTC), der Akku ist über eine einfache Haushaltssteckdose in vier Stunden vollgeladen.

Mit einem Preis von weniger als 10.000 Euro ist er der günstige Einstieg in die E-Mobilität.

Zwei türkisfarbene Fiat Topolino

Türen oder Taue? Den City-Stromer Fiat Topolino gibt es in zwei Varianten – wetterfest geschlossen oder als luftiges Cabrio (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat Professional: E-Doblò, E-Scudo und E-Ducato

Wenn Sie auf der Suche nach maximalem Platzangebot für die Familie, Ihr Hobby oder ein Gewerbe sind, lässt die elektrifizierte „Fiat Professional“-Reihe keine Wünsche offen. Der reine PKW-Van E-Ulysse ist aktuell nicht mehr im Fokus – stattdessen bilden drei alternative Nutzfahrzeug-Größen das Rückgrat für alle, die viel transportieren wollen oder müssen.

Einen Vergleich aktueller Modelle finden Sie in unserem Ratgeber für Elektro-Transporter. Alternativ werfen Sie einen Blick auf unsere Übersicht mit weiteren E-Autos mit großem Kofferraum.

Drei Autos der Fiat Familie

Raumwunder unter Strom: Egal ob Handwerk, Logistik oder Großfamilie – Fiat bietet mit seiner Professional-Reihe rein elektrische Lösungen für jeden Einsatzzweck (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat E-Doblò: Der flexible Kompakte

Der Fiat E-Doblò ist das Einstiegsmodell des Herstellers in diesem Segment und punktet mit einer ausgeprägten Vielseitigkeit auf kompakter Grundfläche. Er ist mit entweder zwei oder drei Sitzplätzen sowie in zwei Längen (L1 und L2) erhältlich. Seine 50-kWh-Batterie schafft eine Reichweite von stattlichen 343 Kilometern (WLTP). An einer Schnellladesäule (100 kW DC) ist der Akku innerhalb von etwa 30 Minuten bis zu 80 Prozent geladen.

Innen ist der E-Doblò ein wahres Raumwunder: Die optionale „Magic Cargo“-Funktion kann das Ladevolumen um 0,5 Kubikmeter auf bis zu 4,4 Kubikmeter erweitern. Dadurch streckt sich auch die Länge des Laderaums auf 3,44 Meter. Die Nutzlast beträgt bis zu 800 Kilogramm. Ein weiteres Highlight ist der „Magic Mirror“: Mit zwei Kameras und einem digitalen 5-Zoll-Rückspiegel haben Sie beim Rangieren den besten Durchblick.

Der Elektrotransporter ist ab 36.355 Euro (Kastenwagen) oder ab 39.389 Euro (als Kombi) erhältlich.

Ein grau-blauer Fiat Doblò vor einer Treppe

Der Fiat Doblò: Vielseitiges Nutzfahrzeug mit kompakten Abmessungen, Komfort und Sicherheit (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat E-Scudo: Die goldene Mitte

Mit dem Fiat E-Scudo fährt man einen wunderbaren Allrounder zwischen Kompaktklasse und Großraumtransporter. Er überzeugt nicht nur durch seinen Fahrkomfort im PKW-Stil, sondern auch durch ein hohes Maß an Variabilität. Bei der Gestaltung der Fahrerkabine haben Sie individuellen Spielraum: Die Beifahrersitzbank kann man in einen Tisch verwandeln – ideal für die Pause oder für ein kleines Büro auf Rädern.

Mit seiner 75-kWh-Batterie bietet der E-Scudo eine Reichweite von bis zu 352 Kilometern (WLTP).

In Sachen Stauraum punktet das Fahrzeug durch die optionale „Magic Cargo“-Funktion: Hierdurch entstehen Durchlademöglichkeiten für besonders langes Material. Unter den Sitzen ist ebenfalls ein großes Staufach versteckt.

Der Nettopreis für Gewerbekunden liegt bei 29.300 Euro aufwärts.

Weißer E-Scudo auf einem Parkplatz

Flexibilität, kompakte Außenmaße und großartige Ladekapazität: Das macht den Fiat E-Scudo aus (Bildquelle: ©Fiat 2025).

Fiat E-Ducato: Der Riese für große Aufgaben

Das Flaggschiff der Fiat-Professional-Flotte ist der E-Ducato. Ein Fahrzeug für alle, die beim Platz keine Kompromisse eingehen wollen. Der Transporter bringt eine Nutzlast von bis zu 1.385 Kilogramm mit und ein Ladevolumen von bis zu 17 Kubikmetern. In etwa einer Stunde lädt er sich dank Schnellladung (DC) mit 150 kW auf bis zu 80 Prozent auf. Die 110-kWh-Batterie schafft eine Reichweite von bis zu 424 Kilometern (WLTP). Durch E-Braking, E-Sailing und E-Coasting kann die Effizienz des E-Fahrzeugs noch weiter optimiert werden.

Auch in puncto Sicherheit macht der E-Ducato keine Abstriche und agiert als eine Art intelligenter Co-Pilot. Durch die modernen Assistenzsysteme erlaubt er sogar teilautomatisiertes Fahren (Stufe 2) – ein absolutes Sicherheitsplus im Arbeitsalltag. Zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten sorgen für Flexibilität und machen das Fahrzeug für nahezu jeden Einsatzzweck einsatzbereit, egal ob Logistik-Unternehmen oder Handwerksbetriebe.

Der Fiat E-Ducato ist ab 54.800 Euro netto bestellbar.

Fiat E-Ducato auf der Straße am Fahren

Der Fiat E-Ducato bietet eine hervorragende Ladekapazität, optimale Flexibilität und zahlreiche Sicherheitssysteme (Bildquelle: ©Fiat 2025).

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Fiat Elektro: Zwischen Realismus und Hightech-Zukunft

Pragmatismus und Innovation – das ist die klare Doppelstrategie, die der Hersteller Fiat und der Mutterkonzern Stellantis an den Tag legen.

Marktrealität: Pragmatismus beim Fiat 500

Reine E-Kleinwagen im A-Segment sehen sich aktuell nicht selten mit Absatzschwierigkeiten konfrontiert. Der Grund: Kunden wünschen sich bezahlbare Alternativen. Fiat reagiert pragmatisch und öffnet die Plattform des elektrischen 500e mit einem branchenweit einmaligen Schritt nachträglich für einen Hybrid-Motor. Normalerweise geschieht dieser Umbau andersherum – erst Hybrid-Motor, dann reiner E-Motor. Der Fiat 500 Hybrid steht bereit, um als Brückentechnologie den Einstiegspreis zu senken, ohne das E-Auto aufzugeben.

Neue Fahrzeugklasse: Das europäische „Kei-Car“

Was in der Stadt fehlt, sind sehr günstige E-Autos. Darum arbeitet Fiat aktuell an einem Modell, das die Lücke zwischen dem Topolino und dem Fiat 500 schließt. Als Orientierung dienen die japanischen „Kei-Cars“ oder das Konzept des im Jahr 2010 vorgestellten „Fiat Mio“: Hiermit will der Hersteller ein minimalistisches und effizientes Stadtauto auf die Straße bringen.

Technologischer Durchbruch: Die Feststoffbatterie

Stellantis bereitet gemeinsam mit dem Partner Factorial hinter den Kulissen bereits den nächsten Sprung vor: 2026 sollen erste Testflotten mit Feststoffbatterien starten. Das Versprechen hinter dieser Technologie: Sie bringt die doppelte Energiedichte mit, funktioniert zuverlässig bei Temperaturen zwischen -30 und +45 Grad und lädt in nur 18 Minuten auf 90 Prozent.

Lade-Innovation: Battery Swapping

Fiat testet in Madrid zusammen mit dem Partner Ample den vollautomatischen Akku-Tausch beim Fiat 500e. Dadurch sollen die Ladezeiten drastisch verkürzt werden. Ziel ist es, dass das Fahrzeug in weniger als fünf Minuten voll einsatzbereit ist. Mit dieser Innovation soll Kund*innen vor allem im Carsharing die Reichweitenangst genommen werden.

Unser Fazit:

Wer heute einen elektrischen Fiat fährt, kann sich auf einen ausgereiften City-Stromer verlassen. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass Fiat zur Marke wird, die das Thema Laden und Reichweite durch neue Technologien gerade völlig neu denkt.

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