Gerade weil die Voraussetzungen so unterschiedlich sind, zeigt der Vergleich besonders anschaulich, wie vielfältig elektrische Mobilität inzwischen ist. Der BMW i7 bringt die ganze Welt der Oberklasse-Technik auf die Straße, während der Hyundai Inster beweist, dass Elektromobilität auch im kleinen Format im Alltag problemlos funktioniert.
Preisvergleich BMW i7 vs. Hyundai Inster: Ausstattung & Kosten im Überblick
Beim BMW i7 und dem Hyundai Inster prallen zwei sehr unterschiedliche Konzepte von E-Mobilität aufeinander. Der i7 startet als eDrive50 bei rund 112.000 Euro, je nach Variante kann der Preis bis auf etwa 175.000 Euro steigen. Schon die Serienausstattung demonstriert, wie umfassend das Fahrzeug ausgestattet ist: ein großes Curved Display, hochwertige Materialien, feine Assistenzsysteme und ein Innenraum, der eher an einen modernen Lounge-Bereich erinnert. Über Zusatzpakete wie „Innovation“ mit erweiterten Assistenzfunktionen, „Komfort“ für zusätzliche Sitz- und Klimafeatures oder „Entertainment“ mit dem 31 Zoll großen Theatre Screen im Fonds lässt sich der i7 individuell erweitern. Auf Wunsch kann man ein Panoramadach mit LED-Lichtfäden einbauen lassen – ein Highlight, das ansonsten eher Konzeptfahrzeugen vorbehalten ist.

Mit fast 5,40 Metern Länge, markanten Proportionen und einer ruhig wirkenden Formensprache tritt der BMW i7 eindeutig als Oberklasse-Limousine auf. (Bildquelle: BMW, 2025).
Der Hyundai Inster nimmt einen ganz anderen Weg und ist der perfekte Beweis, wie vielseitig ein Elektro-Kleinwagen heute sein kann – und zwar ohne Abstriche beim Komfort. Ab 23.900 Euro startet die Basis-Version, während die Preise für die höherwertigen Varianten zwischen rund 25.900 und 30.100 Euro liegen. Jede Linie setzt eigene Akzente: „Select“ bietet eine klare digitale Grundausstattung, „Trend“ ergänzt Komfort-Merkmale wie Sitzheizung und zusätzliche Assistenzfunktionen, „Cross“ bringt mit LED-Design ein eigenständiges Erscheinungsbild ein und „Prime“ bündelt nahezu alles, was der Inster technisch zu bieten hat – von der 360-Grad-Kamera bis zu Wärmepumpe und Batterievorheizung.
Reichweite und Effizienz: Wie weit kommen die beiden Modelle wirklich?
Auch bei der Reichweite wird deutlich, wie unterschiedlich die beiden Modelle konstruiert sind. Der BMW i7 arbeitet mit einer großen Hochvoltbatterie von rund 102 kWh nutzbarer Kapazität und erreicht je nach Variante 515 bis 624 Kilometer Reichweite nach WLTP. Der Verbrauch liegt nach offiziellen Angaben meist zwischen 18,5 und 22,3 kWh pro 100 Kilometer. Obwohl keine 800-Volt-Architektur zum Einsatz kommt, nutzt BMW die Möglichkeiten des 400-Volt-Systems über optimierte Aerodynamik, ein präzises Thermomanagement und sehr ausgereifte Antriebseinheiten voll aus. Und zwar so gut, dass die Realwerte laut Tests der Fachpresse oft nah an den WLTP-Bereich heranreichen. Im Alltag bewegen sich viele Fahrer*innen bei gemischten Bedingungen um die 500 Kilometer, auf der Autobahn bleiben meist 400 Kilometer übrig – immer noch eine gute Basis für längere Strecken.

Durch sein geringes Gewicht und die kurze, windschnittige Karosserie erzielt der Hyundai Inster einen bemerkenswert niedrigen Stromverbrauch (Bildquelle: Hyundai, 2025).
Der Hyundai Inster verfolgt einen anderen Ansatz. Das Fahrzeug verfügt ebenfalls über ein 400-Volt-System, setzt aber auf kompakte Batterien mit 42 oder 49 kWh nutzbarer Kapazität. Durch sein geringes Gewicht und die kurze, windschnittige Karosserie erzielt er eine bemerkenswert hohe Effizienz: In vielen Tests liegt der Stromverbrauch des E-Autos zwischen 14 und 16 kWh je 100 Kilometer. Die Reichweite fällt mit 327 bis etwa 370 Kilometern nach WLTP natürlich auch bedingt durch die kompaktere Batterie geringer aus als beim BMW i7 aus. Immerhin: Der Wert bleibt im Alltag relativ stabil, weil die Effizienz selbst bei wechselnden Bedingungen kaum schwankt. Mit der größeren Batterie sind rund 300 Kilometer realistisch drin, im Winter etwas weniger.
Ladegeschwindigkeit im Vergleich: Die Ladeleistungen von i7 und Inster
Beim Laden zeigen sich die unterschiedlichen Ansätze ebenfalls besonders gut. Der BMW i7 kann an Schnellladesäulen mit bis zu 195 kW Leistung laden und hält diese hohen Werte vergleichsweise lange. Innerhalb von zehn Minuten können – je nach Variante – über 150 Kilometer nachgeladen werden. Das Laden von 10 auf 80% dauert an einer Schnellladesäule etwa 34 Minuten. Unterwegs sorgt zudem die intelligente Vorkonditionierung dafür, dass der Akku vor einem geplanten Ladestopp automatisch auf die passende Temperatur gebracht wird. So stehen die hohen Ladeleistungen schneller zur Verfügung und der Ladevorgang läuft insgesamt stabiler ab.

In nur 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent: Die 400-Volt-Technologie im Hyundai Inster erlaubt schnelles Laden (Bildquelle: Hyundai, 2025).
Der Hyundai Inster lädt mit maximal 85 kW. Ausgehend von einem Verbrauch von 15,9 kWh auf 100 Kilometern kann der Inster in 10 Minuten entsprechend etwa 90 bis 100 Kilometer Reichweite an einer Schnellladesäule nachladen. Doch diese Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte. Der kompakte Akku nimmt die Energie sehr gleichmäßig auf, sodass die durchschnittliche Ladeleistung zwischen 10 und 80 Prozent oft bei rund 70 kW liegt. Dadurch ist der Inster trotz kleinerer Technik schnell wieder einsatzbereit. Und das Aufladen von 10 auf 80 Prozent dauert etwa 30 Minuten.
Beim Laden an der heimischen Wallbox liegen beide Modelle nah beieinander. Der i7 lädt serienmäßig mit 11 kW, der Inster ebenfalls, wobei auch hier die Ladedauer dank kleinerer Batterie überschaubar bleibt. Von 20 auf 80 Prozent sind es an einer Wallbox je nach Batteriegröße rund vier bis viereinhalb Stunden. Beim i7 dauert derselbe Bereich mit 11 kW knapp sechs Stunden; in der Topversion M70 steht zusätzlich ein 22-kW-Onboardlader zur Verfügung, der die Ladezeiten zuhause dann entsprechend deutlich reduziert.
Design, Innenraum und Kofferraum: Interieur-Konzepte im direkten Vergleich
Eigentlich wird schon beim ersten Blick klar, welche Richtung der BMW i7 einschlägt: Mit fast 5,40 Metern Länge, ruhigen Flächen und markanten Proportionen präsentiert er sich selbstbewusst als elektrische Limousine der Oberklasse. Die großen Abmessungen machen sich sofort im Innenraum bemerkbar. Auch der lange Radstand schafft viel Bewegungsfreiheit, das Cockpit wirkt mit seinem breiten Curved Display modern, aber nicht überladen. Insgesamt reisen hier fünf Personen sehr komfortabel, und der 500-Liter-Kofferraum bietet genügend Platz für Gepäck auf langen Strecken.

Wer es sich im BMW i7 besonders gemütlich machen will, klappt im Fond den großen Theatre Screen aus und lehnt sich im Captain’s Chair zurück (Bildquelle: BMW, 2023).
Der Hyundai Inster setzt auf ein kompaktes, modernes Design, das vor allem in der Großstadt seine Stärken entfaltet. Mit rund 3,83 Metern Länge fehlen ihm über 1,5 Meter zum i7, dennoch bietet der Inster innen mehr Raum als zunächst vermutet. Die erhöhte Sitzposition verschafft Übersicht, und das klare Layout des Cockpits erlaubt eine intuitive Bedienung. Besonders praktisch ist die verschiebbare Rückbank (optional erhältlich), die dem Innenraum viel Flexibilität verleiht: So lässt sich entweder mehr Beinfreiheit oder ein größeres Gepäckabteil schaffen. Der Kofferraum verfügt über 238 Liter Volumen – werden die Rücksitze nach vorn geschoben, sind es 351 Liter. Mit umgeklappter Rücksitzlehne wächst die Größe auf bis zu 1.059 Liter, was beim Inster eine bemerkenswerte Freiheit in puncto Beladen eröffnet.
Fahrspaß und Alltagstauglichkeit: Wie unterschiedlich fahren sich i7 und Inster?
Beim Fahren zeigen BMW i7 und Hyundai Inster sehr unterschiedliche Charaktere. Der i7 setzt auf PS-starke Elektromotoren (je nach Variante: 455, 544 oder 659 PS), die die große Limousine gleichwohl mit einer beeindruckenden Ruhe in Bewegung halten. Die Abstimmung ist so ausgelegt, dass das stattliche Gewicht kaum spürbar ist. Zahlreiche Assistenzsysteme nehmen vieles von dem ab, was auf langen Strecken sonst ermüdend wäre, etwa der aktive Spurhalte- und Spurwechselassistent, der adaptive Tempomat im dichten Verkehr oder die vorausschauende Geschwindigkeitsregelung, die sich an Kurven und Tempolimits orientiert. In der Kabine bleibt es dabei während der Fahrt immer auffallend leise, selbst bei höheren Geschwindigkeiten.

Fahrspaß und Komfort werden im BMW i7 großgeschrieben – auch das Cockpit wirkt mit seinem breiten Curved Display super modern (Bildquelle: BMW, 2023).
Der Hyundai Inster fühlt sich dagegen besonders im Alltag wohl. Sein einzelner Elektromotor (97 oder 115 PS) reagiert direkt, ohne überfordert zu wirken, und verleiht dem kompakten Fahrzeug eine leichtfüßige Art, die im dichten Stadtverkehr Vorteile bringt. Der kleine Wendekreis macht das Rangieren einfach, und die gute Übersichtlichkeit erleichtert enge Situationen. Neben seiner Effizienz bringt der Inster eine weitere praktische Besonderheit mit: bidirektionales Laden mit der Vehicle-to-Load-Funktion (je nach Ausstattung), mit der sich externe Geräte mit bis zu 3,6 kW betreiben lassen. Ob beim Picknick, im Garten oder auf Reisen: Der Akku liefert genug Energie, um etwa eine kleine Kühlbox zu betreiben, das E-Bike zu laden oder eine Lampe anzuschließen. Darüber hinaus verfügt der Inster für einen Kleinwagen über eine erstaunlich gute Ausstattung an Assistenzsystemen. Dazu gehören ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalte- und Spurfolgeassistent, ein autonomer Notbremsassistent mit Abbiegefunktion, eine 360°-Kamera und auch ein Totwinkelwarner.
Fazit: Was der Vergleich zwischen Luxus-E-Auto und City-Stromer zeigt
Offen ausgesprochen: Ein BMW i7 und ein Hyundai Inster bewegen sich auf völlig unterschiedlichen Umlaufbahnen. Hier die elektrische Oberklasse mit viel Platz, großer Batterie und umfangreicher Technik – dort ein kompakter Stromer, der auf Alltagstauglichkeit, Effizienz und ein überschaubares Budget ausgelegt ist. Der Preisunterschied macht das sofort deutlich und lässt den Vergleich auf den ersten Blick fast kurios wirken.
Doch gerade dieser Blick auf zwei Extreme zeigt besonders gut, was Elektromobilität heute leisten kann. Der Inster demonstriert, dass ein modernes E-Auto nicht groß sein muss, um im täglichen Einsatz zuverlässig zu funktionieren. Er spricht Menschen an, die überwiegend kurze Strecken zurücklegen, flexibel bleiben möchten und ein Fahrzeug suchen, das sich unkompliziert in den Alltag integrieren lässt.
Der BMW i7 hingegen richtet sich an Fahrer*innen, die längere Etappen komfortabel bewältigen möchten und ein Fahrzeug erwarten, das Reichweite und Ausstattung großzügig kombiniert. Seine große Batterie, der souveräne Antrieb und der hochwertige Innenraum zeigen, wie weit E-Mobilität im Premiumsegment inzwischen ist.
Am Ende macht der Vergleich deutlich, wie breit das elektrische Angebot heute gefächert ist. Ob kompakt und effizient oder groß und maximal komfortabel – für nahezu jedes Mobilitätsbedürfnis steht ein passendes E-Auto bereit. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass immer mehr Menschen den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe problemlos meistern können.
Modell |
BMW i7 |
Hyundai Inster |
|---|---|---|
Preis |
ab 112.000 EUR |
ab 23.900 EUR |
Reichweite |
515 – 624 km |
327 – 370 km |
Ladeleistung |
bis zu 195 kW |
bis zu 85 kW |
Kofferraumvolumen |
500 l |
238 l |
Motorleistung |
455 – 659 PS |
97 – 100 PS |
