Welche Steckertypen gibt es?

Elektroautos werden zum Laden an die Wallbox oder Ladestation angeschlossen. Dabei muss der jeweilige Stecker mit der Ladestation kompatibel sein. Wir zeigen Ihnen, welche Steckertypen es gibt.

Auch wenn Elektroautos bereits seit einigen Jahren auf unseren Straßen unterwegs sind – Elektromobilität ist noch ausbaufähig. Vermutlich gibt es deshalb international immer noch keinen Standard für den Steckertyp eines E-Autos. Das bedeutet: E-Autos sind je Hersteller mit unterschiedlichen Steckertypen ausgerüstet.


Das erwartet Sie hier


Welchen Einfluss hat der Steckertyp auf die Ladedauer?

Auch wenn es international gesehen keinen Standard gibt – in Deutschland und Europa hat sich der CCS-Anschluss durchgesetzt. Diese variieren je nach zulässiger Ladefrequenz und möglicher Ladeleistung. Je höher die Ladeleistung, desto schneller ist Ihr Elektroauto geladen. Somit hat es großen Einfluss auf die Dauer des Ladevorgangs, mit welchem Stecker Sie laden. Wir geben Ihnen einen Überblick, wie sich die verschiedenen Steckertypen unterscheiden und wie hoch ihre jeweilige Ladeleistung ist.

Welche Steckertypen sind in Deutschland verbreitet?

SchuKo-Stecker für die Haushaltssteckdose

Schuko-Steckdose

Der Schuko-Stecker passt in eine normale Haushaltssteckdose.

Ein SchuKo-Stecker passt in eine normale Steckdose. Denn bei einer Schutzkontaktsteckdose handelt es sich um eine gewöhnliche Haushaltssteckdose, wie sie in Europa und Deutschland verbreitet ist. SchuKo steht dabei für Schutz-Kontakt und bezeichnet ein System von Steckern (CEE 7/4) und Steckdosen (CEE 7/3).

Somit ist auch das Laden zu Hause an einer normalen Steckdose möglich. Auf diese sollten Sie jedoch nur im Notfall zurückgreifen, da diese für eine so hohe Dauerbelastung nicht ausgelegt ist. Daher wird meist nur mit einer sehr niedrigen Ladeleistung von ca. 2,6 kW geladen und somit dauert der Ladevorgang entsprechend lange. Bei längeren Standzeiten, beispielsweise über Nacht, kann dies jedoch bereits ausreichend sein. In 10 Stunden werden je nach Verbrach ca. 100-150 km Reichweite nachgeladen.

Zum Laden über die Schutzkontaktsteckdose nutzen Sie das Notkabel. Dieses sollten Sie generell immer dabeihaben, da Sie hier im Notfall an jeder herkömmlichen Steckdose Ihr E-Auto aufladen können. Das eine Ende wird per Typ-2-Anschluss an Ihr Elektroauto angeschlossen, das andere Ende stecken Sie ganz normal in die Steckdose. Ab dann übernimmt die „In-Kabel-Kontrollbox“ (kurz: ICCB) Steuerung und Kommunikation.

 

Typ 2 Mennekes als europäischer AC-Standard

Stecker Typ2

Typ 2 (Mennekes): Dieser Stecker ist innerhalb der EU als Standard normiert

Bei dem Typ-2-Stecker handelt es sich um den europäischen Standard, über den alle AC-Ladesäulen innerhalb der EU verfügen müssen. Dabei ist der Stecker Typ 2 flexibel nutzbar für ein- bis dreiphasiges Wechselstromladen.

Als Wechselstrom bezeichnet man Strom, der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung ändert. An öffentlichen Ladesäulen sind bei Ladung per Typ-2-Stecker Leistungen bis zu 43 kW möglich. Zu Hause bei der Ladung per Wallbox laden Sie Ihr Elektroauto bei bis zu 22 kW.

Aber aufgepasst: Die Ladeleistung ist jedoch von E-Auto zu E-Auto unterschiedlich und durch das Batteriemanagementsystem und dem eingebauten Gleichrichter bestimmt. Hierauf sollte beim Kauf geachtet werden. Wenn Ihr Elektroauto eine maximale Ladeleistung von 11kW AC hat, dann lädt man auch mit einer 22kW-Wallbox nur mit max. 11kW. Die meisten Autos sind auf max. 11kW AC Ladeleistung begrenzt. Je nach Verbrauch kann man mit 11kW in ca. 4-5 Stunden auf 80 Prozent laden.

CCS – Combined Charging System zum Schnellladen

Steckertyp CSS

CCS (Combined Charging System): Das Ladesystem wird auch Combo 2 genannt

CCS ist die Abkürzung für Combined Charging System und beschreibt ein kombiniertes Schnellladesystem nach europäischem Standard, auch „Combo 2“ genannt. Dabei sind Ladeverfahren und Steckervarianten genormt.

Beim CCS-Stecker können Sie über Gleichstrom laden. Der Stecker ist in 2 Bereiche aufgeteilt. Der obere Teil entspricht dem Typ2-Anschluss, welcher im DC-Bereich nur für die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule verwendet wird. Der untere Teil wird für die Ladung per Gleichstrom verwendet. Somit bietet der CSS-Anschluss im Fahrzeug die Möglichkeit sowohl DC- als auch AC-Kabel zu verwenden.

Die meisten in Deutschland verfügbaren Fahrzeuge werden mit dem CCS-System angeboten. Die Ladeleistung der Ladesäulen reicht derzeit von 20 bis 350 kW, wobei die Höchstleistung noch von keinem Autohersteller unterstützt wird. Die maximale Ladeleistung wird vom Hersteller immer unter Optimalbedingungen angegeben. Dabei hängt die Ladeleistung stark von Batterieladestand und Temperatur ab.

Welche anderen Steckertypen für Elektroautos gibt es?

CHAdeMO aus Japan

Steckertyp CHAdeMo

Chademo: Das Ladesystem aus Japan ist für das Gleichstromladen geeignet

Ein Schnellladesystem nach japanischem Standard ist das CHAdeMO-System. „CHArge de MOve“ aus dem Japanischen frei übersetzt bedeutet „Eine Tasse Tee gefällig?“. CHAdeMO lädt derzeit mit 50 kW, wird in Deutschland allerdings nur mit älteren Modellen von Nissan, Lexus und Mitsubishi angeboten.

Jedoch wird der CHAdeMO an europäischen Ladestationen immer seltener unterstützt, weshalb Sie dies bei der Wahl Ihres Elektroautos im Hinterkopf behalten sollten.

Die Testsieger-App EnBW mobility+

Freie Ladestation finden, E-Auto laden und zu einheitlichen Preisen bezahlen.

Jetzt die App downloaden

Tesla-Supercharger als eigenes Steckersystem

Tesla verfügt über einen eigenen Steckertyp, den sogenannten Supercharger. Dieser gleicht äußerlich dem Typ-2-Stecker, die Pins sind jedoch anders belegt.
Mit dem Supercharger laden Sie Ihren Tesla mit Leistungen von rund 250 kW, womit das E-Auto innerhalb von 20 Minuten bis zu 80% aufgeladen ist.

Und nicht nur darin ist Teslas Supercharger Vorreiter, sondern auch in Sachen Bezahlung. Bei Tesla-Steckern funktioniert das sogenannte Plug&Charge bereits einwandfrei. Eine Authentifizierung zwischen dem Fahrzeug und der Ladestation erfolgt somit automatisch. Sie müssen nur den Stecker einstecken und ohne weiteres Zutun wird das Elektrofahrzeug geladen.

Wie finde ich eine passende Ladesäule?

Da Elektroautos mit unterschiedlichen Steckertypen ausgerüstet sind, ist es für Autobesitzer*innen daher umso wichtiger zu wissen, ob die ausgewählte Ladesäule zum eigenen Elektrofahrzeug passt. Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind aktuell über 500.000 Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs. Mit steigenden Zulassungszahlen bei Elektroautos muss sich natürlich auch die Anzahl der Ladesäulen erhöhen. Dabei geht der Ausbau der Ladeinfrastruktur stetig voran. Apps, wie die EnBW mobility+ App, helfen dabei flächendeckend schnell und einfach die nächste Ladestation zu finden.

bulk

Willkommen im EnBW HyperNetz!

Als bester deutscher Anbieter von E-Mobilität bieten wir den Nutzer*innen mit dem EnBW HyperNetz Zugang zum größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, der Niederlande, Polen, Schweden, der Slowakei, Slowenien und Tschechien haben wir dieses Ladenetz jetzt auf über 500.000 Ladepunkte erweitert. Im EnBW HyperNetz profitieren die Kund*innen von der Nutzung der flächendeckenden, öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur und können an diesen Ladepunkten zu fairen und einheitlichen Preisen pro kWh laden.

Die App bietet einige praktische Features. Beispielsweise wird mit einer Filterfunktion das Suchergebnis auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. So lassen sich unter anderem die verfügbaren Lademöglichkeiten nach Steckertyp und Ladeleistung filtern. Zudem zeigt die App an, ob der Stecker, den Sie zum Aufladen Ihres Fahrzeugs brauchen, gerade frei ist. Außerdem können Sie mit der EnBW mobility+ App gleich den Ladevorgang steuern, unkompliziert bezahlen.

Wir laden zuhause

Mit 100% Ökostrom. Und für noch mehr Komfort mit einer Wallbox.