Einmal laden bitte

Ohne Strom kommt ein Elektroauto nicht weit. Beim Thema E-Mobilität dreht sich daher vieles um die Reichweite und Ladeinfrastruktur. Doch wo sind Ladestationen? Und wie funktioniert das mit dem Laden eines Elektrofahrzeugs eigentlich genau?

Hinfahren, laden, weiterfahren – im Prinzip ist es bei einem Elektroauto so einfach. Es gibt beim Laden von Elektrofahrzeugen jedoch ein paar Dinge zu beachten – ähnlich wie man bei einem Verbrenner auch nicht jeden Kraftstoff tanken darf. Wir verraten euch, was ihr über das Laden von Elektroautos generell wissen müsst und wie die Ladestationen von EnBW funktionieren.

Wie weit komme ich mit einer Tankladung?

Elektroauto lädt an Schnellladestation.Schon bei der Entscheidung für ein Elektrofahrzeug spielt die Reichweite für viele Kunden eine zentrale Rolle, denn davon hängt natürlich ab, wann die nächste Ladung fällig ist. Reicht es für den täglichen Arbeitsweg oder einen Wochenendausflug? Spitzenreiter in Sachen elektrischer Reichweite ist das US-amerikanische Unternehmen Tesla. Während das neue Model X maximal  565 km weit fahren kann, kommt das Tesla Model S sogar bis zu 632 km weit.

Auf deutschen Straßen trifft man aber am häufigsten auf den Renault ZOE.* Seit Januar 2017 gibt es den Renault Zoe optional auch mit einer größeren Batterie, mit der das Fahrzeug ebenfalls bis zu 400 km schafft. Mit der kleineren Batterie sind es nur bis zu 240 km. Allerdings beziehen sich diese Angaben auf den Normbetrieb und ähnlich wie bei einem Verbrenner verringert sich die Reichweite in der Praxis. Ursächlich sind Faktoren wie Fahrweise, Geschwindigkeit und Topografie. Wer zum Beispiel vorausschauend bei konstanter Geschwindigkeit fährt und unnötiges Beschleunigen vermeidet, kann seine Reichweite vergrößern.

Wo finde ich die nächste Ladestation?

Selbst bei niedrigeren Reichweiten müsstet ihr euch im Südwesten keine Gedanken um die nächste Lademöglichkeit machen, denn zwischen Ruhrgebiet und Schweizer Grenze knüpfen Tank & Rast und EnBW gemeinsam das dichteste Schnelllade-Netz Deutschlands. Alle 40 km wird es an den Autobahnen bis Herbst 2017 eine Schnelllademöglichkeit für Elektroautos geben. In Süddeutschland betreibt die EnBW dann insgesamt 119 Standorte mit Schnellladestationen. Auf der folgenden Karte seht ihr, an welchen Tank & Rast-Standorten in Baden-Württemberg unsere Schnellladestationen zu finden sind:

Baden-Württemberg Karte mit Schnellladestationen von EnBW.

Hinzukommen ca. 300 weitere Standard Ladestationen in Baden-Württemberg, unter anderem im Stuttgarter Stadtgebiet.

Wenn ihr nun unterwegs seid und euer Elektroauto aufladen wollt, verrät euch die EnBW mobility+ App, wo von eurem Standort aus die nächste Ladestation ist. Sie weiß auch, ob gerade ein passender Ladepunkt frei ist. Aufgeführt sind die Standorte von EnBW und Roaming-Partnern wie Ladenetz.de – alles in allem ca. 16.000 Ladepunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Online findet ihr übrigens auch eine Übersicht aller Ladestationen von Tank & Rast in Deutschland.

Was muss ich über die verschiedenen Stecker wissen?

Beim Laden von Elektrofahzeugen ist ein wichtiger Aspekt, dass an der Ladestation ein passender Stecker vorhanden ist. Die Anschlüsse unterscheiden sich, je nachdem ob ihr mit Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) laden wollt. Dabei steht das „AC“ für engl. „alternating current“ und „DC“ für „direct current“. Dieser Stromflusstyp beeinflusst auch, wie lange das Laden dauert – aber dazu später mehr.

Bei den Steckern gibt es außerdem Unterschiede je nach Herkunft des Fahrzeugs, so verbauen asiatische und amerikanische Hersteller mitunter andere Steckertypen als europäische. In Europa hat man sich bei der AC-Ladung auf den sogenannten „Typ 2-Stecker“ geeinigt und die CCS-Erweiterung für die Gleichstrom-Schnellladung. In Asien ist dagegen der CHAdeMO-Stecker Standard. Um Schwierigkeiten beim Laden zu verhindern, sind die Ladestationen in der Regel aber mit mehreren Steckern ausgestattet. Und damit ihr euch im Stecker-Dschungel nicht verirrt, hier ein Überblick mit den wichtigsten Typen:

Steckertypen für Ladung von E-Autos.

Wie lange dauert das Laden eines Elektroautos?

Wie die Infografik zeigt, kann das Laden eines Fahrzeugs sehr unterschiedlich lange dauern – von weniger als 30 Minuten bei CCS und CHAdeMO bis zu 10 Stunden beim Schuko-Stecker. Letzterer ist für E-Autos allerdings auch nicht optimal. Die Zeiten errechnen sich nach der maximal verfügbaren Leistung der Ladestation. Bei AC-Ladestationen kann über den Typ 2-Stecker eine Ladeleistung von bis zu 22 kW abgerufen werden, bei einer AC-/DC Ladestation bis zu 43 kW. Über die CCS- und CHAdeMO-Stecker (DC-Gleichstrom) sind es sogar bis zu 50 kW und entsprechend schneller ist die Fahrzeugbatterie geladen. Je nach tatsächlich abgerufener Leistung des Fahrzeugs, kann sich dessen Ladezeit aber verlängern. In den Zeiten, die in der Infografik angeben sind, werden ca. 25 kWh getankt, womit ein Elektroauto etwa 170-180 km weit fahren kann. Denn der Verbrauch eines E-Autos liegt bei rund 14-15 kWh pro 100 km.

Ein Elektroauto wird bei den AC-Varianten grundsätzlich langsamer geladen als bei den DC-Steckern. Woran das liegt? An der Anzahl der Gleichrichter, die beim Ladevorgang zur Verfügung stehen. Denn je mehr Gleichrichter zusammengeschaltet werden können, desto höher ist die Ladeleistung. Die Gleichrichter sind notwendig, um den Wechselstrom für die Batterie in Gleichstrom umzuwandeln, und Teil des Ladegeräts. Dieses befindet sich bei einer AC-Ladestation im Fahrzeug, bei der DC-Schnellladung ist es dagegen in die Ladestation ausgelagert. Dort ist mehr Platz für mehr Gleichrichter und eine höhere Ladeleistung wird möglich.

Was kostet mich das Laden und wie kann ich bezahlen?

Grundsätzlich werden die Kosten für einen Ladevorgang nach der Zeit berechnet, die das Fahrzeug an der Ladestation angeschlossen ist. Zieht daher den Stecker am besten, sobald die Batterie geladen ist, damit euch keine unnötigen Kosten entstehen. Der genaue Minutenpreis hängt dann von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von Stecker und Fahrzeugtyp (1- oder 3-phasig), da sie die Ladeleistung beeinflussen, und zum anderen von der Bezahlungsart. Es werden folgende Möglichkeiten zur Bezahlung angeboten:

  • EnBW Elektronauten-Ladekarte
  • EnBW Elektronauten Prepaid-Ladekarte
  • Bezahlung per EnBW mobility+ App
  • Ladekarte von Roamingpartnern
  • Bezahlung per intercharge direct
  • EC- und Kreditkarte (nur an Schnellladestationen)

Bei der EnBW Elektronauten-Ladekarte liegt der Preis zwischen 1 ct/min und 25 ct/min und die Bezahlung erfolgt auf Rechnung zuzüglich eines monatlichen Grundpreises von 7,90 Euro. Für Nutzer der EnBW Elektronauten Prepaid-Ladekarte entfällt der Grundpreis, dafür ist der Minutenpreis etwas höher. Ab wann sich die Bezahlung auf Rechnung lohnt? Ab vier Ladestunden pro Monat bei AC-Ladung und 80 min bei DC-Ladung ist diese Variante günstiger. Alle Tarife der EnBW Elekotronauten-Ladekarten findet ihr auch auf unserer Webseite unter Tarife und Produkte im Überblick.

 

Woher kommt der Strom für die Ladestationen?

An den EnBW Ladestationen tankt ihr überall 100 % Ökostrom aus regenerativen Energiequellen. Jede Ladestation besitzt dazu ähnlich wie ein Haus einen eigenen Stromzähler. Wenn ihr eine der EnBW Elektronauten-Ladekarten habt, seht ihr das auch an eurer Rechnung. Entsprechend des Verbrauchs der Stationen speisen wir garantiert wieder  grünen Strom ins Netz ein. Auch bei einer steigenden Anzahl von Elektroautos ist die Versorgung mit Ökostrom gesichert. Selbst wenn 25 Prozent der Fahrzeuge in Deutschland Elektroautos wären, würden sie nur etwa drei Prozent des jährlichen Strombedarfs des Landes ausmachen. Diese Zahl könnte somit bereits heute mit grünem Strom versorgt werden, da der Anteil der erneuerbaren Energien bei über 32 Prozent** liegt und jährlich um etwa zwei Prozent steigt.

Welche Alternativen zu den öffentlichen Ladestationen gibt es?

Elektroautos müssen nicht nur an öffentlichen Ladestationen geladen werden. Keine richtige Alternative, aber eine Notfalllösung ist das Laden über eine normale Haushaltssteckdose. Der sogenannte Schukostecker ist für Ladeströme mit einer maximalen Leistung von 3,6 kW ausgelegt und empfiehlt sich daher nicht wirklich für Elektrofahrzeuge. Diese Ladevariante eignet sich aber gut für E-Bikes, E-Roller und Pedelecs.

EnBW Elektronauten-Ladebox als Wallbox an der Wand.Besonders komfortabel lässt sich das eigene Elektroauto zum Beispiel über Nacht in der heimischen Garage laden. So seid ihr am nächsten Tag immer startklar. Dazu wird eine Wallbox an der Wand oder auf einem Standfuß angebracht, die euer Fahrzeug mit einer Leistung von bis 22 kW aufladen kann. Abgerechnet wird der Verbrauch der Wallbox über eure Stromrechnung – ihr könnt also frei entscheiden, woher die Energie für euer Elektroauto kommt. Eine Möglichkeit ist beispielweise eine eigene Solaranlage auf dem Dach. Damit erzeugt ihr gleich auch noch den Strom für euer Auto selbst und seid noch unabhängiger.

Klingt gut? Auf unserer Webseite könnt ihr mehr über die EnBW Elektronauten-Ladeboxen erfahren sowie gleich eine unserer Wallboxen bestellen. Entdeckt auch unsere neue Solarlösung EnBW solar+.

Habt ihr ein Elektroauto? Oder schon einmal an einer der EnBW Ladestationen getankt? Wir freuen uns über eure Erfahrungsberichte.

 

* Die Welt (Stand 2016)
** Agora Energiewende (Stand 2016)