Vom Verbrenner zum Stromer: Diese E-Autos erleichtern den Umstieg

Viele Autofahrer*innen schätzen an Verbrennern vor allem ihre vertraute Fahrweise, den Komfort und die bewährte Leistung. Gleichzeitig wächst das Interesse an Alternativen, auch wenn der Umstieg aufs E-Auto für manche noch mit Fragen verbunden ist. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche Stromer, die in vielen Bereichen eine überzeugende Alternative zum klassischen Verbrenner bieten.

Wir stellen bekannten Verbrenner-Modellen aktuelle Elektro-Alternativen gegenüber und zeigen exemplarisch, welche Stromer in verschiedenen Fahrzeugklassen infrage kommen. Ziel dabei ist keine vollständige Markübersicht, sondern eher eine Orientierung zu geben: Welches E-Auto passt, wenn man bislang mit seinem Opel Corsa, MINI Cooper oder Hyundai Kona zufrieden war?



Kleinwagen: Einstieg in die E-Mobilität

Führerschein-Neulinge fahren sie häufig, Azubis, Studierende oder auch Städter ebenso, und oft findet man sie auch als Zweitautos in der Garage. Die Rede ist von Kleinwagen. Sie sind die Wahl für die vielen alltäglichen Wege: morgens ins Büro, mittags zum Supermarkt, nachmittags zum Fitnessstudio, abends noch schnell in die Stadt. Dafür müssen sie kurz genug für enge Parklücken sein, aber praktisch genug, dass auch noch Sporttaschen und der Einkauf Platz finden.

Opel Corsa vs. Opel Corsa Electric

Der Opel Corsa ist einer der bekanntesten Vertreter dieser Klasse. Man kauft ihn nicht, weil er besonders stylish ist, sondern weil er im Alltag wenig Umstände macht: fünf Türen, übersichtliche Maße, eine gute Bedienung, ausreichend Stauraum.

Der Opel Corsa Electric bleibt genau in dieser Spur. Er sieht nicht grundlegend anders aus, fährt aber leiser und direkter an. Der Kofferraum fällt mit regulär 267 Litern etwas kleiner aus als beim Verbrenner, dafür bringt der Stromer bis zu 429 km WLTP-Reichweite und lädt mit bis zu 100 kW am Schnelllader.

Ein grauer Opel Corsa Electric

Der Opel Corsa ist einer der meistverkauften Kleinwagen in Deutschland und überzeugt als Corsa Electric auch in der Stromer-Variante (Bild: © Opel/Stellantis).

Citroën C3 vs. Citroën ë-C3

Der Citroën C3 setzt stärker auf Komfort und einen niedrigen Einstiegspreis. Schon der Verbrenner wirkt fließender als viele Konkurrenten: höhere Karosserie, weichere Abstimmung, entspannter gestalteter Innenraum. Der Citroën ë-C3 führt diesen Ansatz auf der elektrischen Schiene weiter. Besonders hervorzuheben sind die Advanced-Comfort-Sitze und die Advanced-Comfort-Federung, die den Kleinwagen stärker auf bequemes Fahren als auf Sportlichkeit ausrichten. Mit der größeren Batterie sind bis zu 322 km WLTP-Reichweite möglich.

Ein roter Citroën ë-C3

Der Citroën ë-C3 überzeugt durch hohen Komfort und einen niedrigen Einstiegspreis (Bild: © Citroën/Stellantis).

MINI Cooper vs. MINI Cooper Electric

Der MINI Cooper lässt sich wohl weniger über den reinen Nutzwert erklären. Viele Fahrer*innen mögen ihn wegen des Gokart-Feelings: Dank der kompakten Proportionen und der direkten Lenkung macht er auf kurvigen Landstraßen und in engen Stadtgebieten extrem viel Spaß. Der MINI Cooper Electric nimmt genau diesen Charakter mit in die Elektroversion. Der sofort verfügbare E-Antrieb passt gut zum sportlich-agilen Fahrgefühl, dazu kommt ein stärker digitalisiertes Cockpit mit rundem OLED-Display und verschiedenen Experience Modes für Licht, Klang und Anzeige. Je nach Batterie sind 305 oder 402 km Reichweite nach WLTP möglich.

Ein blauer Mini Cooper Electric

Beim Mini Cooper Electric wurde das ikonische Gokart-Feeling in eine Elektrovariante mit noch direkterer Beschleunigung überführt (Bild: © BMW Group).

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Kompaktklasse: Golf-Gefühl auch beim Stromer

In der Kompaktklasse steckt der Reiz der guten Mischung. Diese Autos sind groß genug, um nicht ständig an ihre Grenzen zu stoßen, erweisen sich beim Fahren aber als noch gut geeignet für enge Straßen, Parkhäuser und volle Innenstädte. Sie sind geräumiger und bieten mehr Platz und Komfort als ein Kleinwagen, wirken aber weniger wuchtig als ein vollausgewachsener SUV.

Opel Astra vs. Opel Astra Electric

Der Opel Astra ist einer der Bestseller in seiner Klase. Und auch die aktuelle Modellgeneration weiß zu punkten: flache Haube, markentypischer Vizor-Grill, schmale Scheinwerfer und ein aufgeräumtes Cockpit mit zwei Displays im sogenannten Pure Panel. Er ist als Fünftürer und als Sports Tourer erhältlich, dazu mit mehreren Antrieben – vom Hybrid über den Diesel bis zur Elektroversion.

Beim Opel Astra Electric bleibt die Karosserie nah am bekannten Modell, auch das Cockpit und die Sitzposition verändern sich nicht grundlegend. Der Elektromotor leistet 115 kW (156 PS), die Batterie kommt auf 58 kWh brutto. Die Reichweite liegt beim Fünftürer bei bis zu 454 km, beim Sports Tourer Electric bei bis zu 445 km nach WLTP.

Ein blauer Opel Astra Electric

Der Opel Astra Electric hat eine Reichweite von mehr als 400 km (Bild: © Opel/Stellantis).

Peugeot 308 vs. Peugeot E-308

Im Vergleich zur Stellantis-eigenen Konkurrenz aus Rüsselsheim wirkt der Peugeot 308 deutlich stärker über seine Formensprache: flache Front, breite Spur, LED-Lichtsignatur mit den typischen „Krallen“ und ein Innenraum mit kleinem Lenkrad, hoch positioniertem Fahrerdisplay und frei belegbaren i-Toggles unter dem Zentralbildschirm. Der Peugeot E-308 lässt sich genauso intuitiv bedienen. Der Elektroantrieb verfügt über eine Motorleistung mit 115 kW (156 PS), die Reichweite liegt je nach Version bei bis zu rund 450 km nach WLTP. Den E-308 gibt es als E-308 SW übrigens auch als Elektro-Kombi, der nicht nur über mehr Platz, sondern auch eine niedrige Ladekante verfügt.

Graublauer Peugeot E-308

Den Peugeot E-308 gibt es auch als E-308 SW in einer Kombi-Ausführung (Bild: © Peugeot/Stellantis).

VW Golf vs. ID.3

Der VW Golf ist für viele bis heute der Maßstab der Kompaktklasse („Golf-Klasse“): handlich genug für die Stadt, groß genug, um auch tägliche Pendelstrecken, Wochenendausflüge und kleinere Ausflüge mit der Familie locker zu erfüllen. Dazu kommen praktische fünf Türen, ein Kofferraum mit rund 380 Litern und eine große Auswahl an Benziner-, Diesel- und Hybridvarianten.

Anders als Opel beim Astra Electric oder Peugeot beim E-308 hat Volkswagen den Golf mit dem ID.3 nicht einfach eins zu eins elektrifiziert. Als der Kompakt-Stromer 2019 vorgestellt wurde, sollte er bewusst ein neues Kapitel aufschlagen: eigene Elektroplattform, kurzer Vorderwagen, langer Radstand, Heckantrieb und ein stark reduziertes Cockpit. Technisch war das ein klarer Schritt weg vom klassischen Golf-Aufbau. Für viele Golf-Fahrer*innen fühlte sich der frühe ID.3 dadurch aber sehr exotisch an.

Mit dem seit diesem Jahr vertriebenen ID.3 Neo rückt Volkswagen aber wieder näher an das heran, was viele am Golf schätzen: klare Bedienung, klassische Elemente im Cockpit, gewohnte Materialien und ein Auftritt, der optisch weniger eigenwillig wirkt als beim ersten ID.3. Mit 4,27 Metern Länge liegt er fast auf Golf-Niveau, der Kofferraum fasst 385 Liter. Je nach Variante bietet Volkswagen 50, 58 oder 79 kWh Batteriekapazität; in der größten Version sind bis zu 629 km Reichweite und bis zu 183 kW Ladeleistung möglich.

Blauer VW ID.3 Neo

Mit dem neuen ID.3 Neo holt VW ein Stück weit das Golf-Feeling zurück in die Kompaktklasse (Bild: © Volkswagen).

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SUV: Viel Platz, hohe Sitzposition – und elektrisch

SUVs gehören seit Jahren zu den beliebtesten Fahrzeugklassen. Das liegt unter anderem an ihrer erhöhten Sitzposition, am guten Überblick, dem komfortablen Einstieg und dem vielseitigen Innenraum. Besonders deswegen ist die Frage spannend, wie sich dieses beliebte Fahrzeugkonzept in die Elektromobilität übersetzen lässt. Die Antwort der Autohersteller: mit einer wachsenden Zahl an E-SUVs, die die typischen SUV-Stärken mit einem elektrischen Antrieb verbinden.

Ford Puma vs. Ford Puma Gen-E

Im SUV-Segment gilt der Ford Puma als Vertreter clever konzipierter Lifestyle-Crossover. Seine Maße sind kompakt, der Puma fährt sich handlicher als viele größere SUVs und wurde vor allem durch seine praktische MegaBox bekannt – ein tiefes Zusatzfach unter dem Kofferraumboden, das sich für nasse Schuhe, Taschen oder sperrige Kleinteile eignet.

Beim elektrischen Ford Puma Gen-E wurde diese Idee zur GigaBox weiterentwickelt: die wasserdichte, abwaschbare Wanne fasst je nach Modell rund 80 bis 145 Liter. Zusätzlich gibt es einen kleinen Frunk unter der Fronthaube. Dazu kommen bis zu 417 km Reichweite (WLTP).

Gelber Ford Puma Gen-E

Beim Ford Puma Gen-E wurde aus der praktischen MegaBox unter dem Kofferraumboden die GigaBox, die noch mehr Stauraum bietet (Bild: © Ford).

Hyundai Kona vs. Hyundai Kona Elektro

Um möglichst unkompliziert innerhalb derselben Baureihe die Antriebsform zu wechseln, ist der Hyundai Kona ein gutes Beispiel. Ihn gibt es als Benziner, Hybrid und Elektroauto – und im Gegensatz zu manch anderen Modellen unterscheiden sich kaum die technischen Details zwischen SUV und Elektro-SUV. Hyundai nennt für den Kona und den Kona Elektro (2. Generation, ab 2026) jeweils 466 Liter Kofferraum, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.300 Liter. Die Elektroversion mit 65-kWh-Batterie kommt auf bis zu 514 km WLTP-Reichweite.

Während der Kona eher ein funktionsorientiertes SUV darstellt, definiert sich der Peugeot 3008 stärker über einen markanten Auftritt. Schon der Hybrid setzt weniger auf das klassische Kasten-SUV, sondern auf eine flachere Silhouette, scharf gezeichnete Linien und das Peugeot-typische Panorama i-Cockpit mit 21-Zoll-Curved-Display. Der Peugeot E-3008 übernimmt genau diesen Schwerpunkt. Praktisch bleibt er auch: Der Kofferraum fasst 520 Liter, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.480 Liter.

Weißer Hyundai Kona Electric

Der aktuelle Kona wurde erstmalig als Elektrofahrzeug entwickelt, auf dem die anderen Antriebsarten basieren (Bild: © Hyundai).

Premiumautos: Komfort und modernste Technik

Viele Fahrer*innen entscheiden sich für Premiumautos, weil sie in diesen Autos leiser reisen, bequemer sitzen und hochwertigeren Materialien im Innenraum finden. Dazu kommen modernste Assistenzsysteme, innovative Sicherheitsfeatures, stärkere Motoren, ein sportlicheres Fahren und ein bestimmtes Image: Ein Auto von Audi, BMW oder Mercedes ist für viele eben nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch Ausdruck von Stil, Anspruch und Fahrfreude.

Audi Q5 vs. Audi Q6 e-tron

Der Audi Q5 hat einen betont ruhigen Auftritt. Geschätzt wird er wegen seiner Komfort-Features, der guten Straßenlage und seiner Langstrecken-Qualitäten.

Der Audi Q6 e-tron führt dies im Stromer-Zeitalter fort (die höhere Ziffer hat etwas mit Audis Nummernlogik zu tun): Er setzt auf eine eigene Elektroarchitektur mit 800 Volt, lädt je nach Version mit bis zu 270 kW am Schnelllader und erreicht bis zu 662 km Reichweite nach WLTP. Dazu kommen ein stark digitalisiertes Cockpit mit großem Curved Display und ein Beifahrerdisplay, über das Mitfahrernde etwa Navigation oder Medien bedienen können.

Graublauer Audi Q6 e-tron

Dank starker Ladeleistung und hoher Reichweite fällt der Umstieg vom Verbrenner auf den Audi Q6 e-tron besonders leicht (Bild: © Audi AG).

Mercedes G-Klasse vs. Mercedes-Benz G 580 EQ

Die Mercedes G-Klasse ist eigentlich eine eigene Klasse für sich. Viele kaufen den Geländewagen nicht, weil er das vernünftigste Auto der Welt ist, sondern weil er immer noch aussieht, wie er aussieht: kantig, eckig, zeitlos, robust.

Genau das bleibt beim Mercedes-Benz G 580 mit EQ Technologie erhalten. Front, Seitenlinie, Motorhaube – alles wirkt vertraut, nur der Antrieb des Elektro-Geländewagens ist eben komplett neu. Statt eines großen Verbrenners arbeiten vier Elektromotoren, einer pro Rad. Insgesamt verfügt das Modell über 432 kW (579 PS) Leistung und ein gewaltiges Drehmoment von 1.164 Newtonmetern.

Blaue elektrische G-Klasse

Die elektrische Ausführung der G-Klasse bleibt sich treu: kantig, eckig, zeitlos und robust (Bild: © Mercedes-Benz.)

Fazit: Warum der Umstieg heute leichter fällt

Der Umstieg aufs E-Auto ist längst mehr als nur eine Frage des Antriebs – er steht für ein neues Fahrerlebnis. Denn viele Stromer überzeugen mit einer direkten, dynamischen Beschleunigung, einem leisen Fahrgefühl und hohem Komfort im Alltag. Dazu kommt: Wer elektrisch fährt, ist lokal emissionsfrei unterwegs und kann so einen Beitrag zu klimafreundlicherer Mobilität leisten.

Auch das oft genannte Thema Reichweite hat für viele im Alltag an Bedeutung verloren. E-Autos bieten inzwischen alltagstaugliche Reichweiten, und das Laden lässt sich häufig bequem in den Tagesablauf integrieren – ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs.

Vor allem aber ist die Auswahl heute so groß wie nie: In nahezu jeder Fahrzeugklasse gibt es passende E-Modelle, die vertraute Qualitäten wie Platz, Komfort und Alltagstauglichkeit mit den Vorteilen des elektrischen Fahrens verbinden. Wer offen für den Wechsel ist, findet inzwischen viele gute Gründe, der Elektromobilität eine Chance zu geben – und dabei nicht nur vernünftig, sondern auch mit viel Fahrfreude unterwegs zu sein.

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