Ab wann lohnt sich ein E-Auto?

Hohe Spritpreise, günstigere Modelle und neue Fördermöglichkeiten machen den Umstieg auf ein E-Auto für viele Fahrer*innen interessant. Doch ob sich der Wechsel wirklich rechnet, hängt nicht am Kaufpreis allein – sondern an den Gesamtkosten über mehrere Jahre. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Wir haben uns angeschaut, ab wann sich ein E-Auto überhaupt lohnt.

Besonders wichtig sind dabei mehrere Fragen: Wie günstig lässt sich laden? Wie viele Kilometer kommen pro Jahr zusammen? Und die vielleicht wichtigste überhaupt: Welches E-Auto ist eine Alternative zu einem konkreten Verbrenner? Denn pauschal lässt sich die Rechnung kaum beantworten. Aus pragmatischen Gründen nehmen wir deshalb einige ausgewählte Nutzungsszenarien mit konkreten Modellvergleichen unter die Lupe.



Gesamtkosten: Warum der Kaufpreis allein wenig aussagt

Auf den ersten Blick wirkt der Vergleich einfach: Was kostet ein E-Auto? Was kostet ein vergleichbarer Benziner oder Diesel? Doch genau hier lohnt sich der zweite Blick. Denn welcher Antrieb über mehrere Jahre hinweg tatsächlich günstiger oder teurer ist, entscheidet sich erst in der Gesamtsumme aller Ausgaben.

In die Rechnung gehören deshalb alle wichtigen Kostenblöcke: Anschaffungspreis, Wertverlust, Unterhalt (also z.B. Versicherung, Kfz-Steuer oder Kosten für Benzin, Diesel oder Strom). Besonders der Wertverlust spielt eine große Rolle. Er ist bei fast jeder Antriebsart einer der größten Kostentreiber. Sinkende Neuwagenpreise durch immer günstigere Modelle, Hersteller- oder Händlerrabatte oder staatliche Unterstützung in Form der wiedereingeführten E-Auto-Förderung bzw. Steuervorteile können die Bilanz eines E-Autos positiv beeinflussen.

Auch der laufende Betrieb sollte betrachtet werden: E-Autos haben weniger Verschleißteile als Verbrenner. Es gibt zum Beispiel keine Abgasanlage, die kaputt gehen kann und generell weniger Bauteile, die im Motor zusammenspielen müssen. Ein Ölwechsel bei der nächsten Inspektion wird auch nicht fällig. Zudem werden die Bremsen durch Rekuperation oft geschont. Das kann die Wartungskosten senken. Bei den Reifen sieht die Rechnung etwas anders aus: Das höhere Fahrzeuggewicht und das starke Drehmoment führen – je nach Fahrweise – schneller zum Verschleiß.

Gesamtkosten über die Nutzungszeit

Für unseren Vergleich haben wir die TCO-Rechnung (Total Cost of Ownership, deutsch: „Gesamtkosten über die Nutzungszeit“) genutzt, die zum Beispiel auch beim ADAC-Autokostenrechner Anwendung findet. Sie unterscheidet sich von einer summarischen Gesamtkostenrechnung vor allem durch eine stärker standardisierte Methodik und eine übersichtlichere Strukturierung. Die Kosten werden typischerweise in Euro pro Monat sowie in Cent pro Kilometer ausgewiesen, um Fahrzeuge direkt vergleichbar zu machen.

Für die folgenden Musterrechnungen setzen wir eine Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr und eine Haltedauer von 5 Jahren an. Die Berechnung orientiert sich an den Kostenkategorien des ADAC und berücksichtigt neben dem Wertverlust drei weitere Faktoren:

  • Fixkosten: Dazu zählen vor allem Kfz-Steuer und Versicherung. Die tatsächlichen Beiträge können je nach Fahrzeug, Region, Schadenfreiheitsklasse, Fahrerkreis und gewählter Selbstbeteiligung abweichen.
  • Betriebskosten: Hierzu gehören in erster Linie Strom beziehungsweise Benzin oder Diesel. Beim Verbrenner können zusätzlich Ausgaben für Motoröl oder AdBlue anfallen. Auch kleinere laufende Kosten, etwa für Fahrzeugpflege, werden dieser Kategorie zugerechnet.
  • Werkstattkosten: Darunter fallen Inspektionen, Wartung, typische Verschleißreparaturen und der anteilige Reifenersatz. Die Kosten werden über die angenommene Haltedauer verteilt und als durchschnittlicher Monatswert ausgewiesen.

Für die Energiekosten rechnen wir zunächst mit Standardwerten, die auch der ADAC nutzt. Das sind pauschal 44 ct/kWh für Ladestrom (zuhause und unterwegs) und 1,92 €/l für Benzin und Diesel. Dabei ist zu beachten, dass mit einer eigenen PV-Anlage oder einem flexiblen Tarif und einer Optimierung mit einem Heim-Energiemanagementsystem (HEMS) auch deutlich günstigere Kosten für den Strom möglich sind und die Rechnung noch stärker zugunsten der E-Mobilität verschieben, wie später gezeigt wird.

Bei der Förderung für den Kauf eines E-Autos rechnen wir mit dem Basissatz von 3.000 Euro.

EnBW Strom FlexBonus

E-Auto im Schlaf laden und profitieren

Beispiel 1: Mercedes EQE gegen Mercedes E-Klasse

Der neue Mercedes CLA ist erstmals sowohl mit Elektroantrieb als auch als Hybrid erhältlich. Damit lässt sich besonders gut vergleichen, wie sich zwei unterschiedliche Antriebskonzepte innerhalb derselben Baureihe auf die laufenden Kosten auswirken. Beide Modelle bieten ähnliche Platzverhältnisse und richten sich an eine vergleichbare Zielgruppe.

Kostenkategorie pro Monat
Mercedes CLA 200 EQ
Mercedes CLA 180 Hybrid
Fixkosten
176 €
205 €
Werkstattkosten
104 €
100 €
Betriebskosten
89 €
139 €
Wertverlust
578 €
529 €
Gesamtkosten pro Monat
946 €
973 €

In der Modellrechnung liegt der Mercedes CLA 200 EQ knapp vor dem CLA 180 Hybrid. Zwar fällt der monatliche Wertverlust beim Elektroauto um 49 Euro höher aus. Gleichzeitig spart der elektrische CLA jedoch 29 Euro bei den Fixkosten und 50 Euro bei den Betriebskosten. Insgesamt ergibt sich dadurch ein Kostenvorteil von 27 Euro pro Monat beziehungsweise 324 Euro pro Jahr.

Autoverkäufer steht mit einem Mann und einer Frau in einem sonnigen Autohaus.

Der Kaufpreis allein verrät noch nicht, wie teuer oder günstig ein Auto über die Jahre ist.

Beispiel 2: BMW iX3 gegen BMW X3

Der BMW X3 zählt seit Jahren zu den etablierten Mittelklasse-SUVs der Marke. Mit dem neuen iX3 stellt BMW ihm nun ein vollelektrisches Modell gegenüber, das bei Größe und Nutzungskonzept gut vergleichbar ist.

Kostenkategorie pro Monat
BMW iX3 50 xDrive
BMW X3 20 xDrive
Fixkosten
212 €
239 €
Werkstattkosten
136 €
100 €
Betriebskosten
104 €
197 €
Wertverlust
769 €
673 €
Gesamtkosten pro Monat
1.221 €
1.209 €

Der elektrische iX3 liegt in der Modellrechnung damit nur 12 Euro pro Monat beziehungsweise 144 Euro pro Jahr über dem X3 mit Benzinmotor. Sein höherer Wertverlust und die höheren Werkstatt- und Reifenkosten werden durch niedrigere Fix- und Betriebskosten fast vollständig ausgeglichen. Allein bei den Betriebskosten spart der iX3 rechnerisch 93 Euro pro Monat. Wer überwiegend günstiger zu Hause lädt und zusätzlich von einem zeitvariablen Tarif oder eigenem Solarstrom profitiert, kann die Bilanz des iX3 entsprechend verbessern.

Beispiel 3: Opel Corsa Electric gegen Opel Corsa 1.2 Turbo

Kleinwagen werden häufig im Stadtverkehr, auf dem Arbeitsweg und für alltägliche Kurzstrecken genutzt. Gerade deshalb ist interessant, wie sich Elektro- und Benzinvariante innerhalb derselben Baureihe bei den Gesamtkosten unterscheiden. Der Opel Corsa bietet dafür einen gut vergleichbaren Blick auf zwei Antriebskonzepte in einem kompakten Fahrzeugformat.

Kostenkategorie pro Monat
Opel Corsa Electric 50 kWh
Opel Corsa 1.2 Turbo
Fixkosten
127 €
147 €
Werkstattkosten
64 €
76 €
Betriebskosten
107 €
144 €
Wertverlust
384 €
264 €
Gesamtkosten pro Monat
682 €
632 €

Der Corsa Electric ist damit aktuell noch etwas teurer als der Benziner. Gleichzeitig punktet er bereits mit niedrigeren Fix-, Werkstatt- und Energiekosten. Wer günstig lädt und das Fahrzeug länger hält, kann den Kostennachteil daher deutlich reduzieren.

Beispiel 4: VW ID.7 Tourer Pro gegen Passat Variant

Der VW ID.7 gehörte 2025 nicht nur zu den gefragtesten Elektroautos, sondern war sogar das meistzugelassene reine Elektroauto Deutschlands (alle Ausführungen kumuliert). Als geräumiger Kombi richtet sich der ID.7 Tourer besonders an Familien und Vielfahrer*innen. Für den Kostenvergleich bietet sich deshalb der Passat Variant mit Dieselmotor an: Er gilt ebenfalls als klassisches Langstreckenfahrzeug, bietet jede Menge Platz und liegt beim Kaufpreis relativ nah am elektrischen Modell.

Kostenkategorie pro Monat
VW ID.7 Tourer Pro
VW Passat Variant 2.0 TDI Business DSG
Fixkosten
163 €
175 €
Werkstattkosten
122 €
80 €
Betriebskosten
100 €
147 €
Wertverlust
604 €
636 €
Gesamtkosten pro Monat
990 €
1.037 €

In der Summe liegt der ID.7 Tourer Pro 47 Euro pro Monat beziehungsweise 564 Euro pro Jahr unter dem Passat-Diesel. Zwar sind beim Elektroauto die Werkstatt- und Reifenkosten etwas höher. Dafür fallen die Fixkosten niedriger aus, und bei den Betriebskosten spart der ID.7 monatlich 47 Euro. Auch der berechnete Wertverlust liegt etwas unter dem des Passats. Für Vielfahrer*innen zeigt gerade dieses Beispiel, dass schon unter konservativen Annahmen ein geräumiges Elektroauto wirtschaftlich vor dem Verbrenner liegen kann.

Günstig laden: Der größte Hebel beim E-Auto

Die Ladekosten gehören zu den einflussreichsten Faktoren, ob sich ein E-Auto lohnt oder nicht. Denn Strom kostet nicht immer und überall gleich viel: Zu Hause ist die Kilowattstunde meist günstiger als an öffentlichen Ladepunkten. Auch an der Normalladesäule oder am Schnelllader können die Preise je nach Tarif deutlich auseinanderliegen.

Wer regelmäßig zu Hause laden kann, hat deshalb oft einen klaren Kostenvorteil. Noch interessanter wird es, wenn ein intelligenter Stromtarif vorhanden ist, der das Aufladen automatisch in besonders günstige Zeiten verlegt. Auch das Laden beim Arbeitgeber kann die laufenden Kosten spürbar senken.

Etwas genauer hinschauen sollten Fahrer*innen, die häufig auf Schnellladesäulen angewiesen sind. Für längere Strecken sind sie praktisch, weil in kurzer Zeit viel Reichweite nachgeladen wird. Wer sie aber sehr oft nutzt, zahlt pro Kilowattstunde meist mehr als beim Laden zu Hause.

Im Folgenden haben wir für Sie vier Szenarien durchgerechnet, die unterschiedliche Anteile beim Laden zuhause und unterwegs berücksichtigen.

So haben wir gerechnet

Für die folgenden vier Szenarien gelten dieselben Grundannahmen:

  • Mittelklasse-E-Auto mit einem Verbrauch von 20 kWh/100 km
  • Jahresfahrleistung: 10.000 Kilometer
  • Strombedarf: 2.000 kWh pro Jahr
  • Ladestrom zu Hause: 32 ct/kWh
  • regulärer Preis im EnBW mobility+ Ladetarif M: 46 ct/kWh
  • monatliche Grundgebühr: 5,99 Euro, entsprechend 71,88 Euro pro Jahr
  • öffentliches Laden ausschließlich an EnBW-Ladestationen
  • Roaming-Ladevorgänge bei anderen Betreiber*innen werden nicht berücksichtigt

Achtung: EnBW-Bestandskund*innen erhalten in den mobility+ Vorteils-Tarifen an EnBW-Ladestationen 10 Prozent Rabatt auf den regulären Ladepreis. In unserer Modellrechnung sinkt der Preis im Tarif M dadurch von 46 auf 41,4 ct/kWh.

Öffentliches Laden kann beispielsweise an Normalladepunkten beim Einkaufen oder während der Arbeit sowie an Schnellladestationen entlang von Autobahnen und Fernstraßen erfolgen.

Bei den Angaben handelt es sich um eine vereinfachte Musterrechnung. Die tatsächlichen Ladekosten können abweichen, da Strompreise für Privathaushalte je nach Anbieter, Tarif, Region und Vertragszeitpunkt unterschiedlich ausfallen.

EnBW Mavi

E-Auto automatisch laden, wenn die Sonne scheint.

Szenario 1: 25 % Laden zu Hause, 75 % öffentlich

Kostenpunkt
Berechnung
Ergebnis
Strom zu Hause
500 kWh × 0,32 €
160,00 €
Strom öffentlich
1.500 kWh × 0,414 €
621,00 €
Grundgebühr EnBW-Tarif M
12 × 5,99 €
71,88 €
Ladekosten pro Jahr
160 € + 621 € + 71,88 €
852,88 €
Ladekosten pro Monat
852,88 € ÷ 12
71,07 €

Szenario 2: 50 % Laden zu Hause, 50 % öffentlich

Kostenpunkt
Berechnung
Ergebnis
Strom zu Hause
1.000 kWh × 0,32 €
320,00 €
Strom öffentlich
1.000 kWh × 0,414 €
414,00 €
Grundgebühr EnBW-Tarif M
12 × 5,99 €
71,88 €
Ladekosten pro Jahr
320 € + 414 € + 71,88 €
805,88 €
Ladekosten pro Monat
805,88 € ÷ 12
67,16 €

Szenario 3: 75 % Laden zu Hause, 25 % öffentlich

Kostenpunkt
Berechnung
Ergebnis
Strom zu Hause
1.500 kWh × 0,32 €
480,00 €
Strom öffentlich
500 kWh × 0,414 €
207,00 €
Grundgebühr EnBW-Tarif M
12 × 5,99 €
71,88 €
Ladekosten pro Jahr
480 € + 207 € + 71,88 €
758,88 €
Ladekosten pro Monat
758,88 € ÷ 12
63,24 €

Szenario 4: 100 % Laden zu Hause

Kostenpunkt
Berechnung
Ergebnis
Strom zu Hause
2.000 kWh × 0,32 €
640,00 €
Strom öffentlich
0 kWh × 0,414 €
0,00 €
Grundgebühr öffentlicher Ladetarif
nicht erforderlich
0,00 €
Ladekosten pro Jahr
640 €
640,00 €
Ladekosten pro Monat
640 € ÷ 12
53,33 €

Zusätzlich sparen mit zeitvariablen Tarifen und FlexBonus

Zeitvariable Stromtarife bieten unterschiedliche Verbrauchspreise je nach Tageszeit. Beim Tarif EnBW Strom SparZeit gelten die günstigeren SparZeiten täglich zwischen 0 und 6 Uhr sowie zwischen 10 und 16 Uhr. Wird das E-Auto überwiegend in diesen Zeitfenstern geladen, können die Kosten für den zu Hause bezogenen Ladestrom weiter sinken. (Der konkrete Preis ist immer abhängig von Region und Tarif.)

Ein Rechenbeispiel: Liegt der Strompreis in der SparZeit bei 27 statt 32 ct/kWh, lassen sich je verlagerter Kilowattstunde 5 Cent sparen. In Szenario 1 mit 500 kWh Heimladestrom entspricht das bis zu 25 Euro pro Jahr. Bei 2.000 kWh Heimladestrom in Szenario 4 sind es bis zu 100 Euro pro Jahr – vorausgesetzt, der gesamte Ladevorgang findet in den günstigeren Zeitfenstern statt.

Eine Alternative für Haushalte ohne Smart Meter ist EnBW Strom FlexBonus. Wer ein kompatibles E-Auto mit EnBW Mavi verbindet, intelligentes Laden aktiviert und im ersten Belieferungsjahr mindestens zwei gesteuerte Ladevorgänge pro Monat durchführt, erhält einen einmaligen FlexBonus von bis zu 100 Euro. Die Gutschrift erfolgt nach zwölf vollen Belieferungsmonaten mit der Jahresrechnung.

In unserer Musterrechnung würden sich dadurch folgende Kosten ergeben:

  • Szenario 1: Die jährlichen Ladekosten sinken rechnerisch von 852,88 Euro auf 752,88 Euro. Voraussetzung ist, dass trotz des Heimladeanteils von nur 25 Prozent mindestens zwei intelligente Ladevorgänge pro Monat stattfinden.
  • Szenario 4: Bei vollständigem Laden zu Hause sinken die jährlichen Kosten von 640 Euro auf 540 Euro.

Was ändert sich mit PV-Strom?

Generell lassen sich Ladekosten sparen, wenn zusätzlich Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage genutzt wird. Aber PV-Strom kommt natürlich nicht kostenlos vom Dach: Die Anlage muss zunächst gekauft und installiert werden. Über ihre Lebensdauer gerechnet ist selbst erzeugter Solarstrom aber in der Regel deutlich günstiger als Haushaltsstrom. Deshalb setzen wir modellhaft 12 ct/kWh für die (rechnerischen) Stromgestehungskosten der PV-Anlage an. Zudem nehmen wir an, dass der gesamte Anteil des Ladens zu Hause mit selbst erzeugtem PV-Strom gedeckt wird.

Kostenpunkt
25 % Heimladen
50 % Heimladen
75 % Heimladen
100 % Heimladen
PV-Strom zu Hause
500 kWh
1.000 kWh
1.500 kWh
2.000 kWh
Kosten PV-Strom
60,00 €
120,00 €
180,00 €
240,00 €
Strom öffentlich
1.500 kWh
1.000 kWh
500 kWh
0 kWh
Kosten öffentlich
621,00 €
414,00 €
207,00 €
0,00 €
Grundgebühr
71,88 €
71,88 €
71,88 €
0,00 €
Gesamtkosten pro Jahr
752,88 €
605,88 €
458,88 €
240,00 €
Kosten pro Monat
62,74 €
50,49 €
38,24 €
20,00 €
Kosten pro 100 km
7,53 €
6,06 €
4,59 €
2,40 €

Ersparnis durch PV-Strom im Vergleich

Kostenpunkt
25 % Heimladen
50 % Heimladen
75 % Heimladen
100 % Heimladen
Kosten mit Haushaltsstrom
852,88 €
805,88 €
758,88 €
640,00 €
Kosten mit PV-Strom
752,88 €
605,88 €
458,88 €
240,00 €
Ersparnis pro Jahr
100,00 €
200,00 €
300,00 €
400,00 €
Ersparnis pro Monat
8,33 €
16,67 €
25,00 €
33,33 €
Wallbox an einer Wand

Wer die Möglichkeit hat, sein E-Auto zuhause per Wallbox laden zu können, profitiert von relativ geringen Stromkosten.

Fahrleistung: Ab wie vielen Kilometern lohnt sich das E-Auto?

Die Jahresfahrleistung ist ein weiterer Punkt in der Kostenrechnung. Wer mehr fährt, verbraucht natürlich mehr Energie – beim E-Auto genauso wie beim Verbrenner. Der Unterschied liegt im Preis pro Kilometer: Strom erweist sich auf lange Sicht günstiger als Benzin oder Diesel, vor allem wenn ein Teil regelmäßig zu Hause geladen wird.

Für die Beispielrechnung vergleichen wir ein Mittelklasse-E-Auto mit einem Mittelklasse-Benziner. Beim E-Auto nehmen wir an, dass 70 Prozent des Stroms zu Hause und 30 Prozent an öffentlichen EnBW-Ladestationen geladen werden. So lässt sich gut zeigen, wie sich die Kosten bei unterschiedlicher Fahrleistung entwickeln.

Annahmen für beide Fahrzeuge

Annahme
E-Auto
Verbrenner
Verbrauch
20 kWh/100 km
7 l/100 km
Lade-/Kraftstoffpreis
70 % zu Hause à 32 ct/kWh,
30 % öffentlich à 41,6 ct/kWh (inkl. 10 % Lade-Rabatt für EnBW-Kund*innen)
1,92 €/l
Grundgebühr
EnBW Tarif M: 5,99 €/Monat = 71,88 €/Jahr
0 €
Roaming
nicht berücksichtigt

Jahreskosten: E-Auto vs. Verbrenner

Jahresfahrleistung
E-Auto: Ladekosten
Kosten/100 km E-Auto
Benziner: Kraftstoffkosten
Kosten/100 km Benziner
5.000 km
420,08 €
8,40 €
672,00 €
13,44 €
10.000 km
768,28 €
7,68 €
1.344,00 €
13,44 €
15.000 km
1.116,48 €
7,44 €
2.016,00 €
13,44 €
25.000 km
1.812,88 €
7,25 €
3.360,00 €
13,44 €

In dieser Musterrechnung liegen die reinen Energie- und Kraftstoffkosten des E-Autos bei jeder betrachteten Fahrleistung unter denen des Benziners. Bei 10.000 Kilometern beträgt der Unterschied rund 576 Euro pro Jahr, bei 15.000 Kilometern etwa 900 Euro und bei 25.000 Kilometern rund 1.547 Euro. Mit steigender Fahrleistung fällt die Grundgebühr des Ladetarifs pro gefahrenem Kilometer weniger stark ins Gewicht. Deshalb sinken die rechnerischen Kosten des E-Autos von 8,40 Euro je 100 Kilometer bei 5.000 Kilometern auf 7,25 Euro je 100 Kilometer bei 25.000 Kilometern.

Fazit: Für wen lohnt sich ein E-Auto besonders?

Zum Abschluss nochmal ein Blick auf die vier eingangs vorgestellten Modellpaare. Ergänzend zeigt eine zweite Musterrechnung, wie sich die Bilanz weiter Richtung E-Auto verschiebt, wenn wir an den Ladekosten drehen.

Modellpaar
Gesamtkosten E-Auto (Standard-Ladekosten)
Gesamtkosten E-Auto (angepasste Ladekosten)*
Gesamtkosten Verbrenner/Hybrid
Differenz
Mercedes CLA 200 EQ / CLA 180 Hybrid
946 €/Monat
ca. 908 €/Monat
973 €/Monat
E-Auto ca. 65 €/Monat günstiger
BMW iX3 50 xDrive / X3 20 xDrive
1.221 €/Monat
ca. 1.182 €/Monat
1.209 €/Monat
E-Auto ca. 27 €/Monat günstiger
Opel Corsa Electric / Corsa 1.2 Turbo
682 €/Monat
ca. 639 €/Monat
632 €/Monat
E-Auto ca. 7 €/Monat teurer
VW ID.7 Tourer Pro / Passat Variant 2.0 TDI Business DSG
990 €/Monat
ca. 953 €/Monat
1.037 €/Monat
E-Auto ca. 84 €/Monat günstiger

* In der Rechnung laden wir 70 Prozent zu Hause und 30 Prozent an EnBW-Ladestationen, inkl. Kundenbonus. 90 Prozent des aus dem Netz bezogenen Heimladestroms werden in den Sparzeiten geladen (beispielhaft mit 27 Cent/kWh angegeben). Zudem stammen von der zu Hause geladenen Strommenge modellhaft 30 Prozent aus der eigenen PV-Anlage. Die Fahrleistung liegt bei 15.000 Kilometern pro Jahr.

Die Beispiele zeigen aber auch, warum pauschale Aussagen zur Wirtschaftlichkeit schwierig sind. Ein E-Auto ist oft insgesamt günstiger, muss diesen Vorteil aber nicht schon in den ersten Jahren ausspielen. Gerade bei Premium-Modellen kann ein hoher Wertverlust die Einsparungen bei Strom, Wartung und Steuer zunächst überlagern. Mit längerer Haltedauer und steigender Fahrleistung gewinnen die niedrigeren laufenden Kosten jedoch an Gewicht.

Bei Modellen mit geringem Kaufpreis dreht sich die Rechnung dagegen schneller zugunsten des E-Autos. Doch auch bei teureren Modellen können sich die wirtschaftlichen Vorteile deshalb langfristig auszahlen – besonders, wenn günstig zu Hause oder mit eigenem Solarstrom geladen wird.

Wie schnell sich die Vorteile bemerkbar machen, hängt vor allem vom persönlichen Fahrprofil und Ladeverhalten ab. Besonders gute Voraussetzungen haben Pendler*innen und Familien, die regelmäßig fahren und zu Hause oder beim Arbeitgeber laden können. Bei rund 10.000 bis 15.000 Kilometern pro Jahr machen sich die niedrigeren Energie- und Wartungskosten langfristig bezahlt.

Stadtbewohner*innen ohne eigenen Stellplatz sollten überlegen, ob öffentliche Ladepunkte in der Nähe liegen oder sich das Laden gut mit Einkäufen, Arbeit und anderen regelmäßigen Wegen verbinden lässt. Wenigfahrer*innen mit einem alten, abbezahlten Verbrenner profitieren meist weniger stark, weil die jährliche Ersparnis geringer ausfällt. Insgesamt gilt aber: Je regelmäßiger das E-Auto genutzt und je günstiger geladen wird, desto eher spielt es seine wirtschaftlichen Vorteile aus.

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