E-Autos als Firmenwagen: Diese Modelle lohnen sich

Firmenwagen mit Elektroantrieb sind steuerlich attraktiv, fahren lokal emissionsfrei und bringen längst genug Reichweite für viele Dienstfahrten mit. Und die gute Nachricht: Vom Business-Kombi über das Premium-SUV bis zum praktischen Hochdachkombi ist die Auswahl deutlich breiter geworden. Wir stellen sieben E-Autos vor, die sich als Firmenwagen besonders gut eignen.

Für viele Arbeitnehmer*innen ist der Dienstwagen mehr als ein nettes Extra – er ist Teil des Gehalts. Und weil die Auswahl an E-Autos wächst, wird der elektrische Firmenwagen für immer mehr Angestellte und Fuhrparks interessant. Auch steuerlich lohnt der Blick: Denn der geldwerte Vorteil bei reinen E-Dienstwagen ist meist deutlich niedriger als bei Verbrennern.



Warum E-Autos für Unternehmen interessant sind

Unternehmen können bei E-Autos inzwischen aus einer großen Modellvielfalt wählen: Wer viel Platz und Komfort auf längeren Strecken benötigt, kann zu elektrischen Limousinen und Kombis mit großer Reichweite greifen. Für alle, die regelmäßig mehrere Personen oder viel Gepäck transportieren, bieten Elektro-SUVs jede Menge Platz. Hochdachmodelle, Transporter und Vans punkten dagegen vor allem mit großem Ladevolumen sowie einem komfortablen Ein- und Ausstieg. 

Hinzu kommen die typischen Vorteile der Elektromobilität: E-Autos sind relativ leise, fahren lokal emissionsfrei und lassen sich oft genau dort laden, wo sie ohnehin stehen – etwa am Firmenstandort, zu Hause oder während eines Termins. 

Steuerlich sind reine E-Dienstwagen ebenfalls attraktiv. Wird das Fahrzeug privat genutzt, muss der geldwerte Vorteil versteuert werden – bei Elektroautos fällt dieser in vielen Fällen aber niedriger aus als bei vergleichbaren Verbrennern. Entscheidend sind unter anderem der Bruttolistenpreis und die jeweilige Antriebsart.  

Mehr Informationen zu Versteuerung, Ladeinfrastruktur im Unternehmen und Kostenplanung finden Sie in unserem Ratgeber zum E-Auto als Firmenwagen.

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Diese E-Autos eignen sich als Firmenwagen

Vom langstreckentauglichen Business-Modell bis zum praktischen Hochdachkombi: Die folgenden sieben E-Autos zeigen, wie breit die Auswahl an guten Firmenwagen inzwischen geworden ist.

Skoda Enyaq: Der bodenständige Allrounder

Der Škoda Enyaq zählt in Europa zu den erfolgreichsten Elektro-SUVs. Seit 2020 hat Škoda mehr als 250.000 Enyaq und Enyaq Coupé ausgeliefert; 2024 lag das Modell in Deutschland laut Hersteller mit rund 25.000 Einheiten auf Platz fünf der Verkaufszahlen für Elektro-Neuwagen. Der Elektro-SUV bietet viel Raum und Komfort, punktet aber auch mit vielen Ausstattungsdetails. Die aktuelle Auflage wirkt etwas kantiger und moderner: Die Front ist geschlossener gestaltet, der Škoda-Schriftzug sitzt prominent auf der Fronthaube, und das durchgehende Lichtband gibt dem Enyaq ein klareres Gesicht. Dennoch bleibt der Elektro-SUV klar als praktischer Škoda erkennbar. 

Auch technisch hat die tschechische VW-Tochter nachgelegt: Schon die Basisversion Enyaq 60 Essence kommt laut Tabelle auf bis zu 455 km WLTP-Reichweite und lädt mit bis zu 105 kW. Für den Enyaq 85 nennt Škoda aktuell 547 bis 581 km elektrische Reichweite; der Enyaq 85x mit Allrad kommt auf 547 bis 580 km. Die große Batterie bietet 77 kWh nutzbare Kapazität. Mit der Neuauflage folgen weitere Extras – darunter ein 21-Liter-Frunk für Ladekabel, V2L-Stromversorgung für externe Geräte, Smartphone-Schlüssel und Qi2-Laden mit bis zu 25 Watt. Dabei wird das Smartphone magnetisch ausgerichtet und kabellos geladen. Ebenfalls neu ist das Assistenzsystem Travel Assist 3.0.

Grüner Skoda Enyag vor grünem Hintergrund

Der neue Škoda Enyaq ist weiterhin ein verlässlicher Begleiter für volle Arbeitstage und private Unternehmungen, bietet viel Raum und fährt sich angenehm unaufgeregt (Bild: Škoda).

Volkswagen ID.7: Der elektrische Langstreckenläufer

Der Volkswagen ID.7 zielt direkt auf Firmenkund*innen, die bislang ihren Passat schätzten: morgens Autobahn, tagsüber Termine, abends wieder zurück. Dass das Konzept aufgeht, zeigen die Zulassungszahlen: 2025 war der ID.7 mit 34.563 Neuzulassungen Deutschlands meistverkauftes Elektroauto. Die Limousine ist knapp fünf Meter lang, bietet viel Beinfreiheit und einen Kofferraum mit 532 Litern Volumen. Noch praktischer wird es im ID.7 Tourer: Der Kombi bietet je nach Stellung der Rücksitze 605 bis 1.714 Liter Gepäckraumvolumen und reiht sich damit nahtlos in traditionelle Business-Kombis ein. Dazu passt das komfortabel gestaltete Cockpit mit serienmäßigem Augmented-Reality-Head-up-Display und großem Infotainmentsystem. 

Der ID.7 wird in mehreren Leistungs- und Batterievarianten angeboten. Das Standard-Modell ID.7 Pro nutzt eine 77-kWh-Batterie, leistet 210 kW (286 PS), kommt auf bis zu 621 km WLTP-Reichweite und lädt mit bis zu 175 kW. Der ID.7 Pro S kommt mit größerer 86-kWh-Batterie auf bis zu 709 km WLTP-Reichweite. Auch der Pro S leistet 210 kW (286 PS); der sportlichere ID.7 GTX bietet 250 kW (340 PS). Unterwegs lädt der ID.7 Pro S mit bis zu 199 kW; von 10 auf 80 Prozent dauert es unter optimalen Bedingungen rund 28 Minuten. 

Übrigens: Volkswagen bietet den ID.7 und den ID.7 Tourer derzeit zu attraktiven Leasingkonditionen an. Für Unternehmen und Fuhrparkverantwortliche könnte das die Modelle auch finanziell interessant machen.

Im Volkswagen ID.7 zeigt sich auf langen Strecken, wie entspannt elektrisches Reisen im Dienstwagen inzwischen sein kann (Bild: © Volkswagen).

Smart #5: Der große Smart für die Dienstwagenflotte

Der Smart #5 zeigt, wie deutlich sich die Marke verändert hat: Aus dem früheren Spezialisten für City-Flitzer ist ein Anbieter größerer Elektro-SUVs geworden. Der Smart #5, ein vollelektrisches Premium-Mittelklasse-SUV, ist 4,70 Meter lang, bietet einen großzügigen Radstand von 2,90 Meter und richtet sich an Fahrer*innen, die regelmäßig längere Strecken fahren und mehr Platz brauchen als in einem kompakten E-Auto. 34 Ablagefächer, ein beleuchteter 72-Liter-Frunk und bis zu 630 Liter (max. 1.530 Liter) Laderaumvolumen im Heck stehen auf der Haben-Seite. Dazu kommen ein Panorama-Halo-Dach, rahmenlose Türen und ein digital geprägter Innenraum mit 25,6-Zoll-Augmented-Reality-Head-up-Display sowie zwei 13-Zoll-OLED-Screens. 

Technisch setzt der Smart #5 auf Reichweite und Tempo beim Laden: Die Pro-Version startet mit einer 76-kWh-LFP-Batterie, erreicht bis zu 465 km WLTP-Reichweite und lädt mit bis zu 150 kW. Ab Pro+ kommt eine 100-kWh-NCM-Batterie zum Einsatz; Pro+ und Premium erreichen laut Smart jeweils bis zu 590 km WLTP-Reichweite. Die 100-kWh-Batterie unterstützt eine Ladeleistung von bis zu 400 kW; unter optimalen Bedingungen lädt der Akku in rund 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Auf Dienstreisen oder im Urlaub ebenfalls nützlich: V2L-Laden mit 230 Volt ist serienmäßig an Bord, etwa für Laptop, E-Bike-Akku oder Outdoor-Equipment.

Der Smart #5 tritt deutlich erwachsener auf als frühere Modelle der Marke – mit mehr Platz, mehr Reichweite und viel Reisegefühl (Bild: © Smart).

Polestar 4: Der skandinavische Design-Stromer

Der Polestar 4 ist ein Dienstwagen, der auffallen will. Das SUV-Coupé setzt auf klare Linien, ein reduziertes Cockpit und einen ungewöhnlichen Kniff: die fehlende Heckscheibe. Das serienmäßige Glasdach reicht dadurch weit über die Köpfe der hinteren Passagiere, der Rückspiegel zeigt ein Echtzeitbild der Dachkamera. Wer regelmäßig Kundentermine wahrnimmt, hinterlässt mit dem Polestar 4 einen souveränen Eindruck. Gleichzeitig punktet das Modell mit praktischen Qualitäten: einem großen Innenraum, einem zweiten Bildschirm für Medien- und Klimasteuerung im Fond sowie einer umfangreichen Sicherheitsausstattung. 

Bei den Antrieben deckt Polestar zwei typische Anforderungen an Firmenwagen ab: Die Rear-Motor-Variante leistet 200 kW (272 PS) und kommt auf bis zu 620 km WLTP-Reichweite; die Dual-Motor-Version bietet 400 kW (544 PS), 686 Nm und bis zu 590 km WLTP. Beide Varianten nutzen eine 100-kWh-Batterie und laden mit bis zu 200 kW am Schnelllader; von 10 auf 80 Prozent dauert es laut Polestar 30 Minuten. Wallbox-Laden ist mit 11 kW serienmäßig möglich, 22 kW gibt es gegen Aufpreis.

Beim Polestar 4 treffen klare Linien, reduziertes Cockpit und ein mutiger Heckabschluss auf skandinavisches Dienstwagen-Flair (Bild: © Polestar).

Audi Q6 e-tron: Der Technik-Stromer fürs gehobene Firmenparkett

Der Audi Q6 e-tron ist der erste Audi auf der neuen Premium Platform Electric – und damit mehr als ein weiteres E-SUV im Programm. Für Firmenwagenfahrer*innen zählt vor allem, was diese Technik im Terminkalender bringt: hohe Reichweite, kurze Ladestopps und ein Cockpit, das klar auf digitale Bedienung ausgelegt ist. In der Basisversion schafft der Q6 SUV e-tron laut Tabelle bis zu 533 km WLTP-Reichweite; Varianten mit größerer Batterie kommen auf bis zu 662 km. Im Innenraum setzt Audi auf ein neues Anzeige- und Bedienkonzept mit Curved Display, optionalem Beifahrerdisplay und stark digital geprägtem Cockpit. 

Beim Laden spielt der Q6 e-tron seine 800-Volt-Technik aus: An einer passenden Schnellladesäule lädt die Basisversion mit bis zu 225 kW, Varianten mit größerer Batterie erreichen bis zu 270 kW. Von 10 auf 80 Prozent dauert es laut Audi jeweils etwa 21 Minuten. In zehn Minuten lassen sich je nach Variante bis zu 255 km Reichweite nachladen – ein gutes Argument, wenn zwischen zwei Terminen nur wenig Zeit bleibt. Zuhause an der Wallbox lädt der Q6 e-tron mit bis zu 11 kW.

Der Audi Q6 e-tron spielt seine Stärke aus, wenn zwischen Terminen längere Strecken zurückgelegt werden müssen und kurze Ladepausen gefragt sind (Bild: © Audi).

BMW i5 Touring: Der Dienstwagen-Klassiker unter Strom

Der 5er Touring gehört seit Jahren zu den festen Größen in vielen Unternehmensflotten. Mit dem BMW i5 Touring fährt dieses Format nun vollelektrisch vor. Statt SUV-Format gibt es die vertraute Touring-Silhouette mit flacher Ladekante, breiter Gepäckraumöffnung und einem Kofferraumvolumen von 570 bis 1.700 Litern (bei umgeklappter Rückbank). Das Besondere: Durch die clevere Verpackung der Batterie bietet die Elektro-Variante exakt genauso viel Platz wie die Verbrenner- und Hybrid-Modelle des 5er Touring. Innen dominiert ebenfalls der gewohnte Business-Komfort: BMW Curved Display, BMW Interaction Bar und die serienmäßige lederfreie Veganza-Ausstattung geben dem Kombi ein modernes Update. 

Auch beim Antrieb ist der i5 Touring breit aufgestellt: Der i5 eDrive40 Touring leistet bis zu 250 kW (340 PS) und fährt laut Tabelle bis zu 560 km nach WLTP. Wer mehr Leistung und Allrad möchte, greift zum i5 M60 xDrive Touring mit bis zu 442 kW (601 PS) und bis zu 522 km WLTP-Reichweite. Geladen wird an der Schnellladesäule mit bis zu 205 kW; in zehn Minuten lädt der i5 eDrive40 Touring unter passenden Bedingungen Strom für 149 bis 204 km nach.

Mit dem BMW i5 Touring fährt der klassische Business-Kombi elektrisch vor – vertraut im Format, modern im Antrieb (Bild: © BMW).

Ford E-Tourneo Courier: Der praktische Allrounder mit Kastenformat

Der Ford E-Tourneo Courier ist der Pragmatiker unter den Firmenwagen. Hier stehen eine bequeme Einstiegshöhe, praktische Schiebetüren und viel Stauraum im Vordergrund. Mit fünf Sitzen, hoher Dachlinie und kompaktem Fußabdruck passt er gut zu sozialen Diensten, kommunalen Flotten, Unternehmen mit vielen Teamfahrten oder einfach allen, bei denen häufig ein- und ausgeladen wird. Regulär fasst der Kofferraum 570 Liter; bis zur Dachhöhe beladen sind es laut Ford 1.188 Liter, mit umgeklappter Rückbank werden daraus bis zu 2.162 Liter. Dazu kommt ein 44-Liter-Frunk, der sich gut für Ladekabel oder nasse Ausrüstung eignet. 

Beim Antrieb setzt Ford auf einen 100 kW (136 PS) starken Elektromotor mit bis zu 320 km WLTP-Reichweite. Die Schnellladeleistung beträgt bis zu 100 kW, von 10 auf 80 Prozent benötigt der E-Tourneo Courier rund 26 Minuten. Unterwegs helfen außerdem der 12-Zoll-Touchscreen mit Fords Infotainment-System namens „SYNC“, regelmäßige Over-the-Air-Updates und viele serienmäßige Assistenzsysteme. Die V2L-Steckdose für Laptop oder Kleingeräte ist nur gegen Aufpreis erhältlich.

Vorgestellte Modelle im Überblick

Für einen schnellen Vergleich haben wir die wichtigsten Daten der vorgestellten Modelle zusammengestellt. Berücksichtigt wurde jeweils die Basisversion; weitere Ausführungen mit stärkeren Motoren, größeren Batterien und zusätzlicher Ausstattung sind in der Regel ebenfalls verfügbar.

Modell
Leistung
Batterie (Brutto)
Reichweite nach WLTP
Schnellladeleistung
Kofferraum (regulär)
Preis ab
Skoda Enyaq 60 Essence 
140 kW (190 PS) 
61 kWh 
bis zu 455 km 
bis 105 kW 
585 l 
42.990 € 
Volkswagen ID.7 Pro 
210 kW (286 PS) 
77 kWh 
bis zu 621 km 
bis 175 kW 
532 l 
54.505 € 
Smart #5 Pro 
250 kW (340 PS) 
76 kWh 
bis zu 465 km 
bis 150 kW 
630 l + 72 l (Frunk) 
45.900 € 
Polestar 4 Rear Motor 
200 kW (272 PS) 
100 kWh 
bis zu 620 km 
bis 200 kW 
526 l + 15 l (Frunk) 
61.900 € 
Audi Q6 SUV e-tron 
185 kW (252 PS) 
83 kWh 
bis zu 533 km 
bis 225 kW 
526 l + 64 l (Frunk) 
63.500 € 
BMW i5 eDrive40 Touring 
250 kW (340 PS) 
83,9 kWh 
bis zu 560 km 
bis 205 kW 
570 l 
72.200 € 
Ford E-Tourneo Courier Trend 
100 kW (136 PS) 
46 kWh 
bis zu 320 km 
bis 100 kW 
570 l 
36.830 € 

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