Förderung für altersgerechten Umbau

Die KfW fördert den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Häusern mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten. Eine solche Modernisierung lohnt durchaus schon in jungen Jahren, da der Abbau von Barrieren den Wohnkomfort für alle Generationen erhöht.

Im Alter selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können, ist für viele ein erstrebenswertes Ziel. Doch ist die Wohnung auch dafür ausgelegt? Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sei es durch Alter, Unfall oder Behinderung, hat andere Anforderungen an sein Wohnumfeld als in jungen Jahren und bei bester Gesundheit. Zu schmale Türen, zu hohe Treppen oder eine Badewanne mit hohem Rand können im Alter zu schwer überwindbaren Hindernissen werden. Abhilfe schafft ein barrierenreduzierender Umbau. Und es lohnt sich durchaus, diesen schon frühzeitig in Angriff zu nehmen, denn auch junge Familien mit kleinen Kindern profitieren vom hinzugewonnenen Wohnkomfort. Die KfW Bankengruppe erleichtert die Finanzierung der notwendigen Investitionen durch zwei attraktive Förderprogramme.

Kredit oder Zuschuss

Bereits seit fünf Jahren fördert die KfW barrierereduzierende Maßnahmen durch das Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit“. Mit diesem Programm werden beispielsweise bodengleiche Duschen, großzügig geschnittene Räume oder auch schwellenlose und einbruchshemmende Haus- und Wohnungstüren gefördert. Unabhängig vom Alter des Antragsstellers kann ein Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit beantragt werden. Momentan liegt der effektive Jahreszins bei 0,75 Prozent für eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit von ein bis zwei Jahren. Der Kredit kann auch für den Kauf von neuen barrierereduzierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen gewährt werden, wenn die Antragstellung spätestens zwölf Monate nach der Bauabnahme erfolgt.

Seit Oktober 2014 wird das Kreditprogramm der KfW durch eine Zuschussvariante ergänzt. Kredit und Zuschuss können jedoch nicht miteinander kombiniert werden. Investitionszuschüsse werden in Höhe bis zu acht Prozent der förderfähigen Investitionskosten einzelner, frei kombinierbarer Maßnahmen zur Barrierereduzierung gewährt und sind auf 4.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Wird der Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ erreicht, erhöht sich die maximale Fördersumme auf bis zu 5.000 Euro. Antragsberechtigt sind sowohl private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen als auch Mieter.

Kombination mit energetischer Sanierung

Ausdrücklich erwünscht ist eine Kombination mit den Förderprogrammen der KfW zur energetischen Gebäudesanierung. So betont Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Bei der Sanierung von Wohngebäuden können Bauherren nun drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kosten sparen, weil sie die Immobilie nur einmal anfassen müssen. Sie können die energetische Sanierung mit dem Abbau von Schwellen in der Wohnung verbinden und zugleich etwas für die Sicherheit, gegen Einbrüche tun.“

Antragstellung vor Modernisierungsbeginn

Um für den altersgerechten Umbau eine finanzielle Förderung zu erhalten, muss der entsprechende Antrag immer vor Beginn der Modernisierungsmaßnahme gestellt werden. Für den Kredit erfolgt die Antragstellung über einen Finanzierungspartner, in den meisten Fällen ist dies die Hausbank. Soll ein Investitionszuschuss gewährt werden, muss der Antrag direkt bei der KfW gestellt werden. Detaillierte Informationen zu allen Förderprogrammen findet ihr auf der Internetseite der KfW (www.kfw.de).

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