Elektroauto-Förderung: Das sind die Möglichkeiten

Erfahrt hier mehr über die Höhe des Förderbetrags, die förderbaren E-Autos, die Antragstellung sowie weitere Anreize für die Anschaffung eines Elektroautos.

Elektroautos sind die Fortbewegungsmittel der Zukunft – bis 2030 sollen sechs Millionen von ihnen auf Deutschlands Straßen fahren. Dafür investiert die Bundesregierung eine Milliarde Euro – in Forschung und Entwicklung, Verbesserung der Ladeinfrastruktur sowie in Kaufprämien und Steuervergünstigungen.

Wie hoch der Förderungsbetrag ist, welche Fahrzeugmodelle förderbar sind und wie die Beantragung abläuft, liest du hier. Außerdem gehen wir auf weitere Steuervorteile ein, die beim Kauf eines Elektroautos winken.

Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos

Derzeit ist etwas mehr als die Hälfte der Laufzeit für die E-Auto-Förderung erreicht: Nach Angaben des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden bisher 141.427 Anträge (Stand: 30. September 2019) für den Zuschuss gestellt:

  • 94.144 für reine Batterieelektrofahrzeuge
  • 47.187 für Plug-in-Hybride
  • 96 für Brennstoffzellenfahrzeuge

Laufzeit des Förderprogramms: Maximal bis zum 31. Dezember 2020

Die Laufzeit der Kaufprämie war ursprünglich bis Ende Juni 2019 geplant. Von den 600 Millionen Euro Bundesmitteln, die für Privatpersonen, Unternehmen und Vereine zur Verfügung stehen, und der gleichen Summe, welche die Hersteller als Kaufreiz anbieten, wurden knapp 200 Millionen Euro in Anspruch genommen. Aus diesem Grund gilt ab dem 1. Juli 2019 eine neue Förderrichtlinie. Diese sichert die Auszahlung des sogenannten Umweltbonus – entweder bis die Bundesmittel ausgeschöpft sind oder bis maximal 31. Dezember 2020.

Dabei gilt: Wer als Erster einen Antrag stellt, profitiert auch als Erster. Ist die Förderung von 1,2 Milliarden Euro vollständig abgerufen, gilt das Programm als beendet. Laut Schätzungen ermöglicht der Staat eine Förderung für rund 400.000 E-Autos und Hybride.

Infografik Überblick Umweltbonus E-Mobilität

Aufgrund der vergleichsweise geringen Nachfrage wurde der Umweltbonus zur Förderung von E-Autos verlängert.

Diese Elektrofahrzeuge werden gefördert

Die Förderung umfasst nur Modelle mit einem gelisteten Preis von maximal 60.000 Euro in der Basisausführung. Deutsche Autohersteller wie Daimler, Volkswagen und BMW beteiligen sich am Programm, aber auch eine Vielzahl ausländischer Autobauer. Das sind beispielsweise Hyundai, Citroën, Nissan, Kia, Mitsubishi, Peugeot, Volvo, Renault und Toyota.

Zunächst solltest du dich erkundigen, ob das von dir ausgewählte Fahrzeug auf der Liste der förderungswürdigen Autos aufgeführt wird. Aufgepasst: Die Liste für die E-Auto-Prämie wird stetig aktualisiert.

Außerdem solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du von der Kaufprämie nur dann profitierst, wenn du dein gefördertes Auto mindestens neun Monate behältst.

So stellst du einen Antrag auf Förderung deines E-Autos

Anträge für die Prämie können online beim BAFA gestellt werden. Ein schriftliches Verfahren wird nicht angeboten. Eine Antragsberechtigung haben Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Körperschaften, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Möchtest du die Förderung beantragen, benötigst du die Kopie der Rechnung vom Autohändler und den Nachweis über die Zulassung auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und -brief). Die entsprechenden Dokumente musst du zwingend innerhalb eines Monats nach Antragstellung beim BAFA einreichen.

Achtung: Um die 2.000 Euro Förderung vom Staat für ein Elektrofahrzeug beziehungsweise 1.500 Euro für einen Hybridwagen zu erhalten, muss auf der Rechnung des Autohändlers erfasst sein, dass der Hersteller eine Prämie in derselben Höhe vom Nettokaufpreis bereits abgezogen hat. So ergibt sich in Summe die Förderung von insgesamt 4.000 Euro für E-Autos und 3.000 Euro für Hybride. Die Dokumente werden eingescannt und bei Antragstellung hochgeladen und dem Antrag beigefügt.

Die Steuervorteile für Elektroautobesitzer

Steuervorteile für Besitzer von Elektroautos ergeben sich in unterschiedlichen Bereichen. Sowohl bei der Kfz-Steuer als auch bei der Lohnsteuer kannst du Geld sparen. Darüber hinaus kannst du zum Beispiel in Baden-Württemberg auf regionale Förderungen zurückgreifen, die sich positiv in deinem Geldbeutel bemerkbar machen.

Kfz-Steuer: Diese Fahrzeuge sind förderungsfähig

Batterieelektrische Fahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2020 erstmals zugelassen werden, sind zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Auch bei einem Halterwechsel bleibt die Steuerbefreiung bestehen – allerdings befristet auf den noch verbleibenden Zeitraum. Oder anders ausgedrückt: E-Auto-Fahrer zahlen zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer.

Für Dienstwagen gilt seit 2019: Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge werden pauschal mit 0,5 Prozent ihres Listenpreises versteuert. Zum Vergleich: Die Versteuerung eines Verbrenners liegt mit einem Prozent doppelt so hoch.

Hinweis: Diese Regelung gilt nicht nur für neue, sondern auch für umgerüstete Elektrofahrzeuge.

Lohnsteuer: Vorteile für Arbeitnehmer- und -geber

Wird das Elektroauto beim Arbeitgeber aufgeladen, ist dies steuerfrei. Die „Ladung“ wird anders als andere Arbeitgebervergünstigungen nicht als geldwerter Vorteil gerechnet.
Hierbei entstehen auch Vorteile für den Arbeitgeber, denn der Aufbau von Ladestationen kann bezuschusst werden.

BW-e-Gutscheine: Regionale Förderungsmöglichkeiten

Das Land Baden-Württemberg stellt zur Förderung der Elektromobilität 43,5 Millionen Euro in Form von BW-e-Gutscheinen bereit. Mit den Gutscheinen werden die Fahrzeugunterhaltungs- und Ladeinfrastrukturkosten gefördert.

Zielgruppe sind Fahrzeugflotten mit vielen täglichen Fahrten in der Stadt. Das sind insbesondere Taxibetriebe, Fahrschulen, Car-Sharing-Unternehmen und Pflege- und Sozialdienste. Auch für Lastenräder, Mieträder und Elektroroller sowie öffentliche Verleihsysteme für Pedelecs, E-Bikes oder Elektroroller gibt es Zuschüsse.

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