SAFE: Eine Ladestation alle 10 Kilometer

Woanders diskutiert man noch, Baden-Württemberg macht es. In den vergangenen Monaten haben wir zusammen mit 80 Partnern im ganzen Bundesland ein flächendeckendes Ladenetz für E-Autos aufgebaut. Das Projekt SAFE zeigt: E-Mobilität ist nicht nur etwas für smoggeplagte Großstädter, sondern auch eine umweltfreundliche Lösung für den ländlichen Raum.

Klar, „SAFE“ ist Englisch für „sicher“. „SAFE“ steht aber auch für „Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge“. Zugegeben, „SAFE“ klingt cooler. Aber was hinter der Abkürzung steckt, ist auch nicht von schlechten Eltern. Nämlich ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg für den Ausbau der Elektromobilität. Seit Ende September 2019 ist das SAFE-Ladenetz einsatzbereit. Ein Beleg mehr dafür, dass die Reichweite bei E-Autos keine Rolle spielt. Denn die nächste Ladestation ist im Schnitt nur etwa 10 Kilometer entfernt, egal wo du gerade im Ländle unterwegs bist.


Das erwartet dich hier

Was ist eigentlich SAFE?

Über ganz Baden-Württemberg erstreckt sich mit SAFE nun ein flächendeckendes Netz von 450 Ladesäulen. In einem Raster von 10 x 10 Kilometern gibt es mindestens eine Ladestation mit einer Ladeleistung von 22 Kilowatt. In einem darüber liegenden zweiten Raster von 20 x 20 Kilometern befindet sich zusätzlich mindestens eine Schnellladesäule mit einer Ladeleistung von 50 Kilowatt. Auf diese Weise steht durchschnittlich alle 10 Kilometer eine Lademöglichkeit zur Verfügung. Und das nicht nur in Stuttgart oder Karlsruhe, sondern auch im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb!

Winfried Hermann Winfried Kretschmann und Frank Mastiaux bei der Übergabe des SAFE-Ladenetzes.

Verkehrsminister Winfried Hermann, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und EnBW-Chef Frank Mastiaux (v. l. n. r.) bei der Übergabe des SAFE-Ladenetzes.

Errichtet hat das Ladenetz ein Konsortium aus Unternehmen und Kommunen, das in nur 18 Monaten das Projekt in Rekordzeit umgesetzt hat und zukünftig betreiben wird. Insgesamt wirkten 77 Stadtwerke und Versorger sowie drei Kommunen an SAFE mit. Und wir, die EnBW. Als sogenannter Konsortialführer bündelten wir von der EnBW die Kräfte unserer Partner und übernahmen die Projektleitung von SAFE.

250 Normal- und über 60 Schnellladestationen, die in Betrieb waren waren, konnten in das SAFE-Ladenetz integriert werden. Zusätzlich errichtete das Konsortium 39 neue Schnell- und 88 neue Normalladestationen. 12 bestehende Ladestationen mussten modernisiert werden. So entspricht das SAFE-Ladenetz nun einem einheitlichen technischen Standard. Du fragst dich, was du davon hast? Ganz viel! Denn egal, welches E-Auto-Modell du fährst, kannst Du an an jeder SAFE-Ladestation Strom tanken. Auch das ist sichergestellt.

Infografik EnBW SAFE


Das ist SAFE

  • Flächendeckendes Ladenetz für E-Autos in ganz Baden-Württemberg
  • Über 450 Ladestationen, davon 100 Schnell- und 350 Normalladestationen
  • Alle 10 Kilometer eine Ladestation (im Durchschnitt)
  • Dank Roaming einfaches und sicheres Laden für alle E-Autos
  • Errichtet in 18 Monaten durch 80 Projektpartner unter Führung der EnBW

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Einfach und schnell via App zur nächsten freien Ladestation.

Mit SAFE mehr Elektromobilität im ländlichen Raum

Das flächendeckende Ladenetz existiert nicht nur auf dem Papier: Es ist „erfahrbar“, und zwar buchstäblich. Das stellte niemand Geringeres als Winfried Kretschmann fest. Während eines Aufladestopps an einer SAFE-Ladestation in Bad Urach konnte sich der Ministerpräsident selbst davon überzeugen, dass E-Mobilität auch im ländlichen Raum möglich ist.

Bei der Abschlussveranstaltung in der Landeshauptstadt zog der Ministerpräsident eine positive Bilanz: „SAFE verdeutlicht, dass die Elektromobilität im Land nicht nur eine saubere und leistungsfähige, sondern auch eine zuverlässige Art der Mobilität ist“. Und der Verkehrsminister in Baden-Württemberg Winfried Hermann fügte hinzu: „E-Laden muss so sicher wie einfach sein. Mit dem flächendeckenden SAFE-Ladenetz schaffen wir die Basis für die Elektrifizierung des Pkw-Verkehrs in Stadt und Land. So erleichtern wir den Umstieg auf klimafreundliche E-Mobilität.“

EnBW-Chef Frank Mastiaux, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann an einer SAFE-Ladesäule.

Beim Aufladestopp an der SAFE-Ladesäule in Bad Urach: EnBW-Chef Frank Mastiaux, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann (v. l. n. r.).


Staatliche Förderung für E-Autos

Bund, Länder und Kommunen investieren nicht nur in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Zu den staatlichen Förderprogrammen gehört auch eine Kaufprämie. Du erhältst bis zu 6.000 Euro, wenn du dir ein E-Auto kaufst. Dazu kommen Steuervorteile!


Der weitere Ausbau von SAFE ist ebenfalls … safe

Mit SAFE ist der Grundstein für einen gezielten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Baden-Württemberg gelegt. Dabei kann es natürlich nicht bleiben, das Netz wird noch engmaschiger. Und daher ist der nächste Schritt bereits geplant: Das Netzwerk Ladeinfrastruktur BW wird koordiniert von e-mobil BW, der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive. Das Netzwerk profitiert von den Erfahrungen, die wir bei SAFE gewonnen haben, und ist eine offene Plattform, die in Zukunft den Austausch und die Zusammenarbeit aller Beteiligten verbessert.

Gruppenbild von der SAFE-Abschlussveranstaltung im November 2019

Die Erfahrungen der 80 SAFE-Partner fließen in den weiteren Ausbau des Ladenetzes ein. Hier ein Gruppenbild von der Abschlussveranstaltung im November 2019.

„Wir drücken auf die Tube und bringen die Elektromobilität in Baden-Württemberg Schritt für Schritt voran“, sagte Ministerpräsident Kretschmann bei SAFE-Abschlussveranstaltung. Auch wir von der EnBW legen keine Pause ein. Wir bleiben dem neuen Netzwerk als Partner eng verbunden, engagieren uns aber auch selbst für mehr E-Mobilität und den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur.

In Baden-Württemberg und über die Landesgrenzen hinaus. Denn auch wir wollen unseren Beitrag zum „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung leisten: Bis 2030 soll in Deutschland eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen E-Fahrzeuge entstehen. Mit SAFE haben wir bereits bewiesen, was durch Zusammenarbeit möglich ist.


Du willst wissen, wo die SAFE-Ladestationen liegen? Auf safe-bw.net findest du eine detaillierte Karte mit allen Ladestationen zwischen Wertheim im Norden und Konstanz im Süden, Giengen an der Brenz im Osten und Kehl im Westen Baden-Württembergs.

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