Strompreis­zusammen­setzung 2026

Wie setzt sich der Strompreis 2026 zusammen? Wie hat er sich über die Jahre hinweg entwickelt? Wir beantworten Ihre Fragen rund um die Themen Strompreis und Preisgarantie.

Junges Paar recherchiert Strompreiszusammensetzung

Die aktuelle Strompreiszusammensetzung

In Deutschland bestehen die Stromkosten aus unterschiedlichen Komponenten. Wir erläutern Ihnen, wie sich der Strompreis 2026 zusammensetzt, wie er sich über die Jahre entwickelt hat und erklären die einzelnen Bestandteile im Detail. Außerdem informieren wir Sie zu unserer Preisgarantie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Strompreis auf Ihrer Rechnung setzt sich in der Regel aus Grundpreis und Verbrauchspreis zusammen.
  • Hinter diesen beiden Rechnungsposten stehen Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb, Netzentgelte inklusive Messstellenbetrieb sowie Steuern, Abgaben und Umlagen.
  • Der Grundpreis ist verbrauchsunabhängig, der Verbrauchspreis wird pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) berechnet.
  • Die vom BDEW ausgewiesenen Preisbestandteile beschreiben den gesamten Haushaltsstrompreis. Der Grundpreis ist dabei anteilig enthalten und nicht nur der Verbrauchspreis.
  • Der Strompreis kann sich regional unterscheiden, da einzelne Bestandteile – insbesondere Netzentgelte – je nach Wohnort unterschiedlich hoch ausfallen können.
  • Wer seine persönliche EnBW-Rechnung im Detail nachvollziehen möchte, findet hier eine Rechnungserläuterung mit Musterrechnung sowie eine eigene Erklärung zur Rechnung des dynamischen Stromtarifs.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Die Zusammensetzung des Strompreises 2026 in Deutschland ist komplex. Er besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die sowohl von staatlichen Abgaben als auch von Veränderungen am Energiemarkt beeinflusst werden.

Der Strompreis auf Ihrer Stromrechnung besteht aus dem Grundpreis und einem variablen, vom Verbrauch abhängigen Preis:

Strompreis = Grundpreis (fest) + Verbrauchspreis (variabel)

Grundpreis und Verbrauchspreis im Detail

Icon Glühbirne orange

Gut zu wissen

Auch bei dynamischen Stromtarifen entfällt der Grundpreis in der Regel nicht – selbst wenn der Arbeitspreis variabel ist. Dynamisch bedeutet hier: Der Preis schwankt in der Regel stundenweise, da er direkt an den Strombörsenpreis gekoppelt ist. Damit hängt der Verbrauchspreis stark von den Entwicklungen am Strommarkt ab. Diese Kopplung wirkt sich unmittelbar auf die Strompreiszusammensetzung aus und zeigt, wie eng Marktmechanismen und Strompreisbestandteile miteinander verbunden sind.

Diese Kostenbestandteile stecken im Strompreis

Neben der Darstellung auf der Rechnung lässt sich der Strompreis auch danach betrachten, wofür die Kosten anfallen:

Durchschnittliche Zusammensetzung des Strompreises eines Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh; Stand Januar 2026

Strompreiszusammensetzung 2026: 41% Energiebeschaffung und Vertrieb; 34% Steuern, Abgaben und Umlagen; 25% Netzentgelte inkl. Messstellenbetrieb. Info zu Steuern, Abgaben und Umlagen: 19% Umsatzsteuer auf alle Preisbestandteile; 2,05 ct/kwh Stromsteuer, 1,67 ct/kwh durchschnittliche Konzessionsabgabe, 0,45 ct/kwh KWKG-Umlage, 1,56 ct/kwh Aufschlag für besondere Netznutzung, 0,94 ct/kwh Offshore-Netzumlage.

Quelle: BDEW-Strompreisanalyse für Haushalte und Industrie; Stand 01/2026

Die Kostenbestandteile im Detail

Energiebeschaffung und Vertrieb

Den größten Bestandteil bilden die Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb, welche Verwaltung, Service und Dienstleistungen des Stromlieferanten umfassen und derzeit 41 % Ihrer Stromrechnung ausmachen. Sie stellen damit einen Kostenblock dar, der vom Stromlieferanten zum Teil beeinflusst werden kann.

Der Einkaufspreis des Stroms richtet sich im Wesentlichen nach Angebot und Nachfrage und wird an der Strombörse gebildet. Diese Entwicklung hat direkten Einfluss auf die Energiebeschaffungskosten und damit auf die gesamte Strompreiszusammensetzung in Deutschland.

Neben den Beschaffungskosten spielen auch die Vertriebskosten eine Rolle. Sie beschreiben, wie Energieversorger die Strompreise an ihre Kund*innen weitergeben und welche internen Kostenstrukturen dabei berücksichtigt werden. Auch dieser Bestandteil beeinflusst die Preiszusammensetzung des Stroms und zeigt, dass der Strompreis für Privatkund*innen mehr ist als nur der reine Börsenwert.

Steuern, Abgaben und Umlagen

Die staatlichen Steuern, Abgaben, Umlagen bilden mit 34 % einen großen Anteil am Strompreis. Neben der Stromsteuer und Umsatzsteuer, die durch das Stromsteuer- (StromStG) bzw. Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt werden, sind dies im Wesentlichen:

Netzentgelte inklusive Messstellenbetrieb

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Strompreises (25 %) sind die staatlich regulierten Netzentgelte des jeweiligen örtlichen Netzbetreibers sowie die Messstellenbetriebsentgelte. Die Netzentgelte beinhalten die Kosten für Betrieb, Wartung und Ausbau des Stromnetzes vor Ort, aber auch der überregionalen „Stromautobahnen“. Das starke Wachstum der erneuerbaren Energien erfordert den massiven Aus- und Umbau der Übertragungs- und Verteilernetze. Im ländlichen Raum liegt der Anteil von ins Netz eingespeister erneuerbarer Energie wesentlich höher als in städtischen Gebieten. Dadurch sind die Anforderungen an das Stromnetz von Region zu Region sehr unterschiedlich. Somit fallen auch ungleiche Kosten für die Netzinfrastruktur an, was sich in den unterschiedlich hohen Netzentgelten widerspiegelt.

Wie hat sich der Strompreis entwickelt?

Im Vergleich zu 2015 ist der Strompreis gestiegen. Der größte Anteil dieses Preissprungs ist auf die gestiegenen Kosten für Beschaffung und Vertrieb sowie gestiegene Netz- und Messstellenbetriebsentgelte zurückzuführen (grauer Balken). Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich im besagten Zeitraum verringert (orangefarbener Balken).

Die Strompreiszusammensetzung in Deutschland wird aktuell von mehreren Faktoren geprägt. Dazu gehören die im Jahr 2022 vollständig abgeschaffte EEG-Umlage, die seit 2025 geltende Smart Meter-Pflicht mit der Verpflichtung zum Angebot dynamischer Stromtarife sowie die weiterhin hohen Strompreis-Netzentgelte.

Darüber hinaus ist die Strompreisentwicklung stark vom Marktwandel, von technologischen Fortschritten und den regional unterschiedlichen Netzentgelten abhängig. Diese Faktoren beeinflussen maßgeblich, wie sich die Preiszusammensetzung Strom in den kommenden Jahren entwickelt und welche Belastung auf Verbraucher*innen zukommt.

Grafik: Entwicklung der Strompreise von 2016 bis 2026. Das Balkendiagramm zeigt die "Energiebeschaffung und Vertrieb sowie Netzentgelt inkl. Messstellenbetrieb) im unteren Balken und darüber die "Steuern, Abgaben, Umlagen". Das alles in Euro, Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh. In 2026 beträgt der Preis knappe 30€.

Netto-Preisgarantie bei den EnBW Stromtarifen

Grafik Strompreiszusammensetzung Volle Preisgarantie

Die Netto-Preisgarantie sorgt für gleichbleibende Preise während des Garantiezeitraums, auch wenn sich die folgenden Kostenbestandteile am Strompreis ändern:

  • Stromerzeugung
  • Stromverteilung
  • Stromvertrieb
  • Abgaben und Umlagen

Ausnahme: Es handelt sich um gesetzliche Steuern (Strom- und Umsatzsteuer).

Wie wird sich der Strompreis in Deutschland entwickeln?

Wie sich der Strompreis in Deutschland künftig entwickelt, lässt sich nicht eindeutig vorhersagen. Dafür wirken zu viele Faktoren gleichzeitig auf den Strompreis ein.

Kurzfristig zeigt sich: Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis ist 2026 zunächst gesunken. Laut BDEW liegt er aktuell bei 37,2 ct/kWh. Grund dafür sind vor allem niedrigere Kosten bei Beschaffung und Vertrieb sowie gesunkene Netzentgelte.

Mittel- und langfristig bleibt die Entwicklung offen. Ein wichtiger Kostentreiber ist der Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Damit das Energiesystem mit mehr erneuerbaren Energien, Wärmepumpen und Elektroautos zuverlässig funktioniert, sind hohe Investitionen nötig. Diese können sich auf die Netzentgelte und damit auf den Strompreis auswirken.

Auch die Digitalisierung des Strommarkts verändert die Preisstruktur: Smart Meter und dynamische Tarife schaffen mehr Flexibilität, bringen aber zusätzliche, regulierte Kosten im Messstellenbetrieb mit sich.

Unterm Strich gilt: Eine eindeutige Prognose ist nicht seriös. Netzausbau, Beschaffungskosten, Ausbau erneuerbarer Energien, Digitalisierung und staatliche Rahmenbedingungen wirken gleichzeitig auf den Strompreis ein.

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Stromspiegel für Deutschland 2025
Prüfen Sie, ob Ihr Stromverbrauch zu hoch ist (Quelle: www.stromspiegel.de)